
Amazon verstärkt seinen Vorstoß in Richtung ultraschneller Lieferung und führt in Teilen der USA Ein‑Stunden‑ und Drei‑Stunden‑Lieferoptionen ein, da der Wettbewerb im Bereich der schnellen Auftragsabwicklung zunimmt.
Das Unternehmen kündigte am Dienstag an, dass die Dreistunden‑Lieferung nun in rund 2.000 Städten und Gemeinden verfügbar ist, während die Ein‑Stunden‑Lieferung in Hunderten dieser Orte gestartet wurde.
Die Ausweitung spiegelt Amazons Bemühungen wider, Lieferfenster weiter zu verkürzen, da Verbraucher zunehmend nahezu sofortigen Zugriff auf Alltagswaren erwarten.
Beschleunigte Einführung
Der neue Service baut auf Pilotprogrammen auf, die Ende letzten Jahres begonnen wurden.
Amazon erklärte, es plane, das Angebot in den kommenden Monaten auf weitere Regionen auszudehnen, während es seine Aktivitäten ausbaut.
Mehr als 90.000 Produkte können innerhalb von drei Stunden oder schneller geliefert werden.
Dazu gehören Grundnahrungsmittel, Reinigungsmittel, rezeptfreie Medikamente, Bekleidung und Spielzeug.
Zur Unterstützung der Einführung hat Amazon in Gebieten, in denen ultraschnelle Lieferung verfügbar ist, einen eigenen Storefront eingerichtet.
Käufer können Suchergebnisse filtern, um Produkte zu finden, die für die Ein‑Stunden‑ oder Drei‑Stunden‑Lieferung in Frage kommen.
Das Unternehmen hat außerdem seine getitfast-Seite ausgeweitet, die Artikel hervorhebt, die schnell eintreffen können.
Wandel zu schnelleren Lieferzeiten
Amazons jüngster Schritt ist Teil eines längerfristigen Wandels in seinem Liefermodell.
Das Unternehmen revolutionierte 2005 den Onlinehandel mit der Einführung seines Prime‑Mitgliedschaftsprogramms, das kostenlosen Zwei‑Tage‑Versand einführte.
Bis 2019 hatte Amazon dieses Zeitfenster für viele Kunden auf einen Tag verkürzt, gefolgt von weiteren Investitionen in die Zustellung am selben Tag.
Viele Bestellungen am selben Tag treffen inzwischen innerhalb weniger Stunden ein und ebnen den Weg für noch kürzere Lieferzeiten.
Die Einführung der Ein‑Stunden‑ und Drei‑Stunden‑Lieferung markiert den nächsten Schritt.
Die Strategie spiegelt veränderte Verbrauchergewohnheiten wider, wobei schnellere Auftragsabwicklung zu einem entscheidenden Faktor bei Kaufentscheidungen wird.
Fortlaufende Tests
Amazons Bemühungen, Lieferzeiten zu verkürzen, haben im Laufe der Jahre mehrere Versuche und Änderungen umfasst.
Das Unternehmen hat sich auf sein Netzwerk von Fulfillment‑Zentren und Flex‑Gig‑Arbeitern gestützt, um eine schnelle Auftragsabwicklung zu unterstützen.
Einige Initiativen wurden eingestellt. Amazon stellte 2021 seinen eigenständigen Prime‑Now‑Service ein und beendete 2024 ein Programm, das sich auf Lieferungen aus Einkaufszentren und stationären Händlern konzentrierte.
Gleichzeitig laufen neue Tests. Amazon pilotiert einen Dienst namens Amazon Now, der die Lieferung von Lebensmitteln und Haushaltsartikeln innerhalb von 30 Minuten anbietet.
Das Programm wird derzeit in Seattle und Philadelphia getestet, ebenso wie in internationalen Märkten, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Indien, Brasilien und Mexiko.
Das Unternehmen entwickelt zudem seit mehr als einem Jahrzehnt drohnenbasierte Liefersysteme, mit dem Ziel, Bestellungen in unter einer Stunde abzuschließen.
Anfangs auf kleine Testgebiete beschränkt, wurde der Dienst inzwischen auf mehrere Städte ausgeweitet.
Der Wettbewerb zieht an
Amazons Vorstoß erfolgt, während Wettbewerber den Druck auf die Liefergeschwindigkeit erhöhen.
Walmart hat hervorgehoben, dass es 95 % der US‑Haushalte mit Lieferungen in unter drei Stunden erreichen kann.
Unterdessen bauen Quick‑Commerce‑Plattformen wie Instacart, DoorDash und Uber Eats ihr Angebot weiter aus und liefern Produkte einer wachsenden Zahl von Händlern innerhalb weniger Stunden.
Amazon hat die Preise für seine ultraschnellen Lieferdienste festgelegt: Prime‑Mitglieder zahlen $9.99 für die Ein‑Stunden‑Lieferung und $4.99 für die Drei‑Stunden‑Lieferung.
Nicht‑Prime‑Kunden zahlen entsprechend $19.99 bzw. $14.99.
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