Blackstone Minerals kreuzt massive Sulfid-Nickel-Mineralisierung

Der australische Nickelexplorer Blackstone Minerals Ltd. (ASX: BSX; Frankfurt: B9S, WKN: A2DGXT, ISIN: AU000000BSX5) führt in Nordvietnam ein intensives Bohrprogramm durch. Mit Hochdruck werden disseminierte und massive Mineralisierungen untersucht, um ein signifikantes Abbauprojekt in Gang zu bringen. Eines der Hauptziele ist die sogenannte „King Cobra“-Mineralisierung. Nun sorgt ein neues Bohrergebnis für Aufmerksamkeit und Bewegung bei Investoren.

Blackstone Minerals aus Perth führt im Rahmen seines Flaggschiffprojekts Ta Khoa Bodenuntersuchungen rings um die bestehende Ban Phuc-Mine durch. Münden sollen diese Erkundungen der Geologie in einer zügigen Wiederaufnahme der Bergbauaktivitäten und der Weiterverarbeitung der Produkte für Industriekunden aus der Batteriebranche.

Zentraler Schnittpunkt identifiziert

Blackstone veröffentlichte am Mittwoch ein Update zu seinen bisher gemeldeten Bohrergebnissen. Demnach wurde in der King-Cobra-Zone in Ban Phuc erneut eine massive Sulfid-Nickel-Mineralisierung innerhalb einer weiteren Nickel-Sulfid-Zone durchschnitten. In einem 2,5 Meter breiten Damm mit hohem Tremolit-Anteil (ein Kalksteinmineral) in der King-Cobra-Zone war eine Kreuzung von 0,55 Metern massiver Mineralisierung enthalten – innerhalb eines 58 Meter-Bohrkreuzloches der disseminierten Mineralisierung.

Die Bodenproben brachten signifikante Ergebnisse zutage, inklusive 39 Metern zu 1,1 Prozent Nickel und 28 Metern zu 1,2 Nickel – beides oberflächennah. Die Bohrungen kreuzen die King-Cobra-Zone über 200 Meter Streichenlänge. Die Mineralisierung bleibt in der Tiefe und nord-westlich sowie süd-östlich entlang des Streichens offen.

Zur besseren Veranschaulichung hat Blackstone online eine 3D-Anwendung bereitgestellt, mit derer sich die Bohrungen in Ban Phuc genauer betrachten lassen:. https://inventum3d.com/c/BSX/TaKhoa .

Pluspunkte für die Wirtschaftlichkeit

Blackstone-Hauptgeschäftsführer Scott Williamson bezeichnete das jüngste Bohrziel als den „bedeutendsten Schnittpunkt massiver Sulfid-Venen innerhalb der Ban Phuc-Lagerstätte“. Damit, so Williamson weiter, werde sich die Ökonomie des Neustarts des Ta Khoa-Projekts erheblich verbessern.

Auch die Infrastruktur wird von Blackstone als weiterer Vorsprung für die rasche Projektentwicklung gewertet. Viele massive Sulfid-Venen des Projekts befinden sich in LKW-Reichweite (5 Kilometer) der existierenden Verarbeitungsanlage, die sich aktuell im Wartungsstatus befindet. Diese Anlage war parallel zum Abbau in der Mine in Betrieb und war auf eine Kapazität 450 Kilotonnen jährlich  ausgelegt. Weiterhin stellen die  Energieversorgung durch eine Wasserkraftanlage, qualifizierte Arbeitskräfte vor Ort und niedrige Lohnkosten Vorzuge dar.

Darüber hinaus befindet sich das Projekt in einem Land mit einer Schlüsselfunktion für die asiatische Produktion von Elektronik- und Batterieherstellung für den wachsenden Bedarf von Nickelsulfat. Dieses ist eine elementare Komponente zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien.

Sondierungsstudie in Arbeit

Eine Rahmenuntersuchung wird derzeit vorbereitet und soll potenziellen Joint-Venture-Partnern die nötigen Einzelheiten zur Formalisierung verbindlicher Absprachen darlegen. So laufen unter anderem metallurgische Tests, um ein Flussdiagramm für ein für die Lithium-Ionen-Industrie geeignetes Produkt zu entwickeln. Weiterhin untersucht Blackstone das Potenzial für eine nachgelagerte Verarbeitungsinfrastruktur, um ein speziell für die Lithium-Ionen-Batterieindustrie geeignetes Nickel-Kobaltprodukt zu erstellen.

Eine kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung mit dem renommierten EV-Batteriekathodenhersteller Ecopro BM Co. Limited ist ein wichtiger Schritt dahin, durch im Inland erfolgende nachgelagerte Verarbeitung des Nickelsulfats Material für die Elektromobilitätsbranche bereitzustellen.

Erste Ressource wird vorbereitet

Blackstone kündigt weiterhin an, in den kommenden Monaten eine erste Ressource für das disseminierte Nickelsulfid bereitzustellen und das Potenzial des Neustartes des Konzentrators durch die Exploration der massiven und disseminierten Lagerstätten zu untersuchen. Das Unternehmen hält nach eigenen Angaben das Ta Khoa Projekt für eine Nickel-Platingruppen-Chance im Distrikt-Maßstab von einer Größenordnung, wie sie nur selten von Junior-Player ergriffen werden kann. Es ist denkbar, die Lagerstätte für Massenabbautechniken zu erschließen, wie sie beispielsweise in australischen Nickelminen eingesetzt wurden.

Die Vorzüge des Ta Khoa-Projekts stellte Williamson auf dem diesjährigen Metals Investor Forum in Toronto im März dieses Jahres vor:

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Investoren stocken auf: Delphi erhöht Anteil

Die aufschlussreichen News haben Auswirkungen auf den Aktienkurs: Die Papiere von Blackstone waren zwischenzeitlich auf 14,5 Cent gestiegen, das ist ein Plus von 20 Prozent.

Auch Delphi (Deutsche Balaton), einer der wichtigsten Anteilseigner von Blackstone, nutzte die Gelegenheit, um seine Anteile auf 17,17 Prozent aufzustocken. Die in Heidelberg ansässige Unternehmensberatungsagentur hat großes Vertrauen in die Nickelstrategie von Blackstone und hält jetzt beinahe 33.049 Millionen der Aktien. Allein in den vergangenen vier Monaten hatte Delphi im Rahmen verschiedener Transaktionen 2.173.747 Wertpapiere zu Preisen zwischen 10,0 und 17,23 Cent erworben.

Ein herausforderndes Bohrprogramm

Blackstone wird während der Saison 2020 die massiven Sulfid-Venen und weitere verstreute Ziele untersuchen, um einen früheren Neustart der Ban Phuc-Mine oder die Vermischung von höhergadigen Mineralisierung mit einer größeren Tonnage disseminierten Mineralisierungen für die Weiterverarbeitung zu prüfen.

Das Bohrprogramm wird mit vier Bohrgeräten absolviert. Zwei davon setzen die Step-Out-Bohrtests fort, um die Erweiterungen des Erzkörpers und die EInspeisungszone zu ermitteln. Hinzu kommen die Ergebnisse aus 381 Bohrlöchern (zusammen 60 Kilometer) aus historischen Bohrungen der Vorbesitzer. Diese Löcher markieren das Ausmaß der Ban Phuc-Lagerstätte.

Seit Mai 2019, als Optionsvereinbarungen angekündigt worden waren, hat Blackstone mehr als zwölf Kilometer Diamantkernbohrungen in mehr als 65 Löchern durchgeführt.

Die geologischen Details

Die korrelierten Ergebnisse aus den Bohrlöchern geben Anlass zur Annahme, dass die King-Cobra-Zone über 200 Meter verfolgt werden kann und entlang des Streichens offen ist.

Bisher ergaben die Bohrungen in Ban Phuc zwei dicke, übereinander liegende Zonen mit disseminierten Nickelsulfid-Plantinelement-Mineralisierungen, inklusive Kupfer und Kobalt: Die obere King-Cobra und die darunter liegende Ban Duoi-Zone. Beide befinden sich in der ultramafischen Intrusion der Ban Phuc-Lagerstätte, laufen aufeinander zu und neigen sich in nordöstliche Richtung.

Die beiden Zonen haben jedoch allem Anschein nach unterschiedliche Nickel- und Platinelement-Gehalte. Die Textur der umgebenden Mineralschichten differiert. Das könnte den Kontakt zu einer eigenständigen Phase des Intrusivkörpers definieren. (Intrusion bezeichnet das Eindringen von fließfähigem Material in bestehendes Gestein).

Die Spur zur Einspeisungszone

Nach früheren Interpretationen wurde davon ausgegangen, dass es sich bei der Ban Phuc-Mineralisierung um einen homogenen, „gefalteten“ Körper handelt. Den neuen Erkenntnissen nach scheint es wahrscheinlicher, dass King Cobra- und Ban Duoi-Mineralisierung unterschiedlicher Herkunft sind und verschiedenen Intrusionsimpulsen entstammen. Das könnte auf das Vorhandensein einer noch hochgradigeren Einspeisungszone hinweisen.

Die Existenz einer solchen teste Blackstone aktuell mit zwei Bohrgeräten. Durch eine Reihe weiterer Löcher sollen die Annahmen verifiziert werden. Vorläufige Testergebnisse deuten in der Tat auf das Potenzial einer großen Tonnage einer verstreuten Sulfid-Lagerstätte hin. Dazu gehören Häufungen von Nickelsulfid-Mineralisierungen in signifikanten Bereichen des ultramafischen Körpers.

Des weiteren ermittelten die Bohrungen gestapelte Mineralisierungsschichten mit höhergradigen Intervallen, oberflächennahe Ansammlungen von Nickelsulfid und erhebliche Anteile an Edelmetallen (Palladium, Platin, Gold), die bei sämtlichen Bohrungen gefunden wurden.

Die Geometrie der disseminierten Nickel- und Platingruppenelemente muss durch weitere Bohrungen definiert werden.

Über das Ta Khoa-Projekt

Innerhalb des Ta Khoa-Projekts in Nordvietnam untersucht Blackstone die Ban Phuc Nickel-Platinelement-Lagerstätte. Blackstone hat die Option, 90 Prozent der Minenpachtverträge von Ban Phuc vom Vorbesitzer Asian Mineral Resources zu übernehmen. Dabei handelt es sich um insgesamt 34,8 Quadratkilometer an Konzessionen, eine Aufbereitungsanlage und ein Lager für 250 Personen inklusive Labor.

Das Ta Khoa-Projekt verfügt sowohl über Kombinationen aus größeren verstreuten Nickel-Lagerstätten und weiteren potenziellen Prospekten inklusive massiven Sulfid-Venen.

Aus der Ban Phuc-Mine waren zwischen 2013 und 2016 – zu Zeiten schwieriger Rohstoffkurse – 20,7 Kilotonnen Nickel, 10,1 Kilotonnen Kupfer und 0,67 Kilotonnen Kobalt gefördert – solange, bis die damals definierten Reserven abgebaut waren. Die neu explorierten hochgradigen massiven Sulfid-Venen sind nur fünfzig Meter der disseminierten Lagerstätten entfernt und in der Tiefe noch nicht erforscht.

[Miningscout]

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