
Bank of America ruft Anleger dazu auf, das Tempo zu drosseln.
Da der S&P 500 nun das Jahresendziel der Bank of America von 7.430 erreicht hat, raten die Strategen der Firma dazu, das Rallye-Chasing mit Vorsicht anzugehen.
Laut BofA beginnen mehrere wichtige technische Indikatoren Warnsignale zu zeigen, was darauf hindeutet, dass das allgemeine Risiko-Ertrags-Profil des Marktes weniger attraktiv wird.
Das Unternehmen sieht die Bedingungen zunehmend in Richtung einer möglichen Sommerkorrektur tendieren.
Warum BofA für diesen Sommer Probleme erwartet
Den Strategen der Bank of America zufolge hat die jüngste Erholung, ausgelöst durch nachlassende Spannungen im Nahen Osten, eine sich verschlechternde Grundlage unter der Oberfläche überdeckt.
Während die Leitindizes kletterten, erzählten interne Marktmechaniken eine andere Geschichte.
In seiner Research-Notiz wies das Investmenthaus auf eine nachlassende Marktbreite – weniger Aktien, die an der Rallye teilnehmen – und divergierende Momentum-Signale als die wichtigsten Warnsignale hin.
Dies seien klassische Anzeichen für einen Markt, der „auf Dampf läuft“ statt auf echter Überzeugung, fügten die Analysten hinzu.
BofAs Basisszenario empfiehlt nun, trendfolgende Long-Positionen bis Juni zu halten – darüber hinaus verschiebt sich die Rechnung jedoch.
Die Strategen warnen vor einem erhöhten Korrekturrisiko im Zeitraum Juni bis September, ein Dreimonatsfenster, das sie als kritische Verwundbarkeitszone für Aktienportfolios hervorheben.
Wie geht es für US-Aktien nach dem Sommer weiter?
Trotz der kurzfristigen Vorsicht bleibt Bank of America langfristig deutlich bullisch.
Die Strategen sind überzeugt, dass der US-Aktienmarkt nach dem sommerlichen Durcheinander wieder Tritt fassen und im vierten Quartal 2026 eine „bedeutende“ Erholung zeigen wird.
Diese Sicht stützt sich auf historische Muster: Das zweite Jahr eines US-Präsidentschaftszyklus war typischerweise günstig für den Aktienmarkt.
Blickt man über die erwartete Korrektur hinaus, sieht BofA den S&P 500 bis zum Ende 2026 wieder bei 8.000 – ein Ziel, das zusätzliches Gewicht erhält, da Goldman Sachs eine ähnliche Prognose veröffentlicht hat.
Diese Übereinstimmung zwischen zwei der größten Investmenthäuser an der Wall Street signalisiert einen breiten institutionellen Konsens darüber, wohin sich die US-Aktien, vertreten durch die Benchmark-Indizes, letztlich bewegen.
Wie Anleger jetzt mit US-Aktien umgehen sollten
Der von BofA empfohlene Plan ist kein Aufruf zur Panik – sondern taktische Disziplin.
Anleger, die der späten Frühjahrsmomentum-Rallye gefolgt sind, werden angewiesen, dieses Zeitfenster konstruktiv zu nutzen: bestehende Exposures absichern, jüngste Gewinne realisieren und sich defensiv positionieren, bevor das Unternehmen einen unvermeidlichen saisonalen Liquiditätsabfluss erwartet.
Vollständig aus Long-Positionen auszusteigen, ist nicht der Rat; vielmehr geht es darum, die „Verwundbarkeit“ zu verringern, bevor die erwarteten Turbulenzen eintreten.
Für langfristige Investoren lautet die Botschaft Geduld – die möglicherweise rauen Monate durchstehen, und der Weg zu 8.000 bleibt intakt.
Hinweis: Das Jahresendziel der Bank of America für den S&P 500 sieht von den aktuellen Niveaus aus noch einen weiteren Anstieg um 7 % vor.
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