Bank Policy Institute mulls lawsuit as OCC expands crypto bank charters: report.

Ein Streit zwischen traditionellen Banken und Krypto-Unternehmen könnte bald vor Gericht landen, da eine bedeutende US-Bankenlobby rechtliche Schritte gegen das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) prüft wegen seiner jüngsten Genehmigungen von Bundeschartern für Treuhandbanken für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte.

Laut einem Bericht der The Guardian erwägt das Bank Policy Institute, ein Branchenverband, der einige der größten US-Kreditinstitute vertritt, eine Klage gegen die OCC wegen einer seiner Ansicht nach umstrittenen Neuinterpretation bundesrechtlicher Lizenzbestimmungen.

Eine mit den internen Diskussionen der Gruppe vertraute Quelle sagte, die Organisation prüfe rechtliche Optionen, nachdem der Regulator trotz wiederholter Warnungen von Bankenverbänden und staatlichen Aufsichtsbehörden mit den Genehmigungen vorangeschritten sei.

Das BPI argumentiert, dass die Zulassung von Krypto-Unternehmen unter Bundeschartern für Treuhandbanken neue Risiken sowohl für Verbraucher als auch für das breitere Finanzsystem einführen könnte.

Ein Bundescharter für Treuhandbanken würde genehmigten Krypto-Firmen erlauben, als bundeslizenzierte Treuhandbanken zu agieren und treuhänderische Dienstleistungen wie Verwahrung und Sicherstellung von Vermögenswerten anzubieten, ohne als vollwertige einlagennehmende Institute zu fungieren.

Der Streit konzentriert sich auf Entscheidungen der OCC unter der Leitung des Comptrollers Jonathan Gould, der von Präsident Donald Trump ernannt wurde.

Im Dezember erteilte der Regulator bedingte Genehmigungen für National-Trust-Bank-Charter an mehrere kryptoorientierte Firmen, darunter Ripple, BitGo und Paxos.

Seitdem haben weitere Unternehmen ähnliche Lizenzen angestrebt, da das Interesse an diesem regulatorischen Weg zugenommen hat.

Stand März 2026 bleibt die Anchorage Digital Bank das einzige crypto-native Unternehmen, das erfolgreich von einer bedingten Genehmigung zu einer voll funktionsfähigen National Trust Bank mit einem endgültigen Charter übergegangen ist.

Das Bank Policy Institute, dessen Mitglieder große Finanzinstitute wie Goldman Sachs, American Express und JPMorgan einschließen, hat zuvor gewarnt, dass die Erteilung dieser Charter aufsichtsrechtliche Schutzmaßnahmen schwächen könnte.

In einer Erklärung im Oktober forderte die Gruppe die OCC auf, Anträge von Krypto-Unternehmen, darunter Ripple und Circle, abzulehnen. Sie argumentierte, solche Genehmigungen würden es Firmen ermöglichen, bankähnliche Dienstleistungen unter einem lockereren Regulierungsrahmen anzubieten als sie für vollwertige nationale Banken gilt.

The Guardian berichtete, dass das BPI noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen habe, ob es Klage erheben werde.

Banker vereinen sich gegen die OCC

Der Widerstand gegen die Lizenzierungsoffensive der OCC reicht weit über die größten Banken hinaus.

Weitere Branchenverbände haben in den letzten Monaten ebenfalls formelle Einwände erhoben.

Die American Bankers Association, die Independent Community Bankers of America und die Conference of State Bank Supervisors haben jeweils Briefe oder Stellungnahmen veröffentlicht, in denen sie die Vorgehensweise des Regulators bei krypto-bezogenen Charteranträgen kritisieren.

Im Februar forderte die American Bankers Association die OCC auf, Genehmigungen für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte auszusetzen, bis der breitere Regulierungsrahmen unter dem Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins (GENIUS Act) klarer ist.

Die Gruppe warnte, dass die Erteilung von Charteres an unversicherte, auf Krypto fokussierte Einheiten ungelöste Fragen in Bezug auf Vermögenssegregation, Cybersicherheit und operationelle Risiken aufwerfe.

Die ABA drängte Aufsichtsbehörden außerdem, zu verhindern, dass Unternehmen, die keine Vollbanken sind, das Wort “bank” in ihren Bezeichnungen verwenden.

Nach Angaben des Verbands könne die Bezeichnung von Einrichtungen als “national trust banks” bei Verbrauchern Verwirrung stiften, die fälschlicherweise annehmen könnten, die Unternehmen verfügten über eine bundesweite Einlagensicherung, obwohl dies nicht der Fall sei.

Unterdessen argumentiert die Conference of State Bank Supervisors, dass die OCC ihre Befugnisse nach dem National Bank Act ausdehne, indem sie verschiedene Charter-Strukturen zusammenführe, um Nichtbanken landesweit tätig werden zu lassen.

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