Der Krisenfahrplan – was wirklich passieren wird…

Liebe Leser,

Gott und die Welt, meistens Politiker in Talkshowrunden, suggerieren aktuell, die Krise sei groß, überraschend, überwältigend, aber wir schafften das. Diese Grundbotschaft geht von etwa allem aus, was Olaf Scholz, Finanzminister und als Regierender Bürgermeister von Hamburg mit diversen Fehlgriffen (einfach googlen: HSH Nordbank), uns fast täglich sendet. Tatsächlich hat der Mittelstandsforscher Prof. Dr. Hamer einen Krisenfahrplan aufgestellt, der vor allem darauf basiert, dass vorher schon viele Strukturen zerstört waren. Recht hat er.

Künstliche Überliquidität

Er mahnt die „künstliche Überliquidität“, die geschaffen worden war. Großbanken haben über immer mehr Geldgeschenke hinreichend Material für viel Spekulation bekommen. Kontrolliert, so jedenfalls meine Auffassung, werden sie trotz BaFin oder auch „Basel“-2-Abmachungen auf europäischer Ebene nicht. Sehen Sie sich die Derivatemärkte an.

Über 20 % „veraltete, unrentable Zombie-Unternehmen“ seien durch die Überliquidität am Leben erhalten worden. Recht hat der Mann: Und jetzt stellen sich auch diese Unternehmen unter die Rettungsschirme.

Die Staaten hätten sich durch die „Steuerflut“ aufgebläht und Geld zum Fenster rausgeworfen. Recht hat der Mann. Die Rekord-Steuereinnahmen, auf die Scholz so oft verwies, sind Ergebnis der Geldflut.

Steuern und Sozialabgaben seien geradezu explodiert. Auch dies sei das Ergebnis der Geldflut. Und wieder hat der Mann Recht. Die Sozialabgaben sind nach oben gezogen worden – jedenfalls als absolute Zahl. Gleichzeitig hat die Regierung bis hin zur noch nicht umgesetzten „Lebensleistungs“-Rente immer wieder in den Topf gegriffen, um sich Wahlgeschenke zu organisieren. Jetzt fliegt uns der ganze Ballast um die Ohren.

Bis zum Sommer leben wir demnach mit Phase eins: Ein Auslöser für den Wirtschafts- und Finanzcrash.

Bis Herbst wiederum dürfte sich die zweite Phase ziehen. Dem Börsenabsturz, der willentlich herbeigeführt wurde (durch die entsprechende Panikmache), hätte nicht unmittelbar der Produktionsstillstand folgen dürfen. Jedenfalls dann nicht, wenn sich die Finanzmärkte schnell wieder erholen sollten – denn jetzt fehlt es schlicht an „Wirtschaft“ – bis in den Herbst hinein. Das neue Geld, das zahlreiche Staaten benötigen werden, lässt sich demnach auch nicht am Finanzmarkt organisieren, sondern wird nur gedruckt werden können.

Hamer rechnet bis zum Winter mit einem sogenannten deflatorischen Schock. Die Banken seien überschuldet, bräuchten Hilfe, die Unternehmen ebenso. Da gleich alle Akteure Geld benötigten, Banken, Unternehmen und private Haushalte, würde das Geld dennoch knapp. Das nennt sich Deflation und kann eine weit größere Schockwelle auslösen.

Im Jahr 2021 dann rechnet Hamer mit einer Umkehrung der Verhältnisse: Die weitere Geldflut würde zu einer „galoppierenden Inflation“ führen. Wir müssten „neu anfangen“.

Die letztgenannten Punkte halte ich für übertrieben. Eine „Deflation“ würde voraussetzen, dass die Wirtschaft zuvor gar nichts mehr produzierte und dann neues Geld bräuchte. Die ersten Lockerungsmaßnahmen jedoch setzen in China bereits ein. Österreich kündigte an, Schritt für Schritt den Ausnahmezustand auch aufzulösen. Andere werden wahrscheinlich folgen. Ich rechne mit einem direkten Übergang zur Phase vier: Die Inflationsrate wird enorm. Dies ist die Rechnung. Sie können dem nur begegnen, wenn Sie sich mit Sachvermögen eindecken: Unternehmen, vielleicht auch alternative Anlagen wie Wald und Acker und Gold. Die nächsten Phasen aber werden folgen.

[Finanztrends]

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