
Ein parteiübergreifender parlamentarischer Ausschuss im Vereinigten Königreich hat einen sofortigen Stopp von Spenden in Kryptowährungen an politische Parteien gefordert.
Er warnte, dass die bestehenden Schutzmaßnahmen nicht stark genug seien, um Risiken für die nationale Sicherheit und die Integrität der Demokratie zu verhindern.
In einem Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, forderte der Joint Committee on the National Security Strategy die Regierung auf, das Representation of the People Bill zu ändern und ein vorübergehendes Verbot einzuführen, bis klarere regulatorische Leitlinien vorliegen.
Die Empfehlung erfolgt, da die Sorge über ausländische Einflussnahme, Transparenzlücken und den raschen Anstieg kryptogebundener politischer Finanzierung wächst.
Ausschuss warnt vor Sicherheitsrisiken
Der Ausschuss erklärte, Krypto-Spenden stellten ein vermeidbares Risiko für das System der Parteienfinanzierung im Vereinigten Königreich dar.
Er warnte, dass digitale Vermögenswerte es erschweren können, die Herkunft von Mitteln nachzuverfolgen, und Bedenken aufwerfen, dass externe Akteure versuchen könnten, politische Ergebnisse zu beeinflussen.
Der Bericht stellte einen Zusammenhang dieser Risiken mit größeren geopolitischen Spannungen her und stellte fest, dass ausländische Staaten versuchen könnten, die Positionen des Vereinigten Königreichs in Schlüsselangelegenheiten wie den Beziehungen zu den USA, der Europäischen Union und zur Ukraine zu beeinflussen.
Er erklärte, das Fehlen strenger Schutzmaßnahmen mache Krypto derzeit zu einem ungeeigneten Kanal für politische Finanzierung.
Um diese Bedenken zu adressieren, schlugen Gesetzgeber ein sofortiges Moratorium vor, bis die Electoral Commission vor der nächsten Parlamentswahl, die bis August 2029 stattfinden muss, gesetzliche Leitlinien herausgibt.
Strengere Regeln zur Parteienfinanzierung
Über das vorgeschlagene Verbot hinaus skizzierte der Ausschuss ein umfassenderes Reformpaket mit dem Ziel, die Aufsicht zu stärken.
Er empfahl die Schaffung einer Einheit zur Durchsetzung der Parteienfinanzierung zur Überwachung von Spenden und Durchsetzung der Vorschriften.
Gesetzgeber forderten außerdem, die Meldegrenze für politische Spenden von 11,180 pounds auf 500 pounds zu senken, um die Transparenz bei kleineren Beiträgen zu verbessern.
Darüber hinaus schlug der Bericht vor, die Höchststrafe für Straftaten im Zusammenhang mit ausländischer Finanzierung auf drei Jahre Haft anzuheben.
Diese Maßnahmen sollen Lücken im aktuellen System schließen und sicherstellen, dass alle Quellen politischer Finanzierung ordnungsgemäß geprüft werden.
Zunehmende Kontrolle von Krypto-Spenden
Die Debatte um Krypto in der Politik hat sich im vergangenen Jahr verschärft.
Reform UK wurde 2025 zur ersten Partei des Landes, die Kryptowährungsspenden annahm, was eine Verlagerung in der Fundraising-Praxis der Parteien markiert.
Die Partei gab später eine Spende in Höhe von $4 million von Krypto-Investor Christopher Harborne im vierten Quartal 2025 bekannt, nachdem im vorherigen Quartal bereits eine Zuwendung von $12 million erfolgt war.
Der Ausschuss sagte, solche Spenden unterstreichen die Dringlichkeit klarerer Regeln, insbesondere da Umfang und Häufigkeit von Krypto-Spenden zunehmen.
Druck auf die Regierung steigt
Der politische Druck für strengere Regulierung hat parteiübergreifend zugenommen.
Anfang dieses Jahres schrieben sieben ranghohe Labour-Abgeordnete an Premierminister Keir Starmer und forderten ein Verbot von Krypto-Spenden mit Verweis auf Bedenken hinsichtlich Transparenz und ausländischer Einmischung.
Die Angelegenheit wird außerdem seit Dezember 2025 überprüft, als Gesetzgeber damit begannen, zu prüfen, ob die bestehenden Regeln ausreichend sind, um die mit digitalen Vermögenswerten verbundenen neu auftretenden Risiken zu bewältigen.
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