
Der deutsche DAX ist in eine Korrektur geraten, nachdem er infolge des anhaltenden Kriegs im Iran, der die Energiepreise in den letzten fünf Wochen nach oben getrieben hat, von seinem diesjährigen Höchststand um über 10 % gefallen ist.
Er notierte bei €22.730, damit leicht über dem Jahrestief von €21.875. Dieser Artikel beleuchtet einige der wichtigsten DAX-Aktien, die man im April dieses Jahres im Blick behalten sollte.
Deutsche Bank (DBK)
Die Deutsche Bank ist, ähnlich wie der deutsche DAX, in den vergangenen Wochen stark gefallen – von einem Hoch von €34,26 im Januar auf derzeit €25,22. Dieser Rückgang wurde durch den anhaltenden Aktienausverkauf infolge des Kriegs im Iran getrieben.
Die Deutsche Bank steht im April im Fokus, wenn das Management die Zahlen für das erste Quartal am 29. April veröffentlicht. Diese Zahlen werden voraussichtlich zeigen, dass das Geschäft im ersten Quartal weiter solide blieb, gestützt durch ein Wachstum bei Transaktionen und im Handelsgeschäft.
Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass die Deutsche Bank einen Gewinn vor Steuern von €9,7 Milliarden erzielte, wobei der Nettogewinn sich auf €7,1 Milliarden verdoppelte. Infolgedessen kündigte das Management einen neuen Plan über €2,9 Milliarden für dieses Jahr an. Geplant sind eine Dividendenzahlung in Höhe von €1,9 Milliarden und ein Aktienrückkauf im Volumen von €1 Milliarde.
BASF
BASF, der weltweit größte Chemiekonzern, hat sich in den vergangenen Monaten gut entwickelt und notiert nun in der Nähe seines Allzeithochs.
Das Geschäft profitiert von der Entscheidung des Managements, einen Großteil der Produktion von Deutschland nach China zu verlagern. Dadurch konnte das Unternehmen deutlich Kosten sparen, während die Energiepreise in Europa in den vergangenen Monaten stark gestiegen sind.
Die anstehenden Ergebnisse, die für den 30. April terminiert sind, werden weitere Einblicke in das Geschäft geben, unter anderem zur jüngsten Inbetriebnahme eines größeren Standorts in China.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass BASF in allen Segmenten ein Volumenwachstum verzeichnete, ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage weiterhin stieg. Dieser Volumenzuwachs wurde jedoch durch sinkende Preise und Währungseffekte ausgeglichen. Der Nettogewinn stieg um €321 Millionen auf €1,6 Milliarden.
Mercedes-Benz Group
Der Aktienkurs der Mercedes-Benz Group ist in den vergangenen Wochen eingebrochen und fiel von €62,35 im Januar auf heute €52,15. Das Unternehmen steht im April im Fokus, wenn es seine Zahlen am 29. April veröffentlicht.
Diese Ergebnisse werden mehr Aufschluss über die Turnaround-Bemühungen des Managements geben, da die Autobranche durch zunehmenden Wettbewerb chinesischer Marken und die anhaltenden Auswirkungen von Donald Trumps Zöllen unter Druck steht.
Die zuletzt veröffentlichten Jahreszahlen zeigten, dass der Umsatz auf €122 Milliarden sank (vor einem Jahr: €145 Milliarden). Der Nettogewinn fiel auf €5,3 Milliarden gegenüber €10,4 Milliarden im Vorjahr.
Weitere Automobilhersteller, die im April ihre Zahlen veröffentlichen, sind Volkswagen und Porsche.
Außerdem werden weitere bedeutende DAX-Konstituenten ihre Ergebnisse präsentieren, darunter bekannte Marken wie Adidas, MTU Aero, SAP und die Deutsche Börse.
Händler werden auch Rheinmetall, den großen Rüstungszulieferer, beobachten, bei dem angesichts des Kriegs im Iran mit robuster Nachfrage gerechnet wird. Dennoch ist die Aktie seit ihrem Höchststand im vergangenen Jahr um über 27 % gefallen.
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