Ein Traktor auf einem Feld

Die Deere (DE)-Aktie verzeichnet am Donnerstagmorgen anhaltende Gewinne, nachdem der Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen besser als erwartete Zahlen für das dritte Quartal (Q3) veröffentlicht hatte.

DE verzeichnete im Q3 einen Umsatzanstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr auf 12,61 Mrd. USD bei einem Gewinn je Aktie (EPS) von 5,10 USD, was einem Anstieg von nahezu 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die solide Quartalsleistung reichte aus, um den bekannten Investor Jim Cramer für Deere-Aktien zu begeistern, obwohl er am 20th davor warnte, der Rallye nachzujagen.

Warum Cramer bei Deere-Aktien optimistisch ist

Cramers Optimismus beruht vor allem auf den Aussagen des Managements, wonach der langwierige Abschwung im Bereich landwirtschaftlicher Maschinen nun endlich seinen Tiefpunkt erreicht.

Die Unternehmensführung bekräftigte in der Ergebnispräsentation, dass das Geschäftsjahr 2026 den Tiefpunkt des Agrartechnik-Zyklus darstellt.

Cramer hob im jüngsten Beitrag von CNBC hervor, dass Deere historisch gesehen ein konservatives, nicht auf Promotion ausgerichtetes Management ist, das selten ohne triftigen Grund ein rosiges Bild zeichnet.

Nach Monaten, in denen das Management wiederholt betonte, wie schwierig die Lage in der Agrarwirtschaft sei, betrachtet er deren Bereitschaft, einen Agrar-Tiefpunkt zu bestätigen, als einen monumentalen Wendepunkt.

Da sich Agrarzyklen über mehrjährige Zeiträume erstrecken – deutet die Feststellung eines Tiefpunkts auf einen mehrjährigen Erholungspfad hin, der langfristigen DE-Aktionären anhaltende Erholung und Wertschöpfung bieten dürfte.

Warum ein massiver Einstieg in DE-Aktien heute nicht ratsam ist

Neben dem Quartalsergebnis hat Deere die Untergrenze seiner Jahresprognose angehoben – nun erwartet das Unternehmen einen Nettogewinn von 4,75 Mrd. USD bis 5,00 Mrd. USD, gegenüber der vorherigen Spanne von 4,50 Mrd. USD bis 5,00 Mrd. USD.

Trotz dieser beruhigenden operativen Vorzeichen warnte Cramer davor, die Aktie während des anfänglichen 7%-Anstiegs am Donnerstag direkt zu kaufen.

Er verwies auf allgemein unruhige makroökonomische Bedingungen, die den Handel insgesamt zu einem „hässlichen“ Tag machten – in solchen Situationen führt das Hinterherlaufen kurzfristiger Ein-Tages-Spikes oft dazu, dass Käufer anfällig für Rückschläge werden.

Während Cramer davon überzeugt bleibt, dass der zugrundeliegende zyklische Tiefpunkt Deere-Aktien zu einem überzeugenden Kauf für den langfristigen Anleger macht, glaubt er, dass geduldige Investoren voraussichtlich bessere taktische Einstiegsgelegenheiten finden werden, sobald die anfängliche Kursdynamik nach den Zahlen nachlässt.

Wie man nach den Q3-Zahlen auf Deere setzt

Das breitere Maschinenumfeld zeigt nach anhaltendem zyklischem Druck grundlegende „Stabilisierungszeichen“.

Trends im Auftragseingang von Deere, stabilisierende Bestände gebrauchter Geräte und die zunehmende Einführung margenstarker Präzisionstechnologien wirken als strukturelle Rückenwinde.

Stärke sowohl in Construction & Forestry als auch in Small Agriculture & Turf trug in diesem Quartal dazu bei, lokale Schwächen in Production & Precision Agriculture auszugleichen.

Wenn der Druck durch die Zinssätze nachlässt und die globalen Getreidemärkte sich normalisieren, dürfte die Ersatznachfrage nach Maschinen wieder an Fahrt gewinnen.

Anleger, die eine Position in industriellen Blue Chips aufbauen möchten, sollten die DE-Aktie im Blick behalten – und auf kurzfristige Marktschwankungen warten, die einen attraktiveren Einstieg bieten, um das bevorstehende Agrar-Aufschwung mitzunehmen.

Hinweis: Wall Street stuft Deere derzeit im Durchschnitt als Overweight ein, mit Kurszielen von bis zu 812 USD, was von hier aus ein erhebliches Aufwärtspotenzial signalisiert.

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