BYD Company

Während die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in den USA und Europa nachlässt, ist der chinesische Elektroautohersteller BYD auf dem besten Weg, Tesla in diesem Jahr bei den Fahrzeugverkäufen zu überholen. Trotz der Einführung von Zöllen auf chinesische Elektroautos in diesen Regionen, um lokale Hersteller zu fördern und politische Ziele zu erreichen, floriert BYD durch die Ausweitung seiner Marktpräsenz weltweit, insbesondere in anderen asiatischen Ländern.

BYDs kometenhafter Aufstieg auf dem EV-Markt

Das schnelle Wachstum von BYD sorgt für Aufsehen und das Unternehmen steht kurz davor, Tesla in diesem Jahr bei den Elektrofahrzeugverkäufen zu überholen.

Diese beeindruckende Entwicklung ist trotz der Zollschranken in den USA und Europa zu beobachten.

BYD hat vor Kurzem eine Investition von einer Milliarde US-Dollar in der Türkei angekündigt, eine Fabrik in Thailand eröffnet und arbeitet mit dem Mega Conglomerate zusammen, um den Betrieb in Pakistan aufzubauen.

Diese Expansionen sind zwar vielversprechend, das Wachstum des Unternehmens könnte jedoch durch möglichen Widerstand aus den USA und Europa behindert werden, die BYDs Einfluss auf den Schwellenmärkten begrenzen möchten.

Teslas Probleme und BYDs Wettbewerbsvorteil

Tesla, der Hauptkonkurrent von BYD, veröffentlichte einen glanzlosen Quartalsbericht mit einem Gewinn pro Aktie von 0,52 US-Dollar und blieb damit hinter den Schätzungen der Analysten von 0,62 US-Dollar zurück. Dies entspricht einem Rückgang von 43 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im Gegensatz dazu hat BYD seine mengenmäßige Überlegenheit bereits unter Beweis gestellt: Im vierten Quartal des Vorjahres wurden 526.049 Elektrofahrzeuge ausgeliefert, Tesla dagegen 484.507.

Trotz des steigenden Verkaufsvolumens von BYD bleibt Tesla gemessen an der Marktkapitalisierung der größte Automobilhersteller. Mit einer Marktkapitalisierung von 786 Milliarden US-Dollar liegt Tesla deutlich vor BYD mit 100 Milliarden US-Dollar.

Buffett reduziert BYD-Anteil unter 5%

Während BYD so erfolgreich wird, reduziert Warren Buffett weiterhin seinen Anteil an dem Unternehmen. Sein jüngster Schritt reduzierte seinen Anteil von 5,06% auf 4,94%, was bedeutet, dass er seine Aktienverkäufe nicht mehr an der Hongkonger Börse melden muss.

Wenn Berkshire Hathaway Anteile an einem Unternehmen verkauft, erleidet der Aktienkurs normalerweise einen Einbruch. BYD bildete jedoch eine Ausnahme, unter anderem weil Buffett seinen Anteil seit Jahren schrittweise reduziert.

2008 hielt Berkshire zeitweise einen Anteil von 40 % an BYD. Selbst als die BYD-Aktie 2022 ein Allzeithoch erreichte, hielt Buffett immer noch über 20 %. In den letzten zwei Jahren hat er über 75 % dieses Anteils verkauft.

Die Sicht der Analysten auf Buffetts Schritt

Analysten sind sich im Allgemeinen einig, dass Buffetts fortgesetzte Desinvestition bei BYD nicht überraschend ist. Analyst Angus Chan merkte an: „Es ist eine rentable Investition, aber letztendlich wird Berkshire alle seine BYD-Anteile verkaufen.“

Joel Ying von Nomura vermutet unterdessen, dass diese Verkäufe teilweise auf geopolitische Spannungen zurückzuführen seien.

Berkshire Hathaway hat eine strategische Neuausrichtung hin zu mehr Möglichkeiten in den USA angedeutet.

Dieser Wandel spiegelt sich in Buffetts jüngsten Maßnahmen wider, darunter der vollständige Verkauf seiner Anteile an der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company aufgrund der politischen Spannungen zwischen Taiwan und China.

Da BYD weltweit weiter wächst, ist die Fähigkeit des Unternehmens, diese Hindernisse zu umschiffen, von entscheidender Bedeutung für die Beibehaltung seines Aufwärtstrends.

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