Die Allianz-Aktie (WKN: 840400) gilt als eine der großen und zugleich besten Dividendenaktien im DAX. Doch der eigentliche Reiz steckt hier nicht allein in der Ausschüttung.
In den letzten zehn Jahren lag die durchschnittliche Einstiegsrendite bei über 5 %. Aktuell liegt sie auf Basis der letzten Dividende bei 3,8 %. Unter der Voraussetzung, dass die Aktie seitwärts notiert und die Dividende weiter steigt, könnte sie im Jahr 2028 jedoch wieder im High-Yield-Bereich liegen.
Dahinter steckt ein Mechanismus, der seit Jahren perfekt für die Anleger funktioniert: Die Allianz wächst, steigert den Gewinn je Aktie und reduziert gleichzeitig die Zahl der ausstehenden Aktien durch Aktienrückkäufe. Genau diese Kombination kann den EPS-Anstieg beschleunigen und somit langfristig auch die Dividende erhöhen.

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Der unterschätzte Hebel hinter dem steigenden EPS der Allianz-Aktie
Für die positive Dividendenentwicklung sind zwei Faktoren verantwortlich: ein solides Umsatzwachstum und eine dynamische Gewinnentwicklung in den letzten Jahren. Hinzu kommt die immer stärkere Wirkung von Aktienrückkäufen. Allianz kaufte 2025 eigene Aktien im Wert von rund zwei Milliarden Euro zurück. Die Zahl der ausgegebenen Aktien sank dadurch von 386,2 Mio. Ende 2024 auf 380,4 Mio. Stück Ende 2025.

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Für Aktionäre ist das mehr als eine technische Bilanzbewegung. Wenn ein Unternehmen seinen Gewinn auf weniger Aktien verteilt, steigt der Gewinn je Aktie selbst dann, wenn der Konzerngewinn nur moderat wächst. Bei Allianz kommt beides zusammen: Der Konzern steigert seinen Gewinn und reduziert zugleich die Aktienbasis.
Das zeigt sich bereits deutlich. Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg 2025 um 8,5 % auf 10,8 Mrd. Euro, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um 12,5 % zulegte. Der EPS-Anstieg war damit stärker als das Wachstum des absoluten Gewinns.
Und die Allianz setzt diesen Kurs fort. Für 2026 wurde ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,5 Mrd. Euro beschlossen. Die zurückgekauften Aktien sollen dabei eingezogen werden. Gleichzeitig erwartet der Konzern ein operatives Ergebnis von 17,4 Mrd. Euro, mit einer traditionellen Bandbreite von plus oder minus einer Milliarde Euro.
Auch die Dividendenpolitik spielt eine wichtige Rolle. Die Ausschüttungsquote liegt bei 60 % des relevanten Gewinns. Die Dividende wächst damit nicht losgelöst vom Unternehmen, sondern hängt eng mit der Ertragsentwicklung zusammen.
In den vergangenen zehn Jahren wurde die Dividende der Allianz im Durchschnitt um rund 9 % pro Jahr erhöht. Die Aktie stieg dagegen jährlich um 14 %.
Aber auf Basis der Dividende für das Jahr 2025 gibt es aktuell immer noch eine Einstiegsrendite von 3,8 %. Wer heute kauft, könnte im nächsten Jahr mit etwas Glück eine Dividende von 4,3 % auf seinen Einstand erhalten.
Fazit: Die hohe Dividende ist nur die halbe Geschichte
Die ewige 5-%-Rendite bei der Allianz ist ein bekanntes Phänomen und lässt sich mit Wachstum erklären. Allerdings ist der Aktienkurs aktuell schon wieder etwas vorgezogen.
Das für 2026 erwartete KGV von 14,6 liegt auch schon über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 11,7. Dennoch notiert die Aktie weiterhin auf einem vergleichsweise nur moderaten Niveau.
Hier die Kernaussage: Wachstum plus Aktienrückkäufe kann zu einem überproportionalen Anstieg des EPS führen. Steigt anschließend die Dividende mit dem Gewinn je Aktie, entsteht ein Kreislauf, der für langfristig orientierte Dividendenanleger interessant ist.
Um solche Effekte bei Aktien systematisch zu erkennen, sollte man allerdings nicht nur auf die Dividendenrendite und das KGV achten. Entscheidend sind unter anderem das Geschäftsmodell und deren Entwicklung. Sie treiben die Gewinnentwicklung, das EPS-Wachstum, die Ausschüttungsquote und die Veränderung der Aktienzahl.
Der Artikel Das Geheimnis hinter der scheinbar ewigen 5 % Allianz-Dividende! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.