
Die neuesten Ergebnisse von ASML unterstreichen, wie tiefgreifend die Ausgaben für künstliche Intelligenz die Lieferkette von Halbleitern verändern.
Der niederländische Hersteller von Chipausrüstungen meldete einen starken Anstieg der Bestellungen und gab eine stärkere als erwartete Prognose für 2026 ab, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage von Chipherstellern, die KI-Kapazitäten aufbauen, weiterhin widerstandsfähig bleibt.
Investoren konzentrieren sich tendenziell auf Buchungen als Prognoseindikator, und die neuesten Zahlen deuten auf eine Beschleunigung der Kundenausgabenpläne und nicht auf eine Pause hin.
Neben der Prognoseaufwertung hat ASML auch einen umfangreichen Aktienrückkauf vorgestellt, der das Vertrauen in die langfristige Cash-Generierung stärkt.
Rekordbuchungen erhöhen die Sichtbarkeit
Die Aufträge im vierten Quartal 2025 erreichten 13,2 Milliarden Euro, mehr als doppelt so hoch wie erwartet von Analysten.
Die Zahl markierte ein Rekordquartal für das Unternehmen und hob sich vor dem Hintergrund ungleichmäßiger Bedingungen in Teilen der globalen Chipindustrie hervor.
Die finanzielle Leistung für das Quartal entsprach im Wesentlichen den Erwartungen.
Der Nettoumsatz lag bei 9,7 Milliarden Euro, knapp über den Prognosen, während der Nettogewinn von 2,84 Milliarden Euro leicht unter dem Konsens lag.
Verkaufsprognose 2026 verbessert sich
ASML erklärte, dass der Nettoumsatz im laufenden Quartal zwischen 8,2 Milliarden und 8,9 Milliarden Euro liegen wird.
Noch bedeutender ist die Prognose eines Gesamtumsatzes für 2026 von 34 Milliarden bis 39 Milliarden Euro.
Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt über den Schätzungen der Analysten und deutet auf Wachstum im Vergleich zu 2025 hin.
Frühere Kommentare hatten angedeutet, dass die Umsätze für 2026 nicht unter das Vorjahr fallen würden.
Die aktualisierte Leitlinie scheint einen klareren Expansionsweg zu zeigen, der durch Kundenverpflichtungen gestützt wird, die bereits im Auftragsbuch sichtbar sind.
Gleichzeitig kündigte ASML ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 12 Milliarden Euro an, das bis zum 31. Dezember 2028 laufen soll.
Der Plan fügt einem bereits durch steigende Kundeninvestitionen definierten Zeitraum ein Kapitalertragselement hinzu.
KI-Nachfrage treibt Kapazitätspläne an
Die Stärke der Aufträge stimmt mit breiteren Signalen aus dem KI-Ökosystem überein. Chiphersteller, die Prozessoren für Rechenzentren und fortschrittliche Rechenleistungen liefern, melden weiterhin starke Ergebnisse, was die Erwartungen verstärkt, dass die Infrastrukturinvestitionen fortbestehen werden.
Auch Engpässe bei Speicherhalbleitern haben die Preise nach oben getrieben, was zu Prognosen führt, dass große Speicherhersteller in den nächsten Jahren die Kapazitäten erhöhen werden.
Solche Erweiterungen führen typischerweise zu einer höheren Nachfrage nach ASMLs Lithografiesystemen, einschließlich der fortschrittlichsten Werkzeuge.
Analysten haben auf konkrete Kundenpläne hingewiesen, wobei einige erwarten, dass 2026 zusätzliche extreme ultraviolette Geräte geliefert werden, sobald die Kapazität steigt.
Die Kommentare des Managements in diesem Zeitraum spiegelten diesen Wandel wider.
Kunden haben eine konstruktivere Sicht auf die mittelfristige Nachfrage eingenommen, insbesondere im Zusammenhang mit KI-Workloads, und diese Bewertung hat sich in festere Investitionspläne und Ausrüstungsbestellung einfließen lassen.
China-Exposition bleibt eingeschränkt
Während globale KI-Investitionen die Nachfrage anderswo ankurbeln, bleibt China ein komplexerer Markt.
Exportbeschränkungen bedeuten, dass ASML seine fortschrittlichsten Maschinen nicht ins Land liefern kann, und das Unternehmen hat bereits eine Veränderung im Einnahmemix signalisiert.
China machte im vergangenen Jahr 33 % des Nettoumsatzes von ASML aus. Für 2026 erwartet das Unternehmen, dass dieser Anteil auf etwa 20 % sinken wird, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den Höchstständen 2024 und 2025 bedeutet.
Investoren beobachten weiterhin, wie sich diese Anpassung mit dem Wachstum in anderen Regionen auswirkt, insbesondere da neue Fabriken in Betrieb genommen werden, um die KI-bezogene Nachfrage zu bedienen.
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