BioNTech-Aktie: Einsame Spitze!

Dass das Jahr 2021 für BioNTech in jeder nur erdenklichen Beziehung traumhaft gelaufen ist, darüber dürfte niemand überrascht sein. Zahlen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sowie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel zeigen nun aber, welches Ausmaß die Konzerngewinne tatsächlich eingenommen haben könnten.

Nach Schätzungen der Institute dürfte der Impfstoffhersteller für einen großen Teil der kompletten hiesigen Wirtschaftsleistung verantwortlich gewesen sein. Das Wirtschaftswachstum hätte ohne die Mainzer wohl deutlich geringer ausfallen können. Sebastian Dullien vom IMK spricht sogar davon, dass er sich nicht daran erinnern könne, ob jemals ein einziges deutsches Unternehmen derart zum hiesigen Wachstum beigetragen hat.

Ist der Peak schon erreicht?

So erfreulich das alles klingen mag, der BioNTech-Aktie hilft es nicht viel weiter. Jene rasselte gestern mal wieder um 6,4 Prozent in die Tiefe und verließ die Handelswoche mit einem Kurs von nur noch 172,20 Euro. Zeitweise musste sogar unterhalb von 170 Euro ein neues 6-Monats-Hoch etabliert werden.

Offenbar trauen die Börsianer dem Unternehmen nicht zu, dass es die Erfolge aus dem Vorjahr noch einmal wiederholen wird. Tatsächlich gibt es auch gleich mehrere Gründe, die einen daran zweifeln lassen können. Allem voran spielt hier die Omikron-Variante eine tragende Rolle.

Die BioNTech-Aktie im freien Fall

Zwar hat BioNTech dafür bereits einen angepassten Impfstoff in der Hinterhand, der schon jetzt in der Massenproduktion ist und nur auf die Zulassung der Behörden wartet. Allerdings rechnen viele Börsianer damit, dass das neue Vakzin vielleicht gar nicht benötigt wird, da es bei Omikron, zumindest bisher, vorwiegend zu milden Verläufen kommt.

Davon ganz abgesehen wird auch die Konkurrenz immer stärker und BioNTech wird seine hohen Preise in 2022 wohl kaum noch weiter durchsetzen können. Angesichts dessen ist durchaus daran zu zweifeln, ob die Umsätze noch weiter in die Höhe klettern können. Ob damit auch Kursverluste von fast 50 Prozent seit Ende November schon gerechtfertigt sind, sei an dieser Stelle dahingestellt.

[Finanztrends]

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