Der Bitcoin‑Kurs zog am Montag leicht an, nachdem ein Bericht berichtete, dass die USA und der Iran einen längeren Waffenstillstand in Erwägung ziehen, der zum Ende des Krieges führen könnte. BTC stieg am Montag auf $69,165, leicht über dem Wochenendtief von $66,000.

USA und Iran diskutieren einen 45-tägigen Waffenstillstand 

Der Bitcoin‑Kurs stieg leicht, nachdem Axios berichtete, die USA und der Iran erwögen einen 45‑tägigen Waffenstillstand, der zum Ende des Krieges führen könnte. Der Bericht stammt von Barak Ravid, einem der bestvernetzten Journalisten der Branche.

Der Waffenstillstands‑Vorschlag wurde von ranghohen Vermittlern eingebracht, darunter Pakistan, Ägypten und die Türkei. Der Bericht erschien einen Tag, nachdem Trump gegenüber Fox News sagte, die USA und der Iran könnten bereits am Dienstag eine Einigung erzielen.

Ravid warnte jedoch, dass die Chancen auf eine Einigung gering seien, da der Iran der Ansicht sei, nun im Vorteil zu sein, weil Trump verzweifelt erscheine – wie sein vor Flüchen strotzender Truth Social‑Beitrag zeigt, in dem er den Iran unter Druck setzte, die Straße von Hormuz zu öffnen.

Trump hat gedroht, einen großangelegten Angriff in Iran zu starten, der sich auf Brücken und Kraftwerke konzentrieren würde, was als Kriegsverbrechen gilt. Der Iran hingegen deutete an, dass ein solcher Schritt zu einer Eskalation führen würde, wobei das Land die Infrastruktur in anderen Staaten des Nahen Ostens ins Visier nehmen könnte.

Der Bitcoin‑Kurs würde von einem Ende des Krieges aus mehreren Gründen profitieren. Erstens würde dies Angst und Volatilität an den Märkten verringern und risikoreiche Anlagen begünstigen.

Zweitens würde eine solche Vereinbarung zu niedrigeren Rohölpreisen führen, was bemerkenswert ist, da der West Texas Intermediate (WTI) auf $112 gestiegen ist und Brent, den globalen Benchmark, überholt hat.

Niedrigere Energiepreise würden zur Verringerung der Inflation beitragen, die Analysten zufolge weiter ansteigen dürfte, solange der Iran‑Krieg andauert. Von Investing.com zusammengestellte Daten zeigen, dass der bevorstehende US‑Inflationsbericht ausweisen wird, dass der Headline‑Consumer‑Price‑Index (CPI) im März auf 3.4% gestiegen ist gegenüber zuvor 2.4%.

Der Bitcoin‑Kurs steigt zudem, da Anleger auf den bevorstehenden Start des Morgan Stanley Spot‑Bitcoin‑ETF am 8. April warten. Dies wird der erste ETF sein, der von einer großen Wall‑Street‑Bank aufgelegt wird. Er reiht sich neben Fonds von Unternehmen wie BlackRock, Fidelity, Franklin Templeton, WisdomTree und Invesco ein.

Der Hauptvorteil von Morgan Stanleys ETF ist die Verwaltungsgebühr von 0.14%, günstiger als IBITs 0.25%. Er wird auch günstiger sein als Grayscale’s BTC‑Verwaltungsgebühr von 0.15%.

Die aktuellsten Ergebnisdaten zeigen, dass Spot‑Bitcoin‑ETFs diesen Monat $164 Millionen verloren haben, nachdem sie im Vormonat $1.32 Milliarden hinzugewonnen hatten. Sie verwalten nun über $86 Milliarden, wobei IBIT über $52 Milliarden hält.

Technische Analyse des Bitcoin‑Kurses 

BTC‑Chart | Quelle: TradingView 

Der Drei‑Tage‑Chart zeigt, dass sich der Bitcoin‑Kurs in den vergangenen Wochen erholt hat und von einem Tief von $60,400 im Februar auf aktuell $69,000 gestiegen ist.

Bitcoin befindet sich weiterhin in einem Aufwärtskanal, der Teil der Ausbildung eines bearischen Flaggenmusters ist, ein häufiges Fortsetzungssignal in der technischen Analyse. Der Kurs blieb leicht unter dem 50%‑Fibonacci‑Retracement‑Level bei $71,457.

Der Bitcoin‑Kurs blieb seit November des Vorjahres konstant unter den 50‑Tage‑ und 100‑Tage‑Gleitenden Durchschnitten. Er lag auch unter dem Supertrend‑Indikator, ein Zeichen dafür, dass die Bären weiterhin das Sagen haben.

Daher wird der Bitcoin‑Kurs voraussichtlich weiter fallen, möglicherweise bis zum 61.8%‑Retracement‑Level bei $58,330. Ein Fall darunter würde weiteren Abwärtsdruck bis zur psychologischen Marke von $50,000 nach sich ziehen.

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