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AST SpaceMobile (ASTS) fiel am Freitagmorgen stark, nachdem sein wichtiger Startpartner – Blue Origin – über Nacht eine katastrophale Raketenexplosion erlitt.

Während eines planmäßigen statischen Zündtests in der vergangenen Nacht erlitt die New Glenn-Rakete eine Fehlfunktion und explodierte auf der Startrampe des Launch Complex 36 der Cape Canaveral Space Force Station.

Die Explosion schleuderte eine riesige Feuerkugel in den Himmel Floridas und schürte sofort Befürchtungen über die Fähigkeit von Blue Origin, künftige Starts für die Satellitenkonstellation von ASTS durchzuführen.

Trotz des Absturzes bleibt die AST SpaceMobile-Aktie im laufenden Jahr immer noch um rund 30 % im Plus.

Darum ist das Blue Origin-Unglück bärisch für ASTS-Aktien

Die erwähnte Explosion ist nicht AST SpaceMobiles erster Vorfall mit Blue Origin – es ist der zweite, und genau das macht diesen Moment besonders schmerzhaft.

Früher in diesem Jahr (April 19th) hob die New Glenn-Rakete von Blue Origin bei ihrer dritten Mission ab – die Boosterstufe absolvierte ihren Flug erfolgreich und landete auf einem Drohnenschiff auf See.

Anschließend versagte die zweite Stufe und brachte BlueBird 7 nicht in die geplante Orbitalkhöhe.

Ingenieure von AST bestätigten, dass das Bordtriebwerk von BlueBird 7 das Defizit nicht ausgleichen konnte und der Satellit als verloren erklärt wurde.

Der monetäre Schaden wird voraussichtlich zwischen $155 million und $160 million liegen; das Unternehmen plant eine Abschreibung im zweiten Quartal 2026.

Da „LC-36“ nun möglicherweise über einen längeren Zeitraum außer Betrieb ist, lässt sich nicht genau sagen, wie lange es dauern wird, bis die Startaktivitäten auf der Rampe wieder aufgenommen werden können.

Die Folgeeffekte könnten erheblich sein: Sollte das Problem mit dem Hauptantriebssystem und den „BE-4“-Triebwerken zusammenhängen, könnte das direkte Auswirkungen auf die Vulcan-Raketen von United Launch Alliance haben, die ebenfalls das BE-4-Triebwerk in ihrer ersten Stufe verwenden.

Die ASTS-Aktien brachen heute Morgen ein, weil zwei aufeinanderfolgende Ausfälle von Blue Origin, die mit derselben Fahrzeugfamilie zusammenhängen, eine Bilanz ergeben, die jeden Kunden verunsichert.

Lohnt es sich, heute bei AST SpaceMobile-Aktien zuzuschlagen?

Das Argument, den Dip bei AST SpaceMobile zu kaufen, stützt sich auf eine wichtige Tatsache: Das Unternehmen hat nicht alles auf Blue Origin gesetzt.

BlueBird 8, BlueBird 9 und BlueBird 10 sind weiterhin für die Auslieferung nach „Cape Canaveral“ geplant und sollen Mitte Juni mit einer SpaceX Falcon 9 in den Orbit starten.

Diese bevorstehende Mission ist von der jüngsten Explosion bei LC-36 völlig unberührt.

Der Netzausbau von ASTS zielt darauf ab, 2026 etwa 45 BlueBird-Satelliten in den Orbit zu bringen; dies wird durch Fertigungsvereinbarungen mit mehreren Startanbietern, darunter Blue Origin, SpaceX und andere, gestützt.

Das Unternehmen verfügt außerdem über eine beachtliche finanzielle Rücklage.

AST SpaceMobile verfügt aktuell über rund $3.5 billion an Barmitteln, und das Management hat kürzlich seine Prognose für das Gesamtjahr für Umsätze von bis zu $200 million bekräftigt.

BlueBird 11 bis BlueBird 33 befinden sich in fortgeschrittenen Produktions- und Montagephasen, wobei Phased-Array-Antennen bis BlueBird 28 fertiggestellt sind, was bestätigt, dass die Fertigungspipeline dem Startplan deutlich vorausläuft.

Für risikotolerante Anleger könnte der Dip bei ASTS einen attraktiven Wiedereinstiegspunkt in eine Story darstellen, die weiterhin starke langfristige Rückenwinde hat.

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