
Der chinesische Technologiekonzern Alibaba Group Holding Ltd. meldete starke Ergebnisse für das Dezemberquartal, wobei der Gewinn 48,9 Milliarden Yuan (6,7 Milliarden US-Dollar) erreichte.
Das Unternehmen führte die positive Entwicklung auf sein wachsendes internationales E-Commerce-Geschäft und seine kontinuierlichen Investitionen in künstliche Intelligenz zurück.
Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 8 % auf 38,38 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 38,23 Milliarden US-Dollar.
Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 2,93 US-Dollar und übertraf damit laut FactSet die Markterwartungen von 2,67 US-Dollar.
„Die Ergebnisse dieses Quartals zeigten erhebliche Fortschritte bei unseren ‚Nutzer zuerst, KI-gesteuert‘-Strategien und das wieder beschleunigte Wachstum unserer Kerngeschäfte“, sagte Alibaba-CEO Eddie Wu.
Die Alibaba-Aktien legten am Donnerstagmorgen um etwa 8 % zu.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn an den Börsen in New York und Hongkong über 45 % zugelegt.
KI und Cloud Computing im Zentrum der Alibaba-Strategie
Alibabas Cloud Intelligence Group verzeichnete einen Umsatzanstieg von 13 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 31,7 Milliarden Yuan.
Das Unternehmen betonte die wachsende Bedeutung von KI für die Steigerung der Cloud-Umsätze, wobei die Verkäufe von KI-bezogenen Produkten im sechsten Quartal in Folge ein dreistelliges Wachstum erzielten.
„Mit Blick auf die Zukunft wird das durch KI getriebene Umsatzwachstum der Cloud Intelligence Group weiter zunehmen“, sagte Wu.
Alibabas KI-Initiativen haben erneute Aufmerksamkeit erregt, insbesondere nach der kürzlich geschlossenen Partnerschaft mit Apple zur Einführung KI-gestützter Funktionen für in China verkaufte iPhones.
Die Ankündigung erfolgt, während chinesische Technologieunternehmen ihre Bemühungen verstärken, mit führenden US-amerikanischen KI-Entwicklern zu konkurrieren.
Im Januar brachte das lokale Startup DeepSeek ein neues KI-Modell auf den Markt, das nach eigenen Angaben effizienter und kostengünstiger als amerikanische Konkurrenzprodukte ist.
Alibaba reagierte mit der Einführung einer verbesserten Version seines eigenen KI-Modells, Qwen 2.5, das laut Unternehmen die Technologie von DeepSeek übertrifft.
Jack Ma taucht wieder auf, während Peking das Wachstum des Privatsektors fördert.
Alibabas Gründer Jack Ma trat Anfang der Woche bei einem nicht-öffentlichen Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf – ein seltener öffentlicher Auftritt.
Bei dem Treffen, an dem mehrere führende Wirtschaftsvertreter teilnahmen, forderte Xi die Privatunternehmen auf, „ihr Können zu zeigen“ und ihr Vertrauen in Chinas „neue Ära“ der Wirtschaftstätigkeit zu stärken.
Ma, einst ein lautstarker Kritiker der chinesischen Regulierungsbehörden, hat sich seit 2020, nach Pekings Vorgehen gegen den chinesischen Technologiesektor, weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Seine Teilnahme an dem Treffen signalisiert eine mögliche Veränderung der Beziehungen zwischen der chinesischen Regierung und ihrem privaten Wirtschaftssektor.
Einzelhandelsumsätze und Verbraucherstimmung bleiben wichtige Sorgenfaktoren.
Alibabas wichtigste E-Commerce-Plattformen, Taobao und Tmall Group, meldeten einen Umsatzanstieg von 5 % im Jahresvergleich auf insgesamt 136,1 Milliarden Yuan.
Während der Anstieg auf eine Widerstandsfähigkeit der Konsumausgaben hindeutet, bleiben Fragen zur breiteren wirtschaftlichen Erholung Chinas bestehen.
Die Einzelhandelsumsätze in China stiegen im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % und übertrafen damit die Erwartungen, da Peking Maßnahmen zur Bekämpfung des anhaltenden Abschwungs im Immobilienmarkt einleitete.
Die Behörden haben Zinssenkungen und ein fünfjähriges, 10 Billionen Yuan umfassendes Konjunkturpaket zur Wachstumsförderung beschlossen.
Trotz dieser Bemühungen warnen Analysten davor, dass die Verbraucherstimmung weiterhin fragil ist, da die Inflation im Januar auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gestiegen ist.
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