
Bitcoin blieb am Freitag unter Druck, da geopolitische Spannungen im Nahen Osten und eine nachlassende institutionelle Nachfrage zusammenwirkten und die weltweit größte Kryptowährung unter wichtigen technischen Widerständen hielten.
Während der breitere Kryptomarkt in den letzten Monaten Widerstandsfähigkeit gezeigt hat, deutet die jüngste Kursentwicklung darauf hin, dass Händler angesichts wachsender makroökonomischer Unsicherheit immer vorsichtiger werden.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde Bitcoin (BTC) bei $63,129.65 gehandelt, ein Rückgang von 1.55% gegenüber den vorherigen 24 Stunden.
Die Kryptowährung handelt zwischen $62,640.04 und $64,821.37 und setzt damit eine Konsolidierungsphase fort, nachdem es nicht gelungen war, die Dynamik oberhalb der $65,000‑Region aufrechtzuerhalten.
Geopolitische Spannungen verstärken die Marktunsicherheit
Der jüngste Rückgang von Bitcoin fiel mit erneuten militärischen Gefechten zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zusammen, was Investoren veranlasste, ihre Exponierung gegenüber Risikoanlagen in den globalen Märkten zu reduzieren.
Der US‑Iran‑Konflikt belastet nicht nur Kryptowährungen, sondern auch breitere Finanzmärkte, wobei das Risiko‑Sentiment schlechter wurde, da die Sorge über eine weitere Eskalation zunahm.
Analysten beobachten zudem die möglichen Auswirkungen auf globale Energie‑Versorgungsrouten, insbesondere rund ums Rote Meer, wo Störungen die Volatilität in Rohstoff‑ und Finanzmärkten erhöhen könnten.
Der jüngste Ausverkauf drückte Bitcoin kurzzeitig wieder unter die psychologisch wichtige Marke von $63,000, nachdem der Kurs zuvor in der Woche in der Nähe von $65,600 abgewiesen worden war.
Die Unfähigkeit, oberhalb von $65,600 Unterstützung aufzubauen, hat die derzeitige kurzfristige bärische Struktur weiter bestätigt.
ETF‑Abflüsse spiegeln weiterhin verhaltene institutionelle Stimmung wider
Die institutionelle Nachfrage hat sich im Vergleich zu früheren Quartalen ebenfalls abgeschwächt.
Daten, die der CryptoQuant‑Analyst Darkfost hervorhebt, zeigen, dass US‑Spot‑Bitcoin‑Exchange‑Traded‑Funds (ETFs) im Jahr 2026 etwa 120,000 BTC an Nettoabflüssen verzeichnet haben.
Seit Bitcoin im Oktober 2025 sein Rekordhoch erreichte, sollen kumulative ETF‑Abflüsse Berichten zufolge 160,000 BTC überstiegen haben, was darauf hindeutet, dass institutionelle Investoren ihre Exponierung über weite Teile des Jahres reduziert haben.
Obwohl es vereinzelt Sessions mit positiven Zuflüssen gab, hat sich das Tempo erheblich verlangsamt.
Jüngste Tageszuflüsse von rund $79 million folgten stärkeren Zuflüssen von etwa $108 million und $181 million in den vorangegangenen Sessions, was darauf hindeutet, dass institutionelle Käufe weniger konsistent geworden sind.
Ethereum hat einen ähnlichen Trend erlebt. Spot‑Ethereum‑ETFs verzeichneten kürzlich netto rund $28 million an Abflüssen, wodurch eine kurze Periode positiver Zuflüsse endete und die breitere Vorsicht institutioneller Anleger widerspiegelt.
Technische Indikatoren sprechen weiterhin für die Bären
Das technische Bild von Bitcoin bleibt trotz Anzeichen für eine Abschwächung des Verkaufsdrucks unter Druck.
Das erste Widerstandsniveau, das Händler beobachten, liegt bei $64,413. Ein Tagesschluss über diesem Niveau würde die kurzfristige Struktur verbessern und könnte den Weg in Richtung des nächsten Widerstands bei $65,536 ebnen.
Auf der Unterseite liegt die erste wichtige Unterstützung bei $61,884.
Ein anhaltender Bruch unter dieses Niveau würde die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrektur erhöhen, wobei der Bereich um $57,000 als nächste größere Unterstützungszone in den Fokus rückt.
Auch aus Sicht der gleitenden Durchschnitte bleibt der übergeordnete Trend schwach.
Bitcoin handelt derzeit unter seinen 10‑, 20‑, 50‑, 100‑ und 200‑tägigen exponentiellen gleitenden Durchschnitten, was ein starkes bärisches Signal über kurz‑ und langfristige Zeitrahmen hinweg erzeugt.
Insbesondere das Handeln unter dem 200‑Tage‑EMA zeigt, dass der übergeordnete Marktdruck intakt bleibt.

Die Momentum‑Indikatoren sind jedoch weniger eindeutig.
Der 14‑tägige Relative Strength Index (RSI) steht bei 48.52 und ordnet Bitcoin somit in den neutralen Bereich ein.
Das deutet darauf hin, dass der Vermögenswert weder überkauft noch überverkauft ist und Raum für Kursbewegungen in beide Richtungen lässt, je nach eintreffenden Katalysatoren.
Die Marktstimmung bleibt tief negativ
Das Anlegervertrauen hat sich parallel zum jüngsten Kursrückgang abgeschwächt.
Der Crypto Fear & Greed Index steht derzeit bei 31 und ordnet den Markt damit klar in den Bereich „Fear“ ein.

Solche Werte spiegeln eine weit verbreitete Vorsicht der Investoren wider und treten typischerweise in Phasen erhöhter Unsicherheit und verstärktem Verkaufsdruck auf.
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