China kehrt zur Normalität zurück – ein Signal für Rohstoffe?

Als Ursprungsland der Corona-Krise hat China gegenüber Italien und dem Rest Europa Vorsprung und kann damit als Blaupause für den möglichen Verlauf der Virus-Epidemie gelten. Wie der von der chinesischen Bank CICC erhobene Daily Production Activity Tracker zuletzt zeigte, sind rund siebzig Prozent der chinesischen Wirtschaft wieder aktiv. Der Indikator sammelt Faktoren wie den Verbrauch von Kohle, Frachtraten, Arbeitsmigration und öffentlichen Transport und verdichtet sie zu einem Index. Während der Produktivitätsindex immer nur eine Annäherung an die Realität sein kann, gibt es auch aus der am schlimmsten betroffenen Provinz Hubei gute Nachrichten: In der Millionen-Metropole Wuhan nehmen immer mehr Fabriken ihre Arbeit wieder auf oder planen dies für die kommenden Tage.

Wirtschaftliche Aktivität in China dürfte weiter zulegen

Dies ist auch für die internationalen Lieferketten ein positives Signal, denn unter den Fabriken, die innerhalb der kommenden Woche ihre Arbeit wieder aufnehmen wollen, sind auch Produktionsstätten großer Autobauer wie Nissan oder Renault. Honda hat seine Produktion bereits langsam wieder angefahren. Zuvor hatten die chinesischen Behörden den Unternehmen die Erlaubnis erteilt, wieder an die Arbeitsplätze zurückzukehren. Zunächst war die Erlaubnis nur Herstellern medizinischer Produkte und Transportunternehmen erteilt worden, sie wurde im weiteren Verlauf allerdings auf Antrag auch anderen Unternehmen gewährt. Damit ist zu erwarten, dass die wirtschaftliche Aktivität innerhalb Chinas in den kommenden Wochen weiter ansteigen wird. Dies dürfte auch für Rohstoffe ein positives Signal sein. China gilt trotz des wachsenden Konsums noch immer als Werkbank der Welt und zeichnet für große Teile des weltweiten Rohstoffverbrauchs verantwortlich.

Nickel-Unternehmen erhält Ritterschlag von Investoren

Profiteur des vorsichtigen Comebacks der chinesischen Wirtschaft könnten unter anderem Nickel sein. Während andere Industriemetalle im Zuge der Corona-Krise deutlich Federn lassen mussten, fiel der Verlust bei Nickel geringer aus. Dennoch sind die Aktien von Unternehmen aus dem Sektor zuletzt deutlich unter Druck geraten. Für antizyklische Käufer können sich bei hochwertigen Unternehmen mit der Aussicht auf eine positive Kostenstruktur Chancen ergeben. Ein Beispiel ist das australische Nickel-Unternehmen Blackstone Minerals Ltd. (ASX: BSX; Frankfurt: B9S, WKN: A2DGXT, ISIN: AU000000BSX5), das in Vietnam eine Liegenschaft entwickelt und sich geringe Produktionskosten verspricht. Zuletzt erhöhte trotz der aktuellen Marktlage ein Aktionär seine Beteiligung. Die Delphi Unternehmensberatung AG, die auch an weiteren Junior-Unternehmen aus dem Rohstoffsektor beteiligt ist, baute ihren Anteil auf 17,17 Prozent aus. Blackstone verfügt in Vietnam über ein Projekt, auf dem schon ein Großteil der notwendigen Infrastruktur, wie Transportwege, Energie und eine Verarbeitungsanlage, vorhanden ist.

[Miningscout]

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