
Die Verlangsamung des britischen Arbeitsmarktes wurde im Vorfeld des November-Haushalts deutlicher, da neue Zahlen einen starken Rückgang der Lohnbeschäftigung und ein schwächeres Lohnwachstum zeigten.
Offizielle Daten, die am Dienstag veröffentlicht wurden, hoben den größten monatlichen Rückgang der Gehaltsjobs seit Ende 2020 hervor und deuten auf ein schwierigeres Umfeld für Arbeitnehmer und Arbeitgeber hin.
Die Änderungen fielen mit einer Phase zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit zusammen, bevor Finanzministerin Rachel Reeves den Haushalt vorlegte.
Trotz einiger Verbesserungen des BIP im November verlor der Arbeitsmarkt weiterhin an Schwung, was neue Bedenken hinsichtlich der Einstellungs- und Lohnbedingungen in wichtigen Sektoren aufwirft.
Beschäftigungsdaten zeigen einen Rückgang
Laut Lohnabrechnungszahlen des Finanzamts verzeichnete im Dezember einen Rückgang von 43.000 Gehaltsbeamten im Vergleich zum Vormonat.
Dies ist der bedeutendste Rückgang seit November 2020.
Obwohl die vorherigen Monate ähnliche vorläufige Schätzungen gaben, wurden viele davon später nach oben korrigiert. Der Rückgang im November, der zunächst mit 38.000 gemeldet wurde, wurde aktualisiert und zeigt einen Rückgang von 33.000.
Die neuesten Zahlen spiegeln eine insgesamt größere Verlangsamung der Einstellungsaktivitäten wider, die sich im Laufe des Jahres entwickelt hat. Trotz einer stabilen Arbeitslosenquote von 5,1 % bleibt die Einstellung in mehreren Sektoren zurückhaltend.
Die Gehälter im privaten Sektor steigen leichter
Auch das Lohnwachstum ließ weiter nach. In den drei Monaten bis November stieg die Bezahlung des Privatsektors ohne Boni jährlich um 3,6 %, das langsamste Tempo seit drei Jahren.
Diese Zahl ist ein Rückgang gegenüber 3,9 % im vorherigen Dreimonatszeitraum bis Oktober.
Das Gesamtgehaltswachstum, das alle Sektoren umfasst, verlangsamte sich auf 4,5 % – etwas unter dem Wert von 4,6 % im Vorquartal.
Diese Zahlen spiegeln einen beständigen Abwärtstrend bei den Gehaltserhöhungen wider. Das langsamere Lohnwachstum wird von der Bank of England genau beobachtet, die es als Schlüsselfaktor für die Einschätzung des zukünftigen Inflationspfads sieht.
ONS hebt Kürzungen im Einzelhandel und im Gastgewerbe hervor
Das Office for National Statistics wies darauf hin, dass sich die Arbeitsplatzverluste im vergangenen Jahr auf Einzelhandel und Gastgewerbe konzentriert haben.
Beide Sektoren haben eine schwächere Nachfrage und weniger Einstellungen erfahren, was zum Rückgang der Gesamtzahl der Lohnabrechnungen beiträgt.
Diese Sektoren sind typischerweise empfindlicher gegenüber wirtschaftlicher Unsicherheit und Veränderungen der Konsumausgaben, und ihr Rückgang deutet auf Herausforderungen für einkommensschwache und Teilzeitbeschäftigte hin.
Der anhaltende Rückgang der Einstellungsaktivitäten zeigt keine klaren Anzeichen einer Erholung, da Unternehmen weiterhin Vorsicht walten.
Die Auswirkungen von Inflation und Zinssätzen erhöhen den Druck und schränken die Expansionspläne in vielen Branchen ein.
Die Zinserwartungen verschieben sich
Da das Lohnwachstum sich verlangsamt und die Einstellungen zurückgegangen sind, passen die Finanzmärkte ihre Erwartungen an die Zinssätze an.
Bis Montag hatten die Märkte mindestens eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte für 2026 vollständig eingepreist.
Laut Marktindikatoren besteht zudem eine Zweidrittel-Wahrscheinlichkeit für einen zweiten Schnitt im selben Jahr.
Die Bank of England nutzt Lohndaten als wichtigen Input für ihre Zinsentscheidungen.
Ein langsameres Gewinnwachstum deutet auf einen geringeren Inflationsdruck hin, was im Laufe der Zeit zu einer anpassungsfähigeren Haltung führen könnte.
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