Die AT&T-Aktie hat nach einer starken Rallye zu Beginn der zweiten Jahreshälfte zuletzt etwas korrigiert. Die fundamentale Entwicklung, stabile Dividenden und das laufende Aktienrückkaufprogramm machen die Aktie attraktiv für einkommensorientierte Anleger.
Solides Wachstum bei Mobilfunk und Glasfaser
AT&T steigerte den Umsatz im zweiten Quartal auf 31,6 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA erreichte 12,3 Milliarden Dollar, während der freie Cashflow bei 4,7 Milliarden Dollar lag.
Besonders positiv entwickelten sich das Mobilfunk- und Glasfasergeschäft. AT&T gewann 432.000 neue Postpaid-Telefonkunden und verzeichnete 646.000 neue Internetanschlüsse. Insgesamt erreicht das Glasfasernetz inzwischen 38,6 Millionen private und geschäftliche Standorte.
Bis 2030 soll diese Zahl auf 60 Millionen steigen. Der weitere Netzausbau und die Integration zusätzlicher Infrastruktur könnten das Wachstum in den kommenden Jahren unterstützen.
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SpaceX als Risiko?
Die mögliche Konkurrenz durch satellitengestützte Angebote von SpaceX sorgt weiterhin für Unsicherheit. Bislang gibt es jedoch keine klaren Anzeichen dafür, dass diese Entwicklung das Kerngeschäft von AT&T kurzfristig erheblich gefährdet.
Klassische 4G- und 5G-Netze bleiben für die meisten Kunden weiterhin die wichtigste Infrastruktur für mobile Daten, Telefonie und Videodienste. Gleichzeitig investiert AT&T selbst in satellitengestützte Kommunikation und arbeitet mit AST SpaceMobile zusammen.
Bewertung weiterhin moderat
Trotz des Kursanstiegs der letzten Monate liegt das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis bei kaum über 10. Für 2026 wird ein Gewinn je Aktie von etwa 2,34 Dollar erwartet, was einem Gewinnwachstum von rund 10 Prozent entspricht.
Auch im Branchenvergleich erscheint die Aktie weiterhin günstig. Sowohl beim Kurs-Gewinn-Verhältnis als auch bei der Bewertung im Verhältnis zum Cashflow handelt AT&T unter dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen.
Hohe Aktionärsrendite
Die Dividendenrendite liegt derzeit bei über 4,3 Prozent. Gleichzeitig haben Aktienrückkäufe deutlich an Bedeutung gewonnen und erreichen inzwischen eine Rendite von etwa mehr als 4,5 Prozent.
Zusammen ergibt sich eine Aktionärsrendite von fast 9 Prozent. Zudem erhöhte AT&T das Aktienrückkaufprogramm für 2026 von 8 auf 10 Milliarden Dollar.
Verschuldung bleibt Risikofaktor
Die Verschuldung sollte weiterhin genau beobachtet werden. Nach der Abspaltung von WarnerMedia konnte AT&T seine Bilanz deutlich verbessern, zuletzt ist die Verschuldungsquote jedoch wieder gestiegen.
Hohe Zinsen und die notwendigen Investitionen in 5G- und Glasfasernetze könnten die finanzielle Flexibilität belasten.
AT&T überzeugt mit stabilem Wachstum, einem hohen freien Cashflow und einer vergleichsweise günstigen Bewertung. Die Aktie bleibt für einkommensorientierte Anleger einen Kauf wert, sofern der Konzern sein Wachstum fortsetzt und die Verschuldung unter Kontrolle hält.
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AT&T in Kürze
- AT&T Inc. (WKN: A0HL9Z) ist ein in Texas ansässiger Telekommunikationskonzern, der lange Zeit eine Monopolstellung in den USA und Kanada hatte und zeitweise über eine Million Mitarbeiter beschäftigte.
- Die Geschäftsfelder gliedern sich in Festnetz-, Mobilfunkgeschäft sowie den Vertrieb von Hardwaregeräten.
- Mit einer Marktkapitalisierung von rund 172 Milliarden US$ ist das Unternehmen weiterhin einer der wertvollsten Telekom-Anbieter weltweit.
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