
Ein breiterer Ausverkauf im Halbleitersektor belastet die Aktien von Cerebras Systems (CBRS), während das Unternehmen sich darauf vorbereitet, seine Quartalszahlen später heute (nach Börsenschluss) zu veröffentlichen.
Obwohl das an der Nasdaq notierte Unternehmen weithin als „The Nvidia Challenger“ gilt, sind Optionshändler nicht vollständig davon überzeugt, dass der Q1-Bericht ihm in den kommenden Tagen helfen wird, einen Teil der bisherigen Jahresverluste wieder wettzumachen.
Vor der Bekanntgabe der Zahlen liegt die Cerebras-Aktie etwa 30 % unter ihrem Stand zu Jahresbeginn.
Wohin Optionsdaten die Cerebras-Aktie führen
Optionsdaten von Barchart zeigen, dass das Put/Call-Verhältnis für Kontrakte mit Ablauf am Jun. 26 zur Zeit der Erstellung bei 1.75 liegt, was eine sehr starke bärische Schieflage signalisiert.
Der Ausübungspreis für diese Kontrakte liegt derzeit bei etwa $187, was darauf hindeutet, dass die CBRS-Aktie ihren Sturz voraussichtlich fortsetzen und bis Ende dieser Woche weitere 12.7 % verlieren wird.
Entscheidend ist, dass technische Indikatoren ebenfalls weitere Abwärtsbewegungen begünstigen. Cerebras fiel heute Morgen unter seinen 20-Tage-MA, was darauf hindeutet, dass die Bären kurzfristig wieder die Kontrolle übernommen haben.
Außerdem liegt der Relative-Stärke-Index (RSI) des Unternehmens derzeit im unteren 40er-Bereich, was das Potenzial für weitere Rückgänge bestätigt, bevor die Aktie in den Bereich „überverkauft“ abrutscht.

CBRS-Aktien sind vor dem Q1-Ergebnis überbewertet
Optionshändler bleiben bei Cerebras-Aktien vorwiegend bärisch, hauptsächlich weil sie derzeit zu einem aufgeblähten Kurs‑Umsatz‑Verhältnis (P/S) von rund 91x gehandelt werden.
Und das obwohl allgemein erwartet wird, dass das Unternehmen im fiskalischen Q1 weiterhin Verluste schreiben wird; der Konsens der Analysten liegt derzeit bei negativen $0.14 pro Aktie für das erste Quartal.
Zudem liegen die Schätzungen für CBRS‘ Umsatz zum Zeitpunkt der Erstellung bei rund $57 Millionen, was bedeuten würde, dass das Halbleiterunternehmen 2026 voraussichtlich einen Umsatzrückgang im Jahresvergleich verzeichnen wird; die Einnahmen lagen im Vorjahr bei $510 Millionen.
Angesichts dieser Zahlen wird es zunehmend schwerer, das aktuelle Bewertungsvielfache von Cerebras Systems zu rechtfertigen, das mit weitem Abstand über dem des Chip‑Sektorenführers Nvidia liegt, der nur bei etwa 23x Umsatz steht.
Investoren nutzen Kurs‑Umsatz‑Verhältnisse, um die Bewertung eines Unternehmens im Verhältnis zu den erwarteten Umsätzen zu beurteilen.
Mit dem Wachstum von Online-Investmentplattformen ist das Verfolgen solcher Kennzahlen für Marktteilnehmer deutlich einfacher und zugänglicher geworden.
Wie Anleger Cerebras Systems auf dem aktuellen Kursniveau handeln können
Zur Bewertungsproblematik der CBRS-Aktie kommt der Nachhall ihres spektakulären Börsengangs (IPO) im vergangenen Monat hinzu.
Mit dem Listing am May 14th zu stolzen $185 je Aktie und einem kurzzeitigen Anstieg über $380 ist Cerebras seitdem dem harten Post‑IPO-Gewinnmitnahmegeschäft und dem abkühlenden Hype um KI‑Infrastruktur zum Opfer gefallen.
Während die Hardware des Unternehmens an sich unbestreitbar revolutionär bleibt – mit dem monolithischen WSE-3-Prozessor, der darauf ausgelegt ist, traditionelle Multi‑Chip‑Engpässe zu umgehen – verlagern Analysten ihren Fokus von theoretischer Rechenleistung hin zur tatsächlichen sequentiellen Ausführung.
Damit Cerebras Systems Inc seine volatile Aktie stabilisieren kann, muss das Management die heutige Telefonkonferenz nutzen, um konkrete Kunden‑Diversifizierungsmaßnahmen darzulegen und sicherzustellen, dass die immense Rechenleistung in ein nachhaltiges, wachsendes Auftragsbuch übersetzt wird.
Dennoch stuft die Wall Street CBRS weiterhin als „Strong Buy“ ein, mit einem bullischen durchschnittlichen Kursziel von etwa $289.
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