
Die Rohölpreise setzten ihren Anstieg auf Hyperliquid fort, da Anleger auf die sich zuspitzende Eskalation zwischen den USA und dem Iran reagierten. Brent sprang auf $88,7, wobei das 24‑Stunden‑Volumen auf $59 Millionen anstieg. West Texas Intermediate (WTI), der US‑Referenzpreis, stieg auf $83,62, das Volumen erhöhte sich auf $111,2 Millionen.
Rohölpreise steigen bei Eskalation im US‑Iran‑Konflikt
Brent‑ und WTI‑Preise setzten an diesem Wochenende ihre Erholung fort, als der US‑Iran‑Konflikt eskalierte. Die USA führten die achte Angriffsrunde gegen wichtige iranische Anlagen durch, wobei Regierungsvertreter andeuteten, dass weitere Angriffe wahrscheinlich seien. Laut Axios haben die USA zusätzliche Luftbetankungsflugzeuge nach Israel entsandt, um sich auf weitere Angriffe vorzubereiten.
Die aktuelle Angriffsphase scheint schwerwiegender zu sein, wobei sich die USA auf wesentliche zivile Infrastrukturprojekte wie Straßen und Brücken konzentrieren. Der Iran hat hingegen gewarnt, er werde die Bedingungen des mit den USA getroffenen Abkommens nicht weiter einhalten.
Er hat auch seine Golfnachbarn vor anhaltenderen Angriffen in den kommenden Wochen gewarnt. Am Wochenende griff er eine wichtige Entsalzungsanlage in Kuwait an, wobei Beamte warnten, dass Flughäfen und andere kritische Infrastrukturprojekte getroffen würden. Infolgedessen besteht die Sorge, dass sich dies zu einem Dauerkrieg entwickelt.
US‑Ölbestände sind stark gesunken
Das alles geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem Analysten warnen, dass die Puffer, die in der ersten Phase des Kriegs einen dramatischeren Preissprung verhindert hätten, nicht mehr vorhanden seien. Ein aktueller FT‑Bericht zitierte Amrita Sen von Energy Aspects, die warnte, dass die zu Kriegsbeginn rund 400 Millionen Barrel überschüssiger Vorräte weitgehend aufgebraucht seien. Sie sagte:
„Jetzt haben wir so gut wie nichts. Die Selbstzufriedenheit in Bezug auf die Strömungen durch den Hormus wird ernsthaft auf die Probe gestellt.”
Aktuelle Daten aus den USA zeigen, dass die Ölbestände weiterhin gefallen sind. Ein Bericht der Energy Information Administration (EIA) zeigte, dass die Bestände in der Vorwoche um 1,7 Millionen Barrel zurückgingen.
Gleichzeitig zeigen Schiffsverfolgungsdaten, dass der Verkehr durch die Straße von Hormus in diesem Monat weiter abgenommen hat. In den letzten 24 Stunden fuhren nur zehn Schiffe durch die Straße, 444 weitere warteten.
Das Schlimmste daran ist, dass es für die aktuelle Phase des Konflikts keinen leichten Ausweg gibt, da das vor drei Wochen unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) gescheitert ist.
Der Iran wird keinen Anreiz haben, die Gespräche mit den USA wieder aufzunehmen, da das Land während der Verhandlungen mindestens dreimal angegriffen hat. Das geschah im Juni des vergangenen Jahres, im Februar und nun während des MoU.
Der Iran hätte zudem Anreize, den Krieg zu verlängern und möglicherweise das Rote Meer zu schließen, was die Menge des auf den Markt kommenden Öls dramatisch reduzieren würde. Er hat außerdem gewarnt, dass er Fujairah ins Visier nehmen werde, einen weiteren Ort, von dem Öl noch in den Markt fließt.
Technische Analyse der Rohölpreise

Brent‑Rohölpreis‑Chart | Quelle: TradingView
Der Vierstunden‑Chart zeigt, dass der Brent‑Rohölpreis auf den höchsten Stand seit dem 12. Juni gesprungen ist. Er ist damit um mehr als 25 % gegenüber seinem Tief im Juni gestiegen.
Besonders bemerkenswert ist der Ausbruch über die bullische Wimpelformation, die aus einer senkrechten Linie und einem symmetrischen Dreieck besteht. Er durchbrach außerdem den wichtigen Widerstand bei $83,25, seinem höchsten Punkt am 17. Juni.
Das Öl hat zudem eine Tassen‑und‑Henkel‑Formation ausgebildet und den 50‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) überschritten. Daher dürfte der Preis voraussichtlich weiter steigen, möglicherweise bis zur wichtigen Widerstandsmarke von $100.
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