
Der AMD-Aktienkurs ist in den letzten drei Wochen in Folge gestiegen und erreichte mit $220 ein Jahreshoch seit Februar. Seit seinem Tiefpunkt im Jahr 2025 ist er um fast 200 % gestiegen und brachte die Marktkapitalisierung auf über $360 billion.
AMD profitiert vom KI-Boom und wichtigen Partnerschaften
Advanced Micro Devices, ein führender Akteur in der Halbleiterbranche, profitiert nun davon, dass es zum größten Wettbewerber für NVIDIA im GPU-Bereich aufgestiegen ist.
Insbesondere nehmen einige der größten Ausgeber der Branche Notiz: Das Unternehmen hat bedeutende Verträge mit Firmen wie OpenAI und Meta Platforms geschlossen.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass sein Umsatz im vierten Quartal auf $10.3 billion stieg, ein Anstieg von 34 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Der Großteil dieses Umsatzwachstums kam aus dem Rechenzentrumssegment, das über $3.8 billion erwirtschaftete, ein Plus von ~40 % gegenüber dem vierten Quartal 2024.
Der Client- und Gaming-Umsatz stieg um 37 % auf $3.9 billion, während das Embedded-Segment nur um 3 % auf $950 million wuchs. Im Jahresverlauf sprang der Konzernumsatz auf $34.6 billion, nach $25 billion im Vorjahr.
Analysten gehen davon aus, dass die Umsätze des Unternehmens in den kommenden Jahren weiter wachsen werden, da die Ausgaben für Rechenzentren beschleunigen. Die durchschnittliche Prognose unter Analysten lautet, dass der Umsatz in diesem Jahr um 32,6 % auf $9.86 billion steigen wird, während die Jahreskennzahl um 34 % auf $46.53 billion zulegen soll.
Das Geschäft von AMD dürfte weiterhin florieren, da Unternehmen zunehmend Alternativen zu NVIDIA in Betracht ziehen, einem Unternehmen, das die Branche nach wie vor dominiert. Ein gutes Beispiel ist Riot Platforms, das Rechenzentren mit Schwerpunkt auf AMD-Chips baut. IREN gibt ebenfalls Millionen Dollar pro Jahr für AMD-Chips aus.
Advanced Micro Devices sieht sich jedoch erheblichen Gegenwinden gegenüber
Dennoch besteht eine wesentliche Herausforderung darin, dass AMDs Geschäft im Vergleich zu NVIDIA etwas überbewertet wirkt. Das Unternehmen wird mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward-KGV) von 30 gehandelt, deutlich höher als die 20x von NVIDIA.
Dieses Multiple ist umso bemerkenswerter, als für NVIDIA ein schnelleres Wachstum erwartet wird. Analysten schätzen AMDs jährliche Wachstumsrate auf 34 % in diesem Jahr und 43 % im kommenden Jahr. Für NVIDIA liegen die Schätzungen bei 71 % bzw. 30 %.
Eine weitere Herausforderung für AMD ist, dass NVIDIA an einer CPU arbeitet, die später in diesem Jahr eingeführt werden soll. Dieser Chip könnte ein Geschäftsfeld stören, in dem AMD einen beträchtlichen Marktanteil besitzt.
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Technische Analyse des AMD-Aktienkurses

AMD share price chart | Source: TradingView
Das Wochenchart zeigt, dass sich der AMD-Aktienkurs von einem Tief bei $76.52 im April des Vorjahres auf derzeit $220 erholt hat.
Im November des Vorjahres bildete sich eine große Kurslücke nach oben, und im Januar wurde ein Rekordhoch bei $266 erreicht. Die Notierung blieb über den 50‑Wochen‑ und 100‑Wochen‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA).
Die Aktie hat eine Tassen‑und‑Henkel‑Formation ausgebildet, ein häufiges bullisches Fortsetzungszeichen in der technischen Analyse. Dieses Muster besteht aus einer horizontalen Unterstützung und einem gerundeten Boden.
Daher dürfte sich die Aktie wahrscheinlich weiter erholen und möglicherweise das Allzeithoch von $266 erreichen, was etwa 23 % über dem aktuellen Niveau liegt.
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