
Die Aktien von B. Riley Financial Inc. (NASDAQ: RILY) stürzten am Montag um 50 % ab, nachdem die Investmentbank erhebliche Verluste für ihr zweites Geschäftsquartal bekannt gegeben hatte.
Der dramatische Rückgang ist auf die Folgen einer problematischen Investition in die Franchise Group (FRG) im letzten Jahr zurückzuführen, die die finanzielle Lage des Unternehmens erheblich beeinträchtigte und zur Aussetzung der Dividendenzahlungen führte.
Massive Verluste im zweiten Quartal aufgrund der Investition in die Franchise-Gruppe
In einer Pressemitteilung vom Montag gab B. Riley Financial bekannt, dass das Unternehmen voraussichtlich einen Quartalsverlust zwischen 435 und 475 Millionen US-Dollar melden werde, der hauptsächlich auf eine fehlgeschlagene Investition in die Franchise Group zurückzuführen sei.
Dieser Verlust beinhaltet einen Abschlag von 370 Millionen US-Dollar auf die Investition, was einem Verlust von bis zu 15 US-Dollar pro Aktie für das Quartal entspricht.
Die Schwere dieser Verluste hat verständlicherweise das Vertrauen der Anleger erschüttert und zu einem starken Rückgang des Aktienkurses geführt.
Die Probleme von B. Riley begannen, als das Unternehmen Brian Kahn, dem ehemaligen CEO der Franchise Group, einen Kredit gewährte, um ihm die Privatisierung des Einzelhandelskettenbesitzers im Jahr 2023 zu erleichtern.
Im Rahmen dieser Transaktion wurde B. Riley mit einem Anteil von 31 % einer der größten Anteilseigner von FRG.
Der Deal geriet jedoch schnell ins Wanken, da Kahn in Vorwürfe im Zusammenhang mit der Pleite des unabhängigen Hedgefonds Prophecy Asset Management verwickelt wurde.
Auch wenn die Vorwürfe gegen Kahn die Franchise Group nicht direkt betreffen, haben sie die Fähigkeit von B. Riley, seine Investitionen zu verwalten, erheblich beeinträchtigt.
Laut Bryant Riley, dem Gründer von B. Riley Financial, haben diese Probleme die Umsetzung der Geschäftsstrategie der Franchise Group beeinträchtigt, einschließlich ihrer Fähigkeit, bestimmte Vermögenswerte zu veräußern oder zu Geld zu machen.
Infolgedessen litten B. Rileys Investitionen in FRG, was zu den erheblichen Quartalsverlusten beitrug.
Die Aktie ist seit ihrem Jahreshöchststand Ende April inzwischen um rund 80 Prozent gefallen und steht weiterhin unter Druck, da das Unternehmen versucht, sich von diesem Fehltritt zu erholen.
Prüfung durch die SEC
Zu B. Rileys Problemen kam noch hinzu, dass die US-Börsenaufsicht SEC das Unternehmen und seinen Gründer Bryant Riley am Montag im Zusammenhang mit ihren Verbindungen zu Brian Kahn vorgeladen hat.
Die Untersuchung der SEC verschärft die Unsicherheit über die Zukunft von B. Riley noch weiter, da die behördliche Kontrolle zu zusätzlichen Herausforderungen für das Unternehmen führen könnte.
Trotz der laufenden Ermittlungen beruhigte Bryant Riley die Investoren in einer Telefonkonferenz, dass das Unternehmen damit rechne, dass die SEC zu dem Schluss kommen werde, dass B. Riley weder an mutmaßlichem Fehlverhalten von Brian Kahn oder seinen Partnern beteiligt war noch davon Kenntnis hatte.
Kahn selbst bestreitet jegliches Fehlverhalten und behauptet, bei der Pleite von Prophecy Asset Management Geld verloren zu haben.
B. Riley’s konzentriert sich auf sein Kerngeschäft Finanzdienstleistungen
Als Reaktion auf die zunehmenden Herausforderungen hat B. Riley Financial Pläne angekündigt, sich wieder auf sein Kerngeschäft, die Finanzdienstleistungen, zu konzentrieren und seine geschätzten Kunden zu unterstützen, wie es dies in den vergangenen 27 Jahren getan hat.
Mit dieser strategischen Wende soll das Unternehmen stabilisiert und das Vertrauen der Anleger nach der katastrophalen FRG-Investition und den darauf folgenden Einbrüchen an den Aktienmärkten zurückgewonnen werden.
Aufgrund der Verbindung zu Brian Kahn und der Reihe gescheiterter Übernahmen im vergangenen Jahr haben Leerverkäufer die Aktie von B. Riley ins Visier genommen.
Die Unternehmensleitung steht nun vor der Aufgabe, durch diese turbulenten Gewässer zu navigieren und gleichzeitig zu versuchen, ihren Ruf und ihre finanzielle Gesundheit wiederherzustellen.
Während B. Riley mit den Konsequenzen seiner Investitionsentscheidungen ringt, werden die kommenden Monate entscheidend dafür sein, ob sich das Unternehmen von diesem Rückschlag erholen und das Vertrauen seiner Investoren wiederherstellen kann.
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