
Die Finanzdienstleister Corebridge Financial und Equitable Holdings haben einer Fusion in einer reinen Aktientransaktion im Wert von $22 billion zugestimmt und schaffen damit eine diversifizierte Gruppe von Finanzdienstleistungen mit erheblichem Umfang in den Bereichen Altersvorsorge, Versicherung und Vermögensverwaltung.
Das Geschäft sieht vor, dass beide Unternehmen unter einer neuen Muttergesellschaft zusammengeführt werden, die unter dem Namen und der Marke Equitable operieren wird.
Die Aktionäre von Corebridge werden einen 51%-Anteil am kombinierten Unternehmen halten, während die Aktionäre von Equitable den verbleibenden Anteil besitzen.
Die Aktien beider Unternehmen stiegen am Donnerstag um rund 2% und spiegelten damit den Optimismus der Anleger hinsichtlich der strategischen Gründe für die Fusion wider.
Struktur und Führung des kombinierten Unternehmens
Nach den Vereinbarungsbedingungen wird jede Corebridge-Aktie gegen eine Aktie der neuen Muttergesellschaft getauscht, während die Equitable-Aktionäre für jede gehaltene Aktie 1.55516 Aktien erhalten.
Marc Costantini, Chief Executive von Corebridge, wird die Rolle des CEO übernehmen, während Robin Raju, Chief Financial Officer von Equitable, als CFO des kombinierten Unternehmens fungieren wird.
Der Abschluss der Transaktion wird bis zum Jahresende erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und der Zustimmung der Aktionäre.
Fokus auf Skaleneffekte und Diversifikation
Die Unternehmen erklärten, die Fusion ziele darauf ab, durch die Nutzung komplementärer Stärken einen führenden Anbieter in den Bereichen Altersvorsorge, Lebensversicherung, Vermögensverwaltung und Asset Management zu schaffen.
Die kombinierte Gruppe wird rund $1.5 trillion an verwalteten und administrierten Vermögenswerten betreuen und damit ihre Marktreichweite deutlich ausweiten.
Corebridge, das 2022 von AIG abgespalten wurde, ist ein bedeutender Anbieter von Altersvorsorge- und Versicherungsprodukten in den USA.
Equitable bietet unterdessen Lösungen für Altersvorsorge und Absicherung an und besitzt den Vermögensverwalter AllianceBernstein.
Die Fusion wird diese drei Geschäftsbereiche zusammenführen und das Unternehmen als diversifizierten Anbieter von Finanzdienstleistungen mit erweiterten Fähigkeiten positionieren.
Kosteneinsparungen und Synergien im Fokus
Die Unternehmen erwarten, bis 2028 jährliche vorsteuerliche Aufwands-Synergien in Höhe von $500 million zu erzielen, was etwa 10% der kombinierten Aufwandsbasis entspricht.
Robin Raju sagte, ein bedeutender Teil dieser Einsparungen werde durch das Beseitigen von Doppelstrukturen bei Systemen, Dienstleistungsverträgen und Personal erzielt, während zusätzliche Vorteile aus Kapital- und Steuereffizienzen erwartet würden.
Marc Costantini bemerkte, dass der größere Umfang dazu beitragen werde, die Kapitalkosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Er fügte hinzu, dass das kombinierte Unternehmen darauf abzielt, eine der niedrigsten Kostenquoten in der Branche zu erreichen, wodurch größere Investitionen in Wachstum und Personalgewinnung möglich würden.
Pläne zum Ausbau der Vermögensverwaltung
Im Rahmen der Integrationsstrategie planen die Unternehmen, im Laufe der Zeit rund $100 billion an Vermögenswerten von Corebridge an AllianceBernstein zu übertragen.
Dieser Schritt dürfte einen Vermögensverwalter mit nahezu $1 trillion an Vermögenswerten schaffen und die Position der Gruppe in der globalen Investmentlandschaft stärken.
Die Unternehmen erwarten außerdem, dass die Transaktion bis 2028 eine Ergebnissteigerung von mehr als 10% liefert, gestützt auf Kosteneinsparungen und Umsatzsynergien.
Die Fusion spiegelt einen breiteren Trend zur Konsolidierung in der Finanzdienstleistungsbranche wider, da Unternehmen nach Skaleneffekten und Diversifikation streben, um in einem komplexen wirtschaftlichen Umfeld mit Zinsvolatilität und sich wandelnden Kundenbedürfnissen zu bestehen.
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