Anthropic

Anthropic, das von Amazon unterstützte künstliche Intelligenz-Einhorn, läuft auf Hochtouren und übertrifft OpenAI, ein Unternehmen, das einen Plan ausgearbeitet hat, mehr als $1 trillion in Rechenzentren zu investieren.

Anthropic: Umsatz und Gewinne steigen rasant

Laut dem WSJ wird der Umsatz im zweiten Quartal voraussichtlich $10.9 billion betragen, mehr als das Doppelte des ersten Quartals. Dieses Wachstum ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass mehr Privatpersonen und Unternehmen als je zuvor seine Claude-Plattform nutzen. 

Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen auf dem Weg ist, erstmals einen Quartalsgewinn zu erzielen. Sein operatives Ergebnis soll im Juniquartal auf $559 million ansteigen.

Diese Zahlen rechtfertigen teilweise die stark gestiegene Bewertung. Kürzlich hat es $30 billion aufgenommen bei einer Bewertung von $900 billion, und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es das schnellste Unternehmen sein wird, das eine Bewertung von $1 trillion erreicht. Tatsächlich wächst das Unternehmen schneller als Google und Facebook es beim Börsengang taten.

Anthropic schlägt OpenAI

Anthropic und OpenAI verfolgen operative Ansätze, die sich unterscheiden. Anthropic hat im Verborgenen gearbeitet und größere Ankündigungen abgesehen von Produktveröffentlichungen vermieden. Außerdem hat es sich von besonders kostenintensiven Bereichen wie Video- und Bildgenerierung ferngehalten.

Mythos, sein neuestes Modell, hat weltweit für Aufsehen gesorgt wegen seiner Sicherheitsfunktionen. Politiker und Regulierungsbehörden befürchten, dass es in der Finanzbranche und anderen Sektoren Schwachstellen verursachen könnte.

OpenAI hingegen hat mehrere Projekte gestartet, darunter die mittlerweile eingestellte Funktion zur Videogenerierung. Es hat außerdem große Verträge mit Unternehmen wie AMD und Broadcom abgeschlossen und Partnerschaften mit Oracle, SB Energy und CoreWeave gebildet. OpenAI ist zudem Teil des Stargate-Projekts, das plant, über $500 billion in Rechenzentren zu investieren.

WEITERLESEN: Why is OpenAI missing targets even as AI investment hits record highs?

Gleichzeitig ist das Unternehmen nicht auf die teuren NVIDIA-Chips angewiesen. Stattdessen setzt es auf Chips von Unternehmen wie Microsoft und Google, die kostengünstiger sind. Am wichtigsten ist: Obwohl viele Endkunden den Dienst nutzen, richtet sich das Unternehmen vorwiegend an Firmenkunden, was ihm erlaubt, volle Preise zu verlangen. Blick nach vorn: Im Fokus steht der bevorstehende OpenAI-Börsengang, der mehr Aufschluss über dessen Geschäft geben wird. Anthropic wird anschließend später in diesem Jahr an die Börse gehen.

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