
Die asiatisch-pazifischen Märkte fielen am Donnerstag, als die Anleger auf den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump reagierten, 25 % Zölle auf Importe von Autos, Halbleitern und Pharmazeutika zu erheben.
Trump deutete zwar an, dass die Zölle bereits am 2. April in Kraft treten könnten, gab aber nicht an, ob sie auf bestimmte Länder abzielen oder breit angewendet werden würden.
Die Unsicherheit belastete die Anlegerstimmung und führte zu Rückgängen an den wichtigsten asiatischen Börsenindizes.
In China gab der CSI 300 um 0,37 % nach, während der Hang Seng Index in Hongkong um 1,13 % fiel.
Der japanische Nikkei 225 verlor 1,19 %, der breiter gefasste Topix-Index gab 1,06 % nach.
Der südkoreanische Kospi gab um 0,53 % nach, und der Small-Cap-Index Kosdaq verlor 0,17 %.
Unterdessen fiel der australische S&P/ASX 200 um 1,39 %, was den vierten Verlusttag in Folge markiert.
China hält die wichtigsten Leitzinsen konstant.
Die Chinesische Volksbank (PBOC) beließ ihren Referenzzinssatz für einjährige Kredite (LPR) unverändert bei 3,1 % und den fünfjährigen LPR bei 3,6 %.
Die Entscheidung spiegelt Pekings Fokus auf finanzielle Stabilität wider, anstatt auf weitere Zinssenkungen zur Konjunkturbelebung zu setzen.
Renditen japanischer Staatsanleihen erreichen 15-Jahres-Hoch
Die Rendite japanischer zehnjähriger Staatsanleihen (JGBs) stieg auf 1,434 % und erreichte damit ein 15-Jahres-Hoch.
Die Rendite der fünfjährigen japanischen Staatsanleihen lag ebenfalls bei etwa 1,07 %.
Der Schritt folgt auf Äußerungen des Bank-of-Japan-Vorstandsmitglieds Hajime Takata, der warnte, dass anhaltend niedrige Zinssätze zu übermäßiger Risikobereitschaft und Inflationsdruck führen könnten, und weitere Zinserhöhungen nahelegte.
Unterdessen stieg der Erzeugerpreisindex (PPI) Südkoreas im Januar im Jahresvergleich um 1,7 %, unverändert gegenüber Dezember, wie vorläufige Daten der Bank of Korea zeigen.
Der Anstieg wurde durch höhere Preise für Viehprodukte, Kohle, Erdöl, Strom und Versorgungsleistungen verursacht.
Australiens Beschäftigungswachstum übertrifft die Erwartungen.
Laut Daten des australischen Statistikamtes wurden im Januar 44.000 Arbeitsplätze geschaffen, mehr als doppelt so viele wie die in einer Reuters-Umfrage geschätzten 20.000.
Trotz des starken Stellenaufbaus stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 4,1 %, was den Markterwartungen entsprach, aber höher als der Wert des Vormonats war.
Die Wall Street bleibt widerstandsfähig.
Die US-Märkte setzten ihren Aufwärtstrend über Nacht fort, obwohl die Federal Reserve vorsichtig blieb und Trump die Möglichkeit neuer Zölle in den Raum stellte.
- Der S&P 500 legte um 0,24 % zu und schloss bei 6.144,15 Punkten – ein zweiter Rekordhochstand in Folge.
- Der Nasdaq Composite legte um 0,07 % auf 20.056,25 Punkte zu.
- Der Dow Jones Industrial Average stieg um 71,25 Punkte (0,16 %) auf 44.627,59.
Während die Märkte die Auswirkungen der von Trump vorgeschlagenen 25%igen Zölle verarbeiten, bleiben die Anleger angespannt, wobei Wirtschaftsdaten und die Politik der Zentralbanken eine entscheidende Rolle bei der Stimmungslage spielen.
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