Daimler-Aktie: Geht hier etwas nicht mit rechten Dingen zu?

Mit dem Kurzarbeitergeld hat der Gesetzgeber ein Instrument geschaffen, welches Unternehmen in Not dabei helfen soll, einen Stellenabbau zu vermeiden. Zu diesem Zweck springt der Staat im Fall der Fälle ein und zahlt sowohl Sozialabgaben als auch Teile der Gehälter. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde dies von mehr Unternehmen als je zuvor in Anspruch genommen.

Dazu zählt auch der Autobauer Daimler, welcher Medienberichten zufolge im vergangenen Jahr rund 700 Millionen Euro mit Kurzarbeitergeld eingespart haben soll. Ob der Konzern sich wirklich in einer Notlage befindet, darf angesichts satter Gewinnsteigerungen allerdings bezweifelt werden.

Das könnte für Ärger sorgen

Weitaus brisanter als Spekulationen um die Hilfebedürftigkeit von Daimler sind Nachrichten aus WhatsApp-Gruppen von Daimler-Beschäftigten, von denen kürzlich die „Welt“ berichtete. Einige Mitarbeiter haben sich anscheinend darüber gewundert, dass ihnen im März vom eigenen Arbeitgeber kein einziger Euro überwiesen wurde.

Im weiteren Verlauf soll sich ein Vorgesetzter dazu geäußert haben mit der schlichten Aussage, dass Provisionen teilweise zurückgehalten werden, damit nicht die Schwelle überschritten wird, ab der kein Kurzarbeitergeld mehr gezahlt wird. Einfach ausgedrückt bedeutet das, dass die Angestellten arm gerechnet werden, um Zulagen vom Staat zu erhalten. Ein solcher Vorwurf ist nicht ohne.

Kann das Folgen für die Daimler-Aktie haben?

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnten auf Daimler noch unschöne Folgen zukommen. Allerdings betonte der Konzern zuletzt, Kurzarbeitergeld nur im gesetzlich zulässigen Rahmen erhalten zu haben. Auch bei den steigenden Dividenden für die eigenen Aktionären sieht das Unternehmen kein großes Problem.

Kurzfristig sind Auswirkungen auf die Daimler-Aktie erst einmal nicht zu erwarten. Das Thema verfügt aber über eine Menge Sprengkraft und Anleger sollten die weiteren Entwicklungen im Auge behalten. Grundsätzlich befindet die Daimler-Aktie sich seit geraumer Zeit in einem ansehnlichen Aufwärtstrend. Dieser konnte auch mit Verlusten von 1,58 Prozent am Donnerstag nicht in Gefahr gebracht werden.

[Finanztrends]

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