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Das US-Verteidigungsministerium hat 134 in den USA ansässige Unternehmen identifiziert, die nach seiner Behauptung die militärischen Ambitionen Chinas unterstützen.

Die am Dienstag veröffentlichte aktualisierte vollständige Liste umfasst 57 Mutterunternehmen und 77 Tochterunternehmen aus Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Chemieingenieurwesen und Informationstechnologie.

Zu den Namen zählen große Akteure wie Huawei Technologies, der Batteriehersteller CATL und der Technologiekonzern Tencent Holdings.

Dies stellt eine deutliche Zunahme gegenüber den 73 im Januar 2023 gemeldeten Firmen dar und unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Militär-Zivil-Fusion (MCF)-Strategie Pekings.

Chinas „aggressive nationale Strategie“

Laut Pentagon integriert die MCF-Strategie zivile Technologien und Unternehmen in den chinesischen Militär-Industriekomplex.

Das US-Außenministerium hat MCF als „aggressive nationale Strategie“ bezeichnet, die darauf abzielt, die Volksbefreiungsarmee (PLA) bis 2049 zu einer Armee von Weltklasse zu machen.

Das Verteidigungsministerium behauptet, dass gemeinsame Forschungseinrichtungen, Akademien und Privatunternehmen – oft ohne es zu wissen – zu den Fortschritten der PLA beitragen.

Chinesische Unternehmen wehren sich

Einige der benannten Unternehmen haben ihre Aufnahme in die Liste bestritten. Der Batteriehersteller CATL erklärte, er habe sich „nie an militärischen Geschäften oder Aktivitäten beteiligt“ und bezeichnete die Benennung durch das Pentagon als „Fehler“.

Das Unternehmen kündigte an, dass es rechtliche Schritte ergreifen könnte, um das Problem zu lösen.

Ähnlich äußerte sich Tencent Holdings, Chinas größtes Unternehmen gemessen an der Marktkapitalisierung, und bezeichnete die Aufnahme als Missverständnis.

„Das Unternehmen ist weder ein chinesisches Militärunternehmen noch ein Beitrag zur chinesischen Rüstungsindustrie“, erklärte Tencent in einer Erklärung.

Das Unternehmen plant, sich mit dem Pentagon in Verbindung zu setzen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuleiten.

Das Pentagon wird nicht mit diesen Unternehmen zusammenarbeiten

Die Bezeichnung zieht keine sofortigen Sanktionen gegen die aufgeführten Unternehmen nach sich.

Gemäß dem National Defense Authorization Act von 2024 ist das Pentagon jedoch ab Juni 2026 untersagt, mit diesen Einrichtungen zusammenzuarbeiten.

Verteidigungsbeamte argumentieren, dass die erweiterte Liste dazu beiträgt, die US-Interessen vor den potenziellen Risiken zu schützen, die durch Chinas MCF-Strategie entstehen.

Liu Pengyu, Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington, kritisierte den Schritt und sagte der BBC:

Die Praktiken der USA verstoßen gegen die Prinzipien des Marktwettbewerbs und die internationalen Wirtschafts- und Handelsregeln und untergraben das Vertrauen ausländischer Unternehmen in Investitionen und den Betrieb in den Vereinigten Staaten.

Huawei, Tencent und CATL

Die Aufnahme von Firmen wie Huawei, Tencent und CATL unterstreicht die wachsende Kontrolle des Pentagons über chinesische Unternehmen mit Spitzentechnologien.

Obwohl die Aktivitäten vieler dieser Firmen in den USA möglicherweise nicht mit militärischen Anwendungen in Zusammenhang stehen, sind ihre grundlegenden Technologien für Chinas Verteidigungsapparat nach wie vor von Interesse.

Diese Liste spiegelt auch eine umfassendere US-Strategie zur Gegenwehr gegen Chinas Einfluss in kritischen Sektoren wider.

Die nächsten Schritte dieser Unternehmen umfassen die Bewältigung rechtlicher Herausforderungen und möglicherweise die Neugestaltung ihrer US-Geschäfte.

Unterdessen dürften die Ergebnisse des Verteidigungsministeriums weitere Debatten über die wirtschaftliche Entkopplung und die nationale Sicherheit anheizen.

Da die Spannungen zwischen den USA und China weiter zunehmen, könnten die Maßnahmen des Pentagons ein Zeichen für strengere Maßnahmen in Zukunft sein.

Der Fokus auf die militärisch-industriellen Ambitionen Pekings unterstreicht die Schnittmenge zwischen wirtschaftlichem Wettbewerb und nationalen Sicherheitsbedenken und hat potenzielle Auswirkungen auf den Welthandel und die technologische Innovation.

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