
Coinbase-unterstütztes x402 hat einen neuen Marktplatz eingeführt, der KI-Agenten dabei helfen soll, digitale Dienste zu finden und dafür zu bezahlen, ohne auf herkömmlichen API-Zugriff angewiesen zu sein.
Nick Prince, Product Lead von Coinbase, sagte in einem auf X veröffentlichten Video am Montag, dass die neue Plattform Agentic.market darauf ausgelegt sei, „Menschen und ihren Agenten Zugang zu Tausenden von Diensten zu geben, ohne dass API-Schlüssel erforderlich sind.“
Prince beschrieb das Produkt als zentrales Drehkreuz für agentengesteuerten Handel und nannte es „ein Schaufenster zum Entdecken, Vergleichen und Nutzen von x402-Diensten.“
Die Plattform bündelt Tools und Dienste, mit denen KI-Systeme direkt interagieren können, einschließlich Integrationen mit Websites wie CoinGecko, Google Flights und X.
Agentic.market startet, während die Nutzung autonomer KI-Systeme weiter zunimmt, die Entdeckung kompatibler Dienste jedoch fragmentiert bleibt.
Prince sagte, dass zwar „Hunderttausende von KI-Agenten ein Transaktionsvolumen in Höhe von Hunderten Millionen erzielt haben“, Nutzer sich aber weitgehend auf verstreute Quellen und informelle Empfehlungen verlassen haben, um kompatible Dienste zu finden.
Marktplatz verknüpft sich mit Infrastruktur für Maschinen-Zahlungen
Auf dem x402-Protokoll von Coinbase aufbauend erweitert der Marktplatz ein im Mai 2025 eingeführtes Zahlungsframework, um Stablecoin-basierte Transaktionen zwischen Maschinen zu ermöglichen.
Frühere Infrastruktur-Updates haben KI-Systeme bereits näher an eine direkte finanzielle Teilnahme herangeführt.
Coinbase’s Agentic Wallets, im Februar eingeführt, ermöglichen es Agenten, Mittel zu halten und Transaktionen innerhalb festgelegter Limits eigenständig durchzuführen, wodurch eine ständige menschliche Genehmigung entfällt.
Diese Wallets enthalten integrierte Schutzmechanismen wie Ausgabenlimits und Compliance-Prüfungen und halten dabei die Private Keys innerhalb der Verwahrungssysteme von Coinbase.
Agentic.market baut auf dieser Grundlage auf und fügt eine Schicht für Entdeckung und Ausführung hinzu.
Eine Weboberfläche ermöglicht es menschlichen Nutzern, verfügbare Dienste zu durchsuchen, während eine separate Programmierschicht KI-Agenten erlaubt, eigenständig zu suchen, zu filtern und Tools zu integrieren.
Prince sagte, Agenten könnten „zur Laufzeit autonom neue Fähigkeiten suchen, filtern und integrieren, ohne menschliches Zutun.“
Jeder Dienst auf der Plattform ist mit vordefinierten „Fähigkeiten“ gekoppelt, die als Anweisungen dienen, wie ein Agent damit interagieren kann.
Agenten sind außerdem mit Wallets ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, für Dienste zu bezahlen oder selbst Dienste anzubieten, wodurch ein zweiseitiger Marktplatz für maschinengetriebene Transaktionen entsteht.
Branchenunterstützung signalisiert Vorstoß in agentengesteuerten Handel
Die Unterstützung für x402 hat sich in den letzten Wochen ausgeweitet, da große Technologie- und Zahlungsunternehmen Standards für KI-gesteuerte Transaktionen definieren.
Google, Microsoft und Amazon Web Services unterstützten Anfang dieses Monats die Gründung der x402 Foundation, die die Entwicklung des Protokolls beaufsichtigen soll.
Zahlungsnetzwerke und Krypto-Firmen haben ebenfalls früh Unterstützung signalisiert, darunter American Express, Mastercard, Visa, Cloudflare, Shopify, Stripe, Circle, Base, Polygon Labs, die Solana Foundation, Thirdweb und KakaoPay.
Parallele Initiativen in der Branche deuten auf einen wachsenden Fokus auf Maschinen-Zahlungen hin.
Wie zuvor von Invezz berichtet, hat Visa ein Kommandozeilen-Tool eingeführt, das KI-Agenten ermöglicht, Transaktionen in Entwicklungs-Workflows zu initiieren, ohne API-Zugangsdaten offenzulegen, während von Stripe unterstützte Infrastrukturprojekte Netzwerke für hochvolumige Agententransaktionen aufbauen.
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