
Der brasilianische Brauereigigant Ambev verzeichnete im vierten Quartal einen starken Anstieg seines bereinigten Nettogewinns, obwohl das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld mit rückläufigen Gesamtvolumina zu kämpfen hatte.
Für das Quartal Oktober bis Dezember meldete das Unternehmen laut einer offiziellen Wertpapiererklärung vom Mittwoch einen Anstieg des bereinigten Nettogewinns um 7,5 % auf 5,02 Milliarden Reais (874,63 Millionen US-Dollar).
Obwohl die Gewinnzahlen für das Quartal solide sind, standen die Volumina aufgrund der Unsicherheiten bei der Nachfrage in den Hauptmärkten von Ambev unter Druck.
Das Gesamtvolumen sank im Berichtszeitraum um 3,2 %, beeinflusst durch die schwächeren Marktbedingungen in Argentinien und das ungünstige Wetter in Brasilien.
Dennoch konnte Ambev ein organisches Wachstum des Nettoumsatzes von 4,2 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, was 27,04 Milliarden R$ entspricht.
Dieses starke Wachstum wurde durch Preisstrategien und höhere Erlöse pro Hektoliter in den wichtigsten Märkten angetrieben.
Marktanteilsgewinne
Ambev schätzt, dass es im Jahr 2024 Marktanteile gewonnen hat, wobei seine Megamarken Verbesserungen in der Markenbekanntheit zeigten.
Im Premium- und Super-Premium-Segment stiegen die Volumina im niedrigen zweistelligen Bereich, angeführt von Corona und Spaten.
Laut Unternehmensangaben haben diese Marken ihre Premium-Volumina im Vergleich zu 2020 mehr als verdreifacht.
Im Kernsegment plus verzeichnete Budweiser einen deutlichen Mengenanstieg mit einem prozentualen Wachstum im hohen vierziger Bereich.
Im Kernsegment wuchsen Brahma und Antarktis gemeinsam im mittleren einstelligen Bereich, wobei Brahma Rekordmengen erreichte.
Ambev blieb führend im Segment alkoholfreier Biere und konzentrierte sich auf Innovationen.
Etwa 57 % des Wachstums der Corona-Familie stammten aus neuen Verpackungsformaten und dem Erfolg von Corona Cero.
Ambev-Prognose 2025
Ambev erwartet aufgrund steigender Rohstoffpreise und Währungsabwertung Kostendruck im Jahr 2025.
Das Unternehmen prognostiziert einen Anstieg der Herstellkosten (COGS) pro Hektoliter, ohne Abschreibungen und Amortisationen, zwischen 5,5 % und 8,5 %.
Wichtigste Kostentreiber:
- Steigende Aluminiumpreise und ein schwächerer brasilianischer Real werden voraussichtlich die Kosten in die Höhe treiben.
- Die Prognosen gehen von stabilen Rohstoffpreisen und Wechselkursen aus, bleiben aber Risiken und Unsicherheiten unterworfen.
„Dennoch werden wir weiterhin daran arbeiten, Chancen zu finden und die Effizienz zu steigern, um unser Ziel der Ausweitung der konsolidierten Margen zu verfolgen“, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung.
Anleger jubeln über die Gewinne.
Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Ambev-Quartalszahlen verbesserte sich die Anlegerstimmung.
Die Ambev-Aktien stiegen im frühen Handel in São Paulo um mehr als 5 % und gehörten damit zu den Top-Gewinnern des lokalen Leitindex Bovespa, der um 0,4 % zulegte.
Die Anleger sind optimistisch hinsichtlich der Fähigkeit des Unternehmens, die kommenden Herausforderungen in naher Zukunft zu meistern, und hinsichtlich der allgemeinen Aussichten des Unternehmens nach dieser Marktreaktion.
Während Ambev weiterhin die Komplexitäten des Getränkesektors meistert, zeigt der jüngste finanzielle Erfolg eine Kombination aus strategischer Anpassungsfähigkeit und starkem operativem Management.
Obwohl die Aussichten für 2025 aufgrund höherer Inputkosten und Marktinstabilität vorsichtig bleiben, könnte Ambevs Engagement, Wachstumschancen zu nutzen, dem Unternehmen langfristig zugutekommen.
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