Über die Qualität von Starbucks-Kaffee gehen die Meinungen auseinander. Wo es aber keinen Spielraum für unterschiedliche Geschmäcker gibt, ist die Qualität der Starbucks-Aktie.
In den letzten 20 Jahren hat die Aktie eine durchschnittliche Kursrendite von 11 % geliefert und sich noch dazu zu einem sehr geschmackvollen Dividendenlieferanten entwickelt. Was macht die Starbucks-Aktie (WKN: 884437) zu so einem Leckerbissen?
Jedes Jahr mehr Dividende
Seit 2010 zahlt Starbucks nun schon eine Dividende und das nicht nur kontinuierlich. Nein, die Gewinnausschüttungen der Kaffeehauskette wurden jedes Jahr angehoben. Damit ist Starbucks auf bestem Wege, sich in einigen Jahren zu einem Dividendenaristokraten zu entwickeln.
Das Dividendenwachstum des Unternehmens kann sich sehen lassen. In den vergangenen zehn Jahren betrug es im Schnitt fast 14 %. Der guten Ordnung halber muss an dieser Stelle aber erwähnt werden, dass es sich in den letzten drei Jahren auf ca. 5 % p.a. verringert hat. Grund ist die jüngste Restrukturierung von Starbucks, die viel Kapital bindet.
Drei Argumente für Starbucks
Für die Starbucks-Aktie als Dividendentitel sprechen meiner Meinung nach drei gewichtige Argumente. In erster Linie ist es der global starke Markenname und die damit verbundene Preissetzungsmacht der Kette. Sie sorgen auch in schwierigen Konjunkturphasen für eine hohe Kundenloyalität und stabile Cashflows.
Das zweite Argument ist das verlässliche Management-Commitment. Die Dividendenhistorie von Starbucks zeigt, dass für den Vorstand die Gewinnausschüttung eine hohe Priorität genießt. Zuletzt betrug die Payout-Ratio sogar rechnerisch über 100 % des Nettogewinns.
Und nicht zuletzt arbeitet die aktuelle Unternehmensführung intensiv an der Restrukturierung der Kette, um die Margen wieder anzuheben. Ich bin optimistisch, dass es Starbucks in den kommenden Jahren wieder gelingt, zu alter Stärke zurückzukehren.
Aber auch Risiken
Aber die Verlangsamung des Dividendenwachstum, die hohe Payout-Ratio und der operative Druck sind durchaus auch als Risiken zu sehen. Sollte die operative Sanierung von Starbucks nicht im gewünschten Tempo voranschreiten, könnte das Management gezwungen sein, die Dividende auf ein Mindestmaß zurückzufahren.
Ich gehe zwar nicht davon aus, dass die Starbucks-Dividende in Zukunft gekürzt wird. Aber möglicherweise müssen sich Anleger auf mehrere Quartale ohne Dividendensteigerung einstellen.
Ein solider Qualitäts-Dividendenwert
In Summe eignet sich Starbucks meines Erachtens aber als solider und defensiver Qualitäts-Dividendenwert mit einer akzeptablen Rendite. Die aktuelle Dividendenrendite der Kaffeehauskette liegt bei 2,3%.
Starbucks ist historisch betrachtet ein sehr verlässlicher Dividendenzahler mit kontinuierlichem Wachstum. Momentan macht das Unternehmen eine schwierige Phase durch, die es meiner Meinung nach aber erfolgreich hinter sich bringen wird.
Die Zeichen für zukünftig weiter steigende Gewinnausschüttungen stehen in meinen Augen sehr gut. Wer langfristig beim Kaffeetrinken reich werden will, sollte öfter mal bei Starbucks vorbeischauen — vor allem an der Börse.
Der Artikel Beim Kaffeetrinken reich werden – diese Dividendenaktie macht’s möglich! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.