Amazon-Aktie: Kalt erwischt!

Am vergangenen Donnerstag stellte der Versandriese Amazon seine neuesten Quartalszahlen vor und schockte die eigenen Anleger dabei gleich in mehrfacher Hinsicht. Dass es erneut ein Wachstum zu verzeichnen hab, ist schon so ziemlich die einzige positive Nachricht. Die Erwartungen der Märkte konnten jedoch nicht erfüllt werden.

Auf 113 Milliarden US-Dollar Umsatz schaffte der Konzern es im letzten Quartal unter der Führung des Gründers Jeff Bezos. Das entspricht einem Wachstum von 27 Prozent, lag aber unter den Prognosen der Analysten. Letztere konnten immerhin in Sachen Gewinn übertroffen werden, was der Amazon-Aktie aber nicht weiterhalf.

Saftige Strafe für Amazon

Was im Rahmen der Geschäftszahlen ebenfalls verkündet wurde, ist eine geforderte Strafzahlung seitens Luxemburg. Die verlangt von dem Online-Giganten aufgrund nicht näher spezifizierter DSGVO-Verstöße satte 746 Millionen Euro. Derart viel zahlte bisher noch kein anderes Unternehmen für die Missachtung der der Datenschutz-Grundverordnung.

Verständnis dafür hat die Chefetage in keiner Weise. Es hält die Strafe für gänzlich unbegründet und verweist darauf, dass es weder ein Datenleck gegeben habe noch sensible Daten an Dritte weitergereicht wurden. Gegen das Urteil sollen aufgrund dessen rechtliche Schritte eingeleitet werden. Der Ausgang des Ganzen bleibt noch abzuwarten.

Ein schwerer Schlag für die Amazon-Aktie

Bei den Aktionären sorgten sowohl die etwas enttäuschenden Umsätze sowie die Strafzahlung aus Luxemburg für viel Verunsicherung. Gerade erst hatte die Amazon-Aktie es sich oberhalb von 3.000 Euro bequem gemacht. Am Freitag rasselte sie um gut sieben Prozent in die Tiefe und kam zum Wochenende bei einem Kurs von nur noch 2.818 Euro an.

Ob das schon das Ende der generellen Aufwärtsbewegung einläutet, bleibt noch abzuwarten. Der Titel hat durchaus schon größere Krisen relativ unbeschadet überstanden. Zumindest kurzfristig ist jedoch mit Gegenwind zu rechnen, da auch die Prognosen für das dritte Quartal niedriger ausfallen, als viele sich das im Vorfeld erhofft hatten.

[Finanztrends]

Kostenloser Newsletter

Bekommen Sie täglich die neuesten News unserer Experten!!!
Email

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen