Brazil’s CADE opened an antitrust probe into Microsoft after Opera’s complaint over Edge as default browser.

Die brasilianische Kartellbehörde CADE hat auf Ersuchen der norwegischen Browserfirma Opera, die eine formelle Beschwerde bei der Regulierungsbehörde eingereicht hatte, eine Untersuchung gegen den US-Technologieriesen Microsoft eingeleitet .

Bei der Untersuchung geht es um die Frage, ob Microsoft seine Konkurrenten zu Unrecht daran gehindert hat, Benutzer anzumelden, weil sein Edge-Browser auf allen Systemen, auf denen Windows ausgeführt wird, installiert und als Standard festgelegt ist.

Wie die Beschwerde, die Opera am Dienstag eingereicht hat, bezieht sich auch die Verwaltungsuntersuchung, die am späten Donnerstag in einer CADE-Erklärung angekündigt wurde, auf das angebliche Monopol auf dem Browsermarkt.

Opera behauptete, dass Microsofts Praxis, Edge mit Windows zu bündeln, das Spielfeld gegenüber konkurrierenden Browsern kippt, was laut Opera eine Verletzung des Wettbewerbs auf der Grundlage von Produkten darstellt.

In der Klage werden Daten vom Juni zitiert, die zeigen, dass Opera einen Anteil von 6,78 % am brasilianischen Desktop-Browser-Markt hat. Microsofts Edge folgt mit 11,52 % und Google Chrome mit einem Anteil von 75 %.

Opera hat gesagt, dass Microsofts Praktiken der Framework-Integrationen Edge einen unfairen Vorteil verschaffen, selbst bei einem so kleinen Marktanteil.

Zeitplan und Umfang des CADE

CADE sagte, Microsoft habe bis zum 15. August Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren.

Die Untersuchung der Regulierungsbehörde wird sich nicht nur auf die Edge-Bündelung konzentrieren, sondern auch auf die breiteren Geschäftspraktiken von Microsoft, einschließlich Windows-Lizenzen, Microsoft 365 und dem Jumpstart-Programm des Unternehmens.

Jumpstart ermöglicht es Microsoft-Kunden, autonome KI-Agenten zu erstellen, die alltägliche digitale Aufgaben ausführen, als Teil der gesamten KI-Monetarisierungsstrategie des Unternehmens.

Andere große Technologieunternehmen haben ähnliche Tools eingeführt, aber der Fokus von CADE auf die Initiative spiegelt eine wachsende Besorgnis darüber wider, wie solche Produkte dominante Akteure weiter festigen können.

Die Untersuchung zeigt, wie KI-bezogene Dienste zunehmend einer breiteren kartellrechtlichen Prüfung unterliegen, insbesondere wenn sie an bereits beliebte Softwareplattformen wie Windows gebunden sind.

Die seit langem bestehenden Probleme der Oper

Dies ist nicht der erste Streit zwischen Opera und Microsoft über die Browserkonkurrenz. Im Dezember 2007 reichte Opera eine ähnliche Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein, die sich auf den damals dominierenden Internet Explorer von Microsoft konzentrierte.

Im Jahr 2013 kam die Europäische Union zu dem Schluss, dass Microsoft seiner Verpflichtung, Windows-Kunden eine Browserauswahl anzubieten, nicht nachgekommen war, was zu einer beispiellosen Geldstrafe von 561 Millionen Euro (640 Millionen US-Dollar) führte.

Die brasilianische Instanz erinnert an frühere Bedenken, aber die Umgebung hat sich verändert: Edge hat den Internet Explorer ersetzt und KI spielt nun eine wichtige Rolle in Produktökosystemen.

Microsoft schweigt vorerst

Laut Reuters hatte Microsoft nicht auf E-Mail-Anfragen nach Kommentaren zu der CADE-Untersuchung geantwortet.

Das Unternehmen hat seine Taktiken zur Softwareintegration zuvor als benutzerfreundlich mit Leistung, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit gerechtfertigt.

Die Entscheidung von CADE, formell eine Untersuchung einzuleiten, zeigt die Bereitschaft des Unternehmens, zu untersuchen, wie digitale Plattformen die Marktdominanz durch Produktdesign und Servicebündelung verstärken können – insbesondere wenn kleinere Wettbewerber Bedenken äußern.

Breitere Auswirkungen auf Big Tech

Die brasilianische Untersuchung steht vor dem Hintergrund eines wachsenden Stapels globaler kartellrechtlicher Hindernisse, die Microsoft und anderen Technologieunternehmen in den Weg stehen.

Da sich digitale Dienste zu KI- und Produktivitätsökosystemen entwickelt haben, interessieren sich die Regulierungsbehörden zunehmend dafür, ob Standardeinstellungen und gebündelte Tools etablierte Unternehmen in unfairer Weise begünstigen oder nicht.

Obwohl es keine formellen Anklagen gibt, könnte die Untersuchung von CADE nachgelagerte Auswirkungen auf den Vertrieb und die Vermarktung von Browsern und KI-Tools innerhalb der brasilianischen Grenzen und möglicherweise darüber hinaus haben.

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