Die BASF-Aktie bewegt sich nach der kräftigen Erholung seit Jahresbeginn weiterhin in einer Handelsspanne zwischen 50 und 55 €. Am Donnerstag verbessert das Papier sich leicht und notiert aktuell bei 51,70 €. Doch wie sind die weiteren Aussichten für den weltgrößten Chemiekonzern einzuschätzen?
Sparprogramm wird weiter verschärft
Der Konzern kämpft weiterhin mit hohen Produktionskosten, schwacher Industrienachfrage und zunehmendem internationalem Wettbewerbsdruck.
Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu verbessern, verschärft BASF deshalb den laufenden Sparkurs weiter. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei allerdings nicht um ein neues Programm, sondern um eine Erweiterung bereits angekündigter Maßnahmen aus dem Jahr 2024.
Bis 2029 sollen die Kosten im Kerngeschäft um rund 20 % reduziert werden.
Damit verbunden ist auch ein weiterer Stellenabbau – insbesondere am Standort Ludwigshafen. Dort wurden seit 2024 bereits rund 2.800 Arbeitsplätze gestrichen. Weltweit fielen allein im ersten Quartal rund 5.000 Stellen weg.
Die Maßnahmen verdeutlichen, dass der Konzern weiterhin unter erheblichem Anpassungsdruck steht. Sollte sich das Marktumfeld weiter verschlechtern, sind zusätzliche Sparmaßnahmen nicht auszuschließen.
CEO Markus Kamieth erklärte:
Es ist eines der größten Optimierungsprogramme für die BASF, ein neues Betriebssystem für den Konzern. Es wird zu einem neuen Kerngeschäft mit weniger Personal führen.
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Ergebnisentwicklung bleibt unter Druck
Auch die Zahlen für das erste Quartal spiegeln das schwierige Marktumfeld wider.
Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3 % auf 16 Milliarden € zurück. Zwar konnte BASF die Absatzmengen leicht steigern, sinkende Verkaufspreise und negative Währungseffekte belasteten jedoch die Entwicklung.
Das operative EBITDA verringerte sich um 6 % auf 2,36 Milliarden €. Ohne negative Währungseffekte von rund 100 Millionen € hätte das Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau gelegen.
Noch deutlicher fiel der Rückgang beim Nettoergebnis aus: Dieses sank um 15 % auf 927 Millionen €.
Angesichts der geopolitischen Belastungen und der weiterhin schwachen Industriekonjunktur gelten die Zahlen insgesamt dennoch als solide.
Jahresprognose bestätigt
Trotz des schwachen Jahresstarts bestätigte BASF die Prognose für das Gesamtjahr.
Beim Umsatz rechnet der Konzern weiterhin mit 63 bis 69 Milliarden €. Damit würde der Vorjahreswert von 59,7 Milliarden € übertroffen werden.
Für das operative EBITDA erwartet BASF einen Wert zwischen 6,2 und 7 Milliarden €. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 6,6 Milliarden € signalisiert die Prognose allerdings nur begrenztes Gewinnwachstum.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, hoher Energiekosten und einer schwachen Nachfrage erscheint das weitere Kurspotenzial derzeit begrenzt. Eine anhaltende Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 50 und 55 € ist daher aus meiner Sicht zu erwarten.
Auch die Analysten zeigen sich zurückhaltend. Der durchschnittliche Zielkurs liegt aktuell bei rund 51 €, wobei die Schätzungen mit Kurszielen zwischen 40 und 65 € weiterhin deutlich auseinandergehen.
Für die Aktie sprich weiterhin die gute Dividendenrendite von aktuell 4,3%.
Ergänzend dazu: Manche Dividenden-Titel werden derzeit vom Markt unterschätzt und bieten dadurch attraktive Einstiegschancen. Hier findest Du zehn konkrete Kandidaten, die sowohl durch Ausschüttungen als auch durch Kurspotenzial überzeugen könnten.
BASF in Kürze
- BASF (WKN: BASF11) ist der nach Umsatz größte Chemiekonzern der Welt. Er ist in den sechs Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions tätig.
- Neben dem Hauptwerk in Ludwigshafen am Rhein betreibt der Konzern weltweit über 230 Produktionsstandorte in mehr als 90 Ländern.
- Der 1865 gegründete Traditionskonzern ist Mitglied im DAX und aktuell an der Börse mit knapp 45 Milliarden € bewertet.
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