
Die CrowdStrike-Aktie setzte ihre jüngste Rallye heute, July 14, fort und nähert sich langsam ihrem Allzeithoch von $209.55. Sie ist in den letzten sechs Monaten um 80% gestiegen und erreicht damit eine Bewertung von über $212 Milliarden.
CRWD und andere führende Cybersecurity-Unternehmen wie Fortinet, SentinelOne und Palo Alto Networks sind ebenfalls stark gestiegen. Die allgemeine These lautet, dass der Anstieg von KI-Agenten zu einer höheren Nachfrage nach Cybersecurity-Ausgaben führen wird. Dennoch gibt es Gründe, warum die Aktie zu einer Gegenbewegung anstehen könnte.
CrowdStrike-Aktie könnte wegen Rückkehr zum Mittelwert fallen
Ein technischer Grund, warum die CRWD-Aktie bald drehen könnte, ist die sogenannte Rückkehr zum Mittelwert. Dabei handelt es sich um ein technisches Konzept, bei dem Aktien und andere Assets im Zeitverlauf zu ihren historischen Durchschnitten zurückkehren.
Im Fall von CrowdStrike ist die Aktie auf $208.8 gestiegen, was deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von $167 und dem 200-Tage-Niveau von $133 liegt. Daher besteht das Risiko, dass sie zurückdreht und sich diesen Durchschnitten annähert.
Diese Wende kann vor oder nach den Quartalszahlen am August 26 eintreten. Sie kann auch nach den Veröffentlichungen der Ergebnisse anderer führender Cybersecurity-Unternehmen erfolgen.

CRWD-Aktienchart | Quelle: TradingView
Bei CRWD könnte sich eine bärische Divergenz ausbilden
Ein weiteres technisches Risiko ist, dass sich bei der Aktie ein Muster bärischer Divergenz bildet. Dabei steigt der Kurs, während führende Oszillatoren nach unten tendieren.
In diesem Fall ist der Relative Strength Index (RSI) von einem Hoch von 86 auf aktuell 68 gefallen. Zudem hat der Percentage Price Oscillator (PPO) ein bärisches Crossover gebildet und zeigt weiterhin nach unten. In den meisten Fällen zieht ein Asset nach Ausbildung einer bärischen Divergenz zurück.

CRWD-Aktienchart | Quelle: TradingView
CrowdStrike ist deutlich überbewertet
Daten zeigen, dass CrowdStrike deutlich überbewertet ist. Laut SeekingAlpha liegt das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis des Unternehmens bei 152, höher als der Median des Technologiesektors von 24.
Unter Einbeziehung der Wachstumskennzahlen weist das Unternehmen ein Forward-PEG von 5.40 auf, ebenfalls höher als der Sektormedian von 1.3. Diese Bewertungsmultiplikatoren erklären wahrscheinlich, warum Analysten weniger optimistisch sind.
Daten zeigen, dass mehrere Analysten ihre Kursziele kürzlich gesenkt haben. Rosenblatt Securities senkte das Ziel von $206.25 auf $206, während Needham es auf $235 kürzte. Yi Fu Lee von Benchmark senkte das Ziel auf $230. Obwohl diese Ziele über dem aktuellen Kurs liegen, deuten sie nur auf marginale Gewinne gegenüber dem jetzigen Niveau hin.
Analysten erwarten, dass der Jahresumsatz des Unternehmens in diesem Jahr um 23% auf $5.9 Milliarden wächst, gefolgt von einem weiteren Anstieg auf $6.91 Milliarden im nächsten Jahr. Das Unternehmen verzeichnet zudem weiterhin solides Gewinnwachstum. Trotz dieser starken Fundamentaldaten deuten Bewertung und technische Indikatoren auf eine mögliche kurzfristige Kurskorrektur hin.
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