
Die AMD-Aktie hat in den vergangenen Monaten nachgegeben und ist von einem Hoch von $584.90 im Juni auf derzeit rund $456 gefallen. Während dieser Korrektur hat sich das Papier allmählich zu einer bullischen Flaggenformation entwickelt, was auf weiteres Aufwärtspotenzial in den kommenden Monaten hindeutet. Diese Einschätzung stimmt weitgehend mit den Erwartungen der Analysten überein.
Technische Indikatoren der AMD-Aktie deuten auf weitere Gewinne hin
Das Tageschart zeigt, dass die Aktie von Advanced Micro Devices in den letzten Monaten in einem starken Abwärtstrend verblieben ist. Sie hat einen absteigenden Kanal ausgebildet und ist unter das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Niveau gefallen.
Die Aktie liegt zudem unter dem 50-Tage-EMA (Exponentieller Gleitender Durchschnitt), während der Percentage Price Oscillator (PPO) seit dem 30. Juni unter der Nulllinie geblieben ist. Theoretisch deuten diese technischen Indikatoren darauf hin, dass kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial besteht.
Andererseits entstand der andauernde absteigende Kanal nach einem starken Anstieg, ein Zeichen dafür, dass sich nun eine bullische Flaggenformation bildet – ein häufiges Fortsetzungssignal in der technischen Analyse.
Dieses Muster führt häufig im Laufe der Zeit zu weiteren Gewinnen; das nächste wichtige Ziel liegt bei $584.90, dem diesjährigen Höchststand. Ein Ausbruch über dieses Niveau würde auf weitere Gewinne hindeuten, möglicherweise bis $600.

AMD-Aktienchart | Quelle: TradingView
Advanced Micro Devices hat wichtige Katalysatoren
AMD verfügt über mehrere bullische Katalysatoren, die die Performance in den kommenden Monaten stärken könnten. Am wichtigsten ist, dass es Anzeichen für ein starkes Wachstum in der KI-Branche gibt und keine Hinweise auf eine Abschwächung erkennbar sind.
Erst diese Woche veröffentlichten Unternehmen wie Dell Technologies und HP Enterprise starke Zahlen und hoben ihre Prognosen an. Dells Umsätze stiegen im letzten Quartal um 58% auf $47 billion, während HP Enterprises Umsatz im gleichen Zeitraum von $9.1 billion auf $12.2 billion anstieg.
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Am bemerkenswertesten haben alle größten Kunden von AMD in der KI-Branche, etwa Meta Platforms, OpenAI, Microsoft, Oracle und Anthropic, signalisiert, dass sie ihre Ausgaben fortsetzen werden.
Wichtig ist vor allem, dass AMD einen großen Marktanteil im GPU- und CPU-Markt hält, die vom KI-Boom profitieren. Seine CPUs sind angesichts des anhaltenden Wachstums von KI-Agenten gefragt.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass AMDs Umsatz im zweiten Quartal um 50% auf $11.5 billion stieg. Die Bruttomarge kletterte im gleichen Zeitraum von 40% auf 54%. Dieses Margenwachstum entstand, da der Boom im Rechenzentrumsbereich die Preise nach oben trieb.
AMDs Umsatz im Bereich Rechenzentren stieg um 107% auf $6.7 billion, während der Embedded-Bereich nahezu 20% zulegte. Die Umsätze im Client- und Gaming-Bereich stiegen um 6% auf $3.8 billion.
Analysten bleiben optimistisch, dass AMDs Umsatzwachstum in den kommenden Jahren anhalten wird. Für dieses Jahr wird geschätzt, dass der Umsatz bei $50 billion liegen wird, gefolgt von $87.39 billion im nächsten Jahr.
Dieses Wachstum erklärt, warum Analysten gegenüber der Aktie bullisch sind. Simon Leopold von Raymond James hob sein Kursziel von $565 auf $641 an und gab eine starke Kaufempfehlung.
Harsh Kumar von BMO Capital Markets stufte die Aktie neu mit einer Outperform-Einstufung ein und setzte ein Kursziel von $550. Weitere führende Analysten mit bullischer Einschätzung kommen von Rosenblatt Securities, DA Davidson, TD Cowen und Wells Fargo.
Dennoch bleibt das Unternehmen stark überbewertet: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV) liegt bei 60, deutlich höher als bei anderen Unternehmen.
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