
Der Bitcoin‑Preis blieb am Mittwochmorgen weitgehend unverändert, da die Nachfrage nach börsengehandelten Fonds (ETFs) nachließ und der Crypto Fear and Greed Index sank.
BTC wurde bei $77,173 gehandelt, wenige Punkte unter dem Monatshoch von $79,000.
Bitcoin-Preis gefährdet, da ETF-Zuflüsse nachlassen
Der BTC‑Preis blieb am Mittwoch angespannt, da Anleger eine risikoscheue Haltung am Markt einnahmen.
Dies zeigte sich in der Entwicklung des US‑Aktienmarkts, wobei der Dow Jones und der S&P 500 um mehr als 0.50% fielen. Asiatische Indizes wie der Hang Seng und der Nikkei 225 gaben ebenfalls nach.
Eine wesentliche Risikoquelle sind die stark gestiegenen Rohölpreise, die in dieser Woche auf einem erhöhten Niveau verharren.
Die Preise könnten in diesem Monat weiter steigen, da Präsident Donald Trump eine verlängerte Blockade in Erwägung zieht, um den Druck auf die Iraner zu erhöhen.
Steigende Rohölpreise bedeuten, dass die Inflation in den kommenden Monaten hoch bleiben dürfte, was es der Federal Reserve und anderen Zentralbanken erschwert, die Zinsen kurzfristig zu senken.
Neben Öl ziehen auch Preise für andere Güter an. Beispielsweise sind die Düngemittelpreise stark gestiegen, was die Agrarpreise anheizt; die Weizenpreise kletterten auf den höchsten Stand seit Jahren.
Der Bitcoin‑Preis ist ebenfalls ins Stocken geraten, da das Momentum im ETF‑Markt nachgelassen hat.
Daten zeigen, dass diese Fonds am Dienstag Abflüsse von über $89 million verzeichneten, nachdem sie am Vortag $263 million verloren hatten.
Ihre Abflüsse haben sich auf $352 million erhöht, nach Zuflüssen von $823 million in der vergangenen Woche.
Es gibt Anzeichen dafür, dass Investoren ängstlich werden: Der Crypto Fear and Greed Index fiel aus der Gier‑Zone von 62 auf aktuell 31. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, besteht das Risiko, dass der Index in die Angst‑Zone absinkt, was einen kräftigen Ausverkauf auslösen könnte.
Unterdessen hat die Nachfrage nach Bitcoin am Futures‑Markt nachgelassen, wobei das Open Interest von diesem Monats‑Hoch von $56 billion auf $55 billion gesunken ist.
Besonders auffällig ist, dass die Nachfrage amerikanischer Investoren in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen ist, wie der fallende Coinbase Premium Index zeigt, der seit dem 28. April im Minus bleibt.
Dies ist ein wichtiger Index, der den Bitcoin‑Preis auf Coinbase mit dem auf anderen Börsen vergleicht.
In den USA handelt Bitcoin in der Regel mit Prämie, wenn die Nachfrage steigt.
Bitcoin-Preis: technische Analyse bei anhaltender Bull‑Trap‑Furcht

BTC-Preisdiagramm | Quelle: TradingView
Die Tages‑Chart zeigt, dass sich der Bitcoin‑Preis in den vergangenen Monaten in einem Aufwärtstrend befunden hat.
Positiv ist, dass die Coin über den Supertrend‑Indikator und den 50‑Tage‑Exponential Moving Average (EMA) gestiegen ist.
Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die Aufwärtsdynamik nachlässt. Der Average Directional Index (ADX) hat sich bei 25 eingepegelt.
Außerdem hat sich ein aufsteigender Kanal ausgebildet, und der Kurs pendelt nun in der Nähe der Oberkante. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Bullen zögern, Gebote oberhalb dieses Kanals zu platzieren.
Daher besteht das Risiko, dass der Preis fällt, wenn die Bären die Unterseite dieses Kanals bei $70,000 anvisieren.
Andererseits würde ein Ausbruch über die Oberkante des Kanals auf weitere Gewinne hindeuten, möglicherweise bis zum 38.2% Fibonacci‑Retracement bei $85,000.
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