amd stock drives chip sector into a territory last seen 25 years ago

Advanced Micro Devices (AMD) klettert am 6. Mai stark nach oben nach einer überragenden Q1-Zahlen – die nicht nur bei Umsatz und Gewinn übertrafen, sondern auch eine beeindruckende Prognose für das laufende Quartal enthielt.

Die AMD-Aktie steht zum Zeitpunkt der Niederschrift fast 15 % im Plus und setzt damit auf einen bemerkenswerten Anstieg von 74 % im April auf.

Ihre explosive Rally hat auch den breiteren Halbleitersektor befeuert: Der Invesco PHLX Semiconductor ETF (SOXQ) stieg um mehr als 3 %, während Branchenkollegen wie Intel und Micron auf der Welle von AMD mitfahren.

Advanced Micro Devices gewinnt nicht nur 2026; es ist tatsächlich zur „primären Triebkraft“ geworden, die die gesamte Branche in eine historische Sphäre treibt.

Ein Dotcom-Echo: warum Bespoke bei AMD zur Vorsicht mahnt

Trotz der Euphorie schlägt Bespoke Investment Alarm und stellt fest, dass der Halbleitersektor ein extrem überzogenes Ausmaß an Überdehnung erreicht hat.

Der PHLX Semiconductor Index (SOX) notiert derzeit rund 56 % über seinem 200-Tage-Durchschnitt (MA) – eine technische Lücke, wie sie in der Marktgeschichte selten zu sehen ist.

Laut Bespoke war die Gruppe nur zweimal zuvor derart überdehnt: im Juli 1995 und im März 2000.

Während 1995 den Beginn eines Booms markierte, kennzeichnete der März 2000 den „absoluten Höhepunkt“ vor dem Platzen der Dotcom-Blase.

„So oder so: Diese extremen Messwerte können nicht ewig anhalten“, warnte Bespoke und riet Anlegern, die Erwartungen an Chiptitel, einschließlich der AMD-Aktie, für die nächsten zwölf Monate zu dämpfen, da die auf künftige Gewinne bezogenen Multiplikatoren (Forward-KGV) in unbekanntes Terrain klettern.

Warum Goldman Sachs Bespoke in Sachen AMD widerspricht

Die von James Schneider geführten Analysten von Goldman Sachs blicken jedoch über technische Charts hinaus und sehen einen grundlegenden Wandel im Computing.

Am Mittwoch stufte die Investmentbank die AMD-Aktie auf „Buy“ hoch und verdoppelte ihr Kursziel auf $450, was von hier aus ein weiteres Aufwärtspotenzial von rund 9 % signalisiert.

Der Kern von Schneiders These liegt in der agentischen KI – Werkzeuge, die im Wesentlichen als autonome Assistenten ohne menschliche Aufsicht fungieren.

Seiner Auffassung nach wird die Nachfrage nach AMDs Server-CPUs stark ansteigen.

Bis 2027 könnte der Konzern über $21 billion an Server-CPU-Umsatz einnehmen – ein erstaunliches 24 % über dem aktuellen Konsens der Street.

Durch die riskante Halbleiter‑Renaissance

Das Tauziehen zwischen Bespokes technischer Vorsicht und dem fundamentalen Optimismus von Goldman Sachs prägt den aktuellen Zustand des „AI-Trade“.

Während der SOX-Index seit Jahresbeginn um 55 % gestiegen ist, spiegelt die Prämie, die Anleger für Chips zahlen – 26-fache künftige Gewinne gegenüber dem 21-fachen des S&P 500 – einen Markt wider, der stark auf eine strukturelle Revolution statt auf einen zyklischen Ausschlag setzt.

Wenn Inferenz-Workloads von experimentellen Rechenzentren in breit eingesetzte Enterprise-Anwendungen übergehen, ist die x86-Architektur von Advanced Micro Devices als Rückgrat dieses Übergangs positioniert.

Ob der Sektor das nachhaltige Wachstum Mitte der 90er oder den fragilen Gipfel von 2000 wiederholt, bleibt die Multi-Milliarden-Dollar-Frage. Für jetzt ist die AMD-Aktie jedoch unbestreitbar der Kapitän des Schiffes.

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