Wer heute als CrowdStrike-Anleger in sein Depot blickt, dürfte sich erst einmal verwundert die Augen reiben: Ist die Aktie des Cyber-Security-Anbieters über Nacht tatsächlich um -75% eingebrochen. Natürlich nicht, stattdessen ist der scheinbare Absturz die Folge eines planmäßigen Aktiensplits und das Papier notiert weiter auf Rekordniveau. Alles Wichtige zum Split und zu den weiteren Aussichten beim Nasdaq-Titel.

Split macht die Aktie optisch günstiger

Erstmals in der Unternehmensgeschichte hat CrowdStrike einen Aktiensplit vollzogen. Der Mechanismus ist einfach: Jeder Aktionär erhielt für jede gehaltene Aktie drei zusätzliche Papiere eingebucht. Aus einem Kurs von zuletzt rund 773 US$ wurden rechnerisch etwa 193 US$ je Anteil. Die Zahl der Aktien vervierfacht sich, der Kurs je Anteil sinkt entsprechend auf ein Viertel. Das Wichtigste aber: Der Depotwert bleibt unverändert.

Solche Maßnahmen verändern weder Umsatz noch Gewinn oder die Marktkapitalisierung. Dennoch verfolgen Unternehmen Aktiensplits häufig nach einer starken Kursentwicklung. Ein niedrigerer Stückpreis erleichtert insbesondere Privatanlegern den Einstieg und kann die Handelbarkeit der Aktie erhöhen. Genau das trifft auch auf CrowdStrike zu, dessen Kurs sich nach dem schweren IT-Ausfall im Sommer 2024 eindrucksvoll zurückgekämpft und zuletzt sogar neue Rekordstände erreicht hat.

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Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren

Wesentlich wichtiger als der Aktiensplit bleibt die operative Entwicklung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 steigerte CrowdStrike den Umsatz um 26% auf 1,39 Milliarden US$ und übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) kletterte um 24% auf 5,51 Milliarden US$, während der freie Cashflow mit 468 Millionen US$ einen neuen Höchstwert erreichte.

Besonders viel Fantasie liefert derzeit das Thema Künstliche Intelligenz. CrowdStrike positioniert seine Falcon-Plattform zunehmend als Sicherheitslösung für KI-Anwendungen und baut Partnerschaften mit Schwergewichten wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure, Google Cloud und Databricks kontinuierlich aus. Das Management sieht in der Absicherung von KI-Agenten und Unternehmensmodellen einen der größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahre.

Analysten bleiben optimistisch

Auch an der Wall Street überwiegt der Optimismus. Viele Analysten hoben nach den jüngsten Quartalszahlen ihre Kursziele an. Wells Fargo zählt mit einem Ziel von 225 US$ (splitbereinigt) zu den größten Optimisten und verweist auf die weiterhin hohe Nachfrage nach integrierten Sicherheitsplattformen. Goldman Sachs und Morgan Stanley liegen mit ihren Zielmarken ebenfalls oberhalb des aktuellen Kursniveaus und sehen weiteres Potenzial durch steigende ARR-Erlöse und den KI-Boom.

Etwas vorsichtiger bleibt Bernstein, das trotz einer Anhebung des Kursziels auf rund 103 US$ lediglich mit „Market Perform“ votiert. Insgesamt dominiert jedoch weiterhin ein klar positives Analystenbild.

Charttechnik spricht für die Bullen

Aus charttechnischer Sicht präsentiert sich die Aktie unverändert stark. Nach einer kurzen Konsolidierung oberhalb der 20-Tage-Linie baut CrowdStrike aktuell neues Momentum auf und nähert sich erneut der psychologisch wichtigen Marke von 200 US$.

Der übergeordnete Aufwärtstrend ist voll intakt. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über die 200-US$-Marke, würden sich aus technischer Sicht die nächsten Kursziele im Bereich von 210, 230 und anschließend 250 US$ ableiten lassen. Solange die Aktie oberhalb der kurzfristigen Durchschnittslinien notiert, sprechen die technischen Signale klar für die Käuferseite.

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CrowdStrike bleibt einer der qualitativ stärksten Wachstumswerte im Cybersecurity-Sektor. Der Aktiensplit dürfte die Aufmerksamkeit zusätzlicher Anleger auf die Aktie lenken, entscheidend bleibt jedoch die operative Dynamik. Mit zweistelligen Wachstumsraten, steigenden wiederkehrenden Umsätzen und einer immer stärkeren Positionierung im KI-Sicherheitsmarkt besitzt das Unternehmen weiterhin ausgezeichnete Perspektiven.

Allerdings hat die Börse diese Erwartungen längst erkannt. CrowdStrike gehört mit einem Forward-KGV von rund 140 sowie einem Umsatzmultiple von über 30 zu den teuersten Softwarewerten weltweit. Die Aktie ist damit gewissermaßen „priced for perfection“ – Enttäuschungen darf sich das Unternehmen wohl kaum leisten.

Solange das hohe Wachstum anhält, spricht dennoch vieles dafür, dass der langfristige Aufwärtstrend Bestand haben könnte.

ℹ CrowdStrike in Kürze

  • CrowdStrike Holdings (WKN: A2PK2R) ist ein US-amerikanischer Cybersecurity-Spezialist mit Hauptsitz im kalifornischen Sunnyvale.
  • Kerngeschäft des Unternehmens sind die Aufklärung über Bedrohungen, der Schutz von Endgeräten und Reaktionsdienste auf Cyberattacken.
  • In der Vergangenheit war CrowdStrike an der Analyse und Aufklärung verschiedener Hackerangriffe beteiligt.
  • CrowdStrike ist Mitglied im US-Technologieindex Nasdaq 100 und aktuell ca. 193 Milliarden US$ wert.

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