
Broadcom (NASDAQ: AVGO) hat sich im vergangenen Monat seitwärts bewegt, da die jüngste bullishe Dynamik nachließ. Diese Konsolidierung könnte die Ruhe vor dem Sturm sein, denn vor den Quartalszahlen am 3. Juni hat sich eine bullische Flagge gebildet.
Broadcom-Aktie hat ein riesiges bullisches Flaggenmuster ausgebildet
Das Tageschart zeigt, dass sich der AVGO-Kurs in den kommenden Tagen oder Wochen auf einen massiven Anstieg vorbereitet. Der Hauptgrund für diese Einschätzung ist, dass sich am 30. März dieses Jahres eine riesige bullische Flagge zu bilden begann.
Dieses Muster besteht aus zwei zentralen Teilen: einer vertikalen Linie, die einer Fahnenstange ähnelt, und einem horizontalen oder diagonalen Kanal. In diesem Fall begann die Fahnenstange bei $290 und endete bei $428, was eine Höhe von $138 ergibt.
Die Aktie ist nun in den Flaggenbereich übergegangen, in dem sie sich seit dem 22. April befindet. In den meisten Fällen führt dieses Muster typischerweise zu einem starken bullischen Ausbruch, wobei das Kursziel durch Addition des Ausbruchspunkts und der Höhe geschätzt wird.
Ein genauerer Blick zeigt außerdem, dass sich eine Tasse‑mit‑Henkel‑Formation ausbildet. In diesem Fall liegt die Oberkante der Tasse bei $415, die Unterkante bei $290, was eine Höhe von $125 ergibt. Die aktuelle Konsolidierung ist Teil des Henkel-Bereichs.
Daher deuten die Kombination aus bullischer Flagge und Tasse‑mit‑Henkel auf weitere Zugewinne hin. Das anfängliche Ziel ist das bisherige Jahreshoch von $441. Ein Ausbruch über dieses Niveau würde auf zusätzliche Gewinne hinweisen, möglicherweise bis etwa $500 nach den Quartalszahlen.

AVGO-Aktienchart | Quelle: TradingView
Broadcom ist ein großer Profiteur des KI-Booms geworden
Der anhaltende KI-Boom hat Broadcom zu einem der größten Profiteure gemacht, und dieser Trend dürfte sich voraussichtlich fortsetzen. So ging das Unternehmen eine mehrjährige, mehrere Milliarden Dollar schwere Vereinbarung mit OpenAI ein, um kundenspezifische Chips zu entwickeln. Die beiden Unternehmen werden außerdem zehn Megawatt an von OpenAI entworfenen KI-Beschleunigern bereitstellen.
Der jüngste Ergebnisbericht zeigte, dass das Geschäft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 weiter gewachsen ist. Der Umsatz stieg um 29% auf $19.3 billion, während der GAAP-Nettogewinn auf $7.3 billion anstieg und die Non-GAAP-Zahl auf über $10 billion kletterte.
Ein Blick in den Ergebnisbericht zeigt, dass das Geschäft mit KI‑Halbleiterlösungen $8.4 billion einbrachte, ein Plus von 106% im Jahresvergleich. Dieses Wachstum ist größtenteils auf kundenspezifische KI‑Beschleunigerlösungen und Networking zurückzuführen.
Analysten an der Wall Street sind optimistisch bezüglich Broadcoms Umsatz- und Profitabilitätswachstum. Die Durchschnittsschätzung geht davon aus, dass der Jahresumsatz in diesem Jahr um 61% auf $103 billion steigen wird, gefolgt von $158 billion im nächsten Jahr.
Ähnlich wird erwartet, dass der Gewinn je Aktie (EPS) von $6.8 im Vorjahr auf $18.26 im nächsten Jahr ansteigt. Infolgedessen wird das Unternehmen die Aktionärsrenditen weiter erhöhen. Im ersten Quartal gab es Rückflüsse an Aktionäre in Höhe von $10.9 billion, wobei Aktienrückkäufe von über $7.8 billion durchgeführt wurden.
Dennoch sorgt bei Anlegern vor allem die Tatsache für Besorgnis, dass Broadcom zu den am stärksten überfüllten Titeln an der Wall Street gehört. In manchen Fällen tendieren stark überfüllte Aktien zu Rücksetzern, wenn Investoren Gewinne realisieren.
Besonders auffällig ist die Sorge, dass das Unternehmen stark überbewertet sein könnte. Es weist ein Forward‑Kurs‑Umsatz‑Verhältnis von 47 auf, deutlich über dem Sektor‑Median von 32. Dieses Multiple liegt deutlich über dem von NVIDIA und Micron, Unternehmen mit schnellerem Wachstumsprofil. Daher müssten die Ergebnisse stärker ausfallen als erwartet, um die Bewertung zu rechtfertigen.
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