
Die Aktien von Delta Air Lines (DAL) eröffneten am Freitag schwächer, obwohl das Unternehmen besser als erwartete Ergebnisse für das zweite Quartal (Q2) vorlegte.
Die Fluggesellschaft meldete $1.56 je Aktie bei einem Umsatz von $17.67 billion für ihr Fiskal‑Q2 und übertraf damit deutlich die von Experten prognostizierten $1.48 je Aktie und $17.53 billion.
Die Kursentwicklung von DAL am Morgen ähnelt daher einem klassischen „sell-the-news“‑Ereignis – zumal die Aktie seit Jahresbeginn nahezu 25% zugelegt hat und aktuell auf Rekordniveau notiert.
Dennoch sieht Bernstein‑Analyst David Vernon weiteres Aufwärtspotenzial in der Delta‑Air‑Lines‑Aktie und empfiehlt, das frühe Handelsminus als „Rauschen“ gegenüber den außerordentlich starken Fundamentaldaten zu ignorieren.
Warum Bernstein bei Delta Air Lines optimistisch ist
Vernon empfiehlt, bei der DAL‑Aktie zu bleiben, vor allem weil das Management trotz eines hoch volatilen makroökonomischen Umfelds mit regionalen Konflikten und Volatilität der Ölpreise eine starke Prognose ausgegeben hat.
Die Fluggesellschaft erwartet, dass der Umsatz pro Einheit im Q3 anzieht, und dass die Gewinne im vierten Quartal die Konsensschätzungen um bis zu 39% übertreffen könnten.
Das signalisiert Deltas Verpflichtung zur Margenerhaltung und gibt Anlegern die Gewissheit, dass das Unternehmen selbst bei geopolitischen Störungen in der Lage ist, seine Ertragsbasis zu schützen.
Bernstein stuft Delta Air Lines derzeit mit „Outperform“ ein und nennt ein Kursziel von $93, was auf weiteres Aufwärtspotenzial in der zweiten Jahreshälfte hinweist.
DAL‑Aktien profitieren von Premium‑Kabinen‑Strategie
Vernon bleibt auch deshalb zuversichtlich für Delta‑Aktien, weil jüngste Fahrpreiserhöhungen die Lücke zwischen Ticketpreisen und dem Verbraucherpreisindex (CPI) schließen.
In einem nach den Zahlen geführten Interview mit CNBC heute betonte er außerdem, dass die ausschließliche Fokussierung auf Standard‑Inflationskennzahlen eine größere, strukturelle Transformation übersieht.
Deltas ausgefeilte „Premium‑Kabinen“‑Segmentierungsstrategie ermöglicht es, höhere durchschnittliche Fahrpreise von Kunden zu erzielen, die bereit sind, für bessere Annehmlichkeiten und Komfort zu zahlen – eine lukrative Einnahmequelle, die niedrigere Ticketklassen effektiv quersubventioniert.
Durch die Beibehaltung dieser mehrstufigen Preisstruktur verdrängt Delta Air Lines Inc. mühelos Billigkonkurrenten mit dünnen Margen, treibt die branchenweiten Umsätze pro Einheit strukturell nach oben und ist gleichzeitig besser gegen lokale wirtschaftliche Abschwächungen abgeschirmt.
Wie sollte man Delta Air Lines auf dem aktuellen Niveau positionieren?
Insgesamt ist David Vernon überzeugt, dass die langfristige Investment‑These für DAL‑Aktien weiterhin intakt ist.
Obwohl die Fluggesellschaft im gerade abgeschlossenen Quartal von der Nachfrage durch die FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 profitierte, hält das Management höhere Tarife für nachhaltig, was ein klares Signal für die zugrundeliegende Nachfrage ist.
Anleger sollten zudem beachten, dass Delta Air Lines derzeit eine Dividendenrendite von nearly 1% zahlt, was die Aktie als langfristige Position zusätzlich attraktiv macht.
Wichtig ist zudem, dass Bernstein zu den eher konservativeren Wall‑Street‑Häusern in Bezug auf Delta Air Lines gehört.
Die Konsens‑Einstufung für DAL liegt derzeit bei „Buy“, wobei das durchschnittliche Kursziel von $102 auf erhebliches weiteres Aufwärtspotenzial in den nächsten 12 Monaten hinweist.
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