
Die Bloom Energy-Aktie bewegt sich von schlecht zu noch schlechter, nachdem sie auf $206 abgestürzt ist, den niedrigsten Stand seit April letzten Jahres. BE ist damit über 40% vom Allzeithoch gefallen, da anhaltende Sorgen um die Bewertung und die Rechenzentrumsbranche bestehen. Durch diesen Rückgang fiel die Marktkapitalisierung von $98.7 billion auf $58 billion.
Bloom Energy-Aktie stürzte ab, als zentrale Sorgen auftauchten
Bloom Energy ist ein führendes Unternehmen, das vor Ort Energie für verschiedene Branchen wie den Einzelhandel und Rechenzentren bereitstellt. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen wie Nebius, CoreWeave, Walmart, Equinix und Honda.
Obwohl Bloom seit über 25 Jahren in der Branche tätig ist, rückte sein Geschäft während des Booms bei Rechenzentren in den Fokus. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen mehrere Multi‑Milliarden‑Dollar‑Deals unterzeichnet, die seine Aktie auf ein Rekordhoch getrieben haben.
Der Boom hat das Umsatzwachstum beflügelt. Die jüngsten Zahlen zeigten, dass der Umsatz um 130% auf $751 million sprang. Dieses Umsatzwachstum wurde von der Rechenzentrumsbranche getragen, ein Trend, der sich mittelfristig fortsetzen könnte.
Die Bruttomarge stieg weiter und erreichte 30%, während das operative Ergebnis auf $72 million kletterte. Auffallend ist, dass das Unternehmen erwartet wird, auch kurzfristig weiter zu wachsen.
Der Jahresumsatz dürfte in diesem Jahr auf $3.75 billion ansteigen, ein Plus von 85% gegenüber dem Vorjahr. Im nächsten Jahr werden $4.7 billion erwartet, ein Anstieg von 73% im Jahresvergleich. Es ist wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Zahlen höher ausfallen, wie die letzten Quartale gezeigt haben.
Die Aktie ist aus mehreren Gründen in den vergangenen Wochen eingebrochen. Erstens ist dieser Rückgang größtenteils auf das Geschehen am Aktienmarkt zurückzuführen, wo viele Unternehmen, die im KI‑Boom stark waren, zurückgegangen sind. Dazu zählen bekannte Namen wie CoreWeave, Nebius und SanDisk.
Zweitens bestehen Sorgen um die Rechenzentrumsbranche in den USA. New York hat ein Moratorium für neue Rechenzentren verhängt, während Schätzungen zeigen, dass Stornierungen im Wert von über $64 billion angekündigt wurden. Diese Stornierungen dürften das Geschäft langfristig belasten.
Zudem sorgt Wall Street für Verunsicherung rund um Oracle, das eine große Bestellung bei Bloom Energy aufgegeben hatte. Die Oracle‑Aktie ist auf $124 gefallen, den niedrigsten Stand seit April letzten Jahres, da Bedenken über die Verschuldung zugenommen haben. Daher besteht das Risiko – möglicherweise unbegründet –, dass Oracle seine Ausgaben für Rechenzentren mit der Zeit drosselt.
Außerdem ist Bloom Energy kein günstiges Unternehmen: Das non‑GAAP Forward‑Kurs‑Gewinn‑Verhältnis liegt bei 95.60. Dieses Multiple liegt deutlich über dem Median des Energiesektors von 21. Daher könnte der anhaltende Rückzug auch eine Neubewertungsphase widerspiegeln. Das erklärt wahrscheinlich, warum das Short‑Interest auf fast 7% gestiegen ist.
Analyse des Bloom Energy‑Aktienkurses

BE‑Aktienchart | Quelle: TradingView
Die BE‑Aktie ist vom Jahreshoch von $350 auf aktuell $206 gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 20. April. Sie ist unter die untere Begrenzung des aufsteigenden, sich verbreiternden Keilmusters gefallen.
Die Aktie liegt unter dem Major S/R‑Pivotpunkt des Murrey‑Math‑Lines‑Tools bei $250. Positiv ist, dass die Aktie weiterhin über dem starken Pivot/Reverse‑Level der Murrey Math Lines und dem 200‑Tage‑Durchschnitt notiert.
Damit ist die Hoffnung für die Aktie nicht vollständig verloren, da die Berichtssaison beginnt. Ein Fall unter den 200‑Tage‑Durchschnitt würde auf weitere Abwärtsrisiken hinweisen, potenziell bis zur ultimativen Unterstützung bei $125.
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