
Die Aptos Foundation will durch ein Governance-Paket eine Disziplin der Versorgung in ihr Protokoll integrieren, das Emissionen begrenzen und die Staking-Belohnungen senken würde, während die On-Chain-Aktivität zunimmt.
Die Vorschlag markiert eine entscheidende Wende von dem inflationslastigen Bootstrap-Modell, das beim Mainnet im Oktober 2022 eingeführt wurde, als großzügige Emissionen genutzt wurden, um Validatoren anzuziehen und die Entwicklung des Ökosystems zu fördern.
„Das Aptos-Netzwerk geht zu leistungsorientierter Tokenomik über, die darauf abzielt, die Mechanismen des Angebots mit der Netzwerkauslastung in Einklang zu bringen“, schrieb die Stiftung in einer Feb. 18-Ankündigung.
Laut der Aptos Foundation ist diese frühe Wachstumsphase vorbei, während sich das Netzwerk darauf vorbereitet, Anwendungen auf institutionellem Maßstab mit hoher Durchsatzleistung zu unterstützen.
APT-Angebot wird gedeckelt
Im Zentrum der Überarbeitung steht eine protokollweite harte Obergrenze von 2,1 Milliarden APT, die erste formale Obergrenze der Gesamtversorgung. Derzeit befinden sich 1,196 Milliarden APT im Umlauf.
Davon wurden 1 Milliarde APT im Mainnet geprägt, und 196 Millionen wurden als Staking-Belohnungen verteilt.
„Mit einer harten Versorgungskappe von 2,1 Milliarden verbleibt ein Spielraum von 904 Millionen APT bzw. etwa 43 % dieser Gesamtobergrenze“, sagte die Stiftung.
Unter dem überarbeiteten Modell würde die verbleibende Emission schrittweise durch Staking-Belohnungen freigegeben und würde im Laufe der Zeit sinken, während sich das Netzwerk der Obergrenze nähert.
Schließlich würde die Vergütung der Validatoren hauptsächlich auf Transaktionsgebühren basieren statt auf frischen Token-Emissionen.
Das Reformpaket kommt vor einem signifikanten Unlock-Meilenstein im Oktober 2026, wenn der vierjährige Vesting-Zyklus für frühe Investoren und Kernmitwirkende endet.
Zu diesem Zeitpunkt wird erwartet, dass die jährlich freigeschaltete Versorgung um etwa 60 % sinkt.
Die Zuweisungen aus Stiftungsgeldern werden voraussichtlich zwischen 2026 und 2027 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 % sinken.Â
Die Vorschläge der Stiftung zielen darauf ab, diese Entwicklung zu formalisieren, statt sich ausschließlich auf Vesting-Schedules zu verlassen, um den Versorgungsdruck zu verringern.
Staking-Belohnungen und Gasgebühren-Überarbeitung
Das Team beabsichtigt, einen Governance-Vorschlag einzuführen, der die jährlichen Staking-Belohnungen von 5,19 % auf 2,6 % senkt.
Ein neu gestaltetes Staking-Modell würde Teilnehmern, die Tokens länger binden, relativ höhere Renditen bieten, während die Gesamtemissionen im unteren Belohnungsbereich bleiben.
Die Betriebskosten der Validatoren dürften durch Architektur-Upgrades, die in AIP 139 skizziert sind, sinken.
Um die Deflation zu beschleunigen, plant die Stiftung, eine zehnfache Erhöhung der Gasgebühren im Netzwerk vorzuschlagen.
Da alle Gasgebühren im Netzwerk bereits verbrannt werden, führen höhere Transaktionskosten direkt zu mehr Token-Verbrennungen.Â
„Dies würde in Verbindung mit zunehmender On-Chain-Aktivität und Transaktionen neuer Anwendungen, die auf Aptos aufgebaut werden, die insgesamt verbrannten und aus dem Umlauf genommenen APT-Mengen erheblich erhöhen“, sagte die Stiftung.
Ein weiterer Pfeiler der Strategie besteht darin, 210 Millionen APT dauerhaft zu sperren und zu staken, ungefähr 18 % des derzeit zirkulierenden Umlaufs.
Diese Tokens würden nicht verkauft oder umverteilt.
Stattdessen würde die Stiftung ihre Operationen durch die Staking-Belohnungen aus dieser gesperrten Zuweisung finanzieren und so die Abhängigkeit von Treasury-Verkäufen verringern.
In der Zwischenzeit wird erwartet, dass zukünftige Token-Allokationen erst nach Erreichen vordefinierter Leistungsmeilensteine vesten, wobei Verteilungen bis zum Erreichen dieser Benchmarks aufgeschoben werden.
Die Stiftung prüft auch einen programmatischen Rückkauf-Mechanismus oder eine APT-Reserve, die durch Barbestände oder zukünftige Einnahmequellen finanziert wird, einschließlich Lizenzvergaben und Investitionen in das Ökosystem.
Die Marktreaktion auf die Ankündigung war verhalten.
APT wurde zum Redaktionsschluss in der Nähe von 0,88 USD gehandelt, rund 4 % im Tagesverlauf gefallen und mehr als 50 % unter den Höchstständen von Ende 2025.
Der Schritt platziert Aptos in eine wachsende Gruppe großer Protokolle, die Wertschöpfung und Emissionsmechanismen erneut in Betracht ziehen.
Letzten Monat stimmte die Injective-Community im Januar einem Governance-Vorschlag zu, um das INJ-Angebot zu begrenzen.
Nur wenige Wochen zuvor gab die Governance-Community von Optimism grünes Licht für ein Rückkaufprogramm, das durch Protokollumsätze unterstützt wird.
The post Aptos Foundation zielt auf APT-Deflation mit einer festen Obergrenze und zehnfachen Gasgebühren appeared first on Invezz