Während sich die Kapitalmärkte auf Rüstung, kritische Rohstoffe und digitale Infrastruktur konzentrieren, stehen drei Unternehmen besonders im Fokus: Almonty Industries, Atos und DroneShield. Obwohl sie in unterschiedlichen Branchen tätig sind, profitieren alle von langfristigen geopolitischen und technologischen Trends – allerdings mit sehr unterschiedlichem Risikoprofil.
Almonty Industries: Wolfram als strategischer Rohstoff
Almonty Industries entwickelt sich zunehmend zu einem Schlüsselunternehmen im Bereich kritischer Rohstoffe. Im Mittelpunkt steht die Sangdong-Mine in Südkorea, eine der bedeutendsten Wolfram-Lagerstätten außerhalb Chinas. Das Unternehmen hat Anfang Juli den Übergang zur Verarbeitung und Produktion von marktfähigem Wolframkonzentrat eingeleitet – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum kommerziellen Betrieb.
Zusätzlichen Rückenwind erhält Almonty durch die weltweit steigende Nachfrage nach Wolfram, das unter anderem in der Rüstungsindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie der Halbleiterfertigung eingesetzt wird. Erst vor wenigen Tagen wurde zudem eine Erweiterung bestehender Liefervereinbarungen bekannt, was die langfristige Absatzsicherheit stärken soll.
Operativ konnte das Unternehmen zuletzt ebenfalls überzeugen: Im ersten Quartal 2026 legten Umsatz und Bruttogewinn deutlich zu. Dennoch bleibt die Aktie volatil. Nach einer starken Kursrally kam es zuletzt zu deutlichen Gewinnmitnahmen, obwohl die fundamentalen Perspektiven weiterhin positiv eingeschätzt werden.
Atos: Restrukturierung bleibt das dominierende Thema
Der französische IT-Dienstleister Atos arbeitet weiterhin an seinem Turnaround. Nachdem der Konzern in den vergangenen Jahren mit einer hohen Verschuldung und sinkenden Umsätzen kämpfte, konzentriert sich das Management auf die Umsetzung der Refinanzierungsstrategie sowie den Verkauf nicht zum Kerngeschäft gehörender Unternehmensteile. Anfang Juli meldete Atos den erfolgreichen Abschluss einer ersten Phase dieser Refinanzierung.
Parallel versucht das Unternehmen, das operative Geschäft zu stabilisieren. Neue Partnerschaften im Bereich Cybersecurity und Künstliche Intelligenz sowie gute Bewertungen im SAP-Servicemarkt sollen das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Dennoch bleibt die Ausgangslage anspruchsvoll: Nach Jahren rückläufiger Umsätze befindet sich Atos weiterhin mitten im Umbau, weshalb die Aktie vor allem für risikobereite Anleger interessant bleibt.
DroneShield: Profiteur steigender Verteidigungsausgaben
DroneShield gehört zu den bekanntesten Anbietern von Anti-Drohnen-Technologie. Die geopolitischen Spannungen und der weltweit steigende Verteidigungsetat sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Lösungen zur Drohnenerkennung und -abwehr.
Zuletzt stellte das Unternehmen seine neue Q3-Softwaregeneration vor, die eine verbesserte Erkennung und Verfolgung schneller sowie komplexerer Drohnen ermöglicht. Gleichzeitig weist DroneShield auf erhebliche Sicherheitslücken bei Flughäfen und kritischer Infrastruktur hin und positioniert sich damit in einem stark wachsenden Markt.
Allerdings verlief die Börsenentwicklung zuletzt deutlich schwankungsreicher als das operative Geschäft. Neben Gewinnmitnahmen belasteten Untersuchungen der australischen Finanzaufsicht zu früheren Aktienverkäufen ehemaliger Führungskräfte das Anlegervertrauen. Trotz dieser Unsicherheiten gilt DroneShield aufgrund seines Technologieportfolios und der strukturell steigenden Verteidigungsausgaben weiterhin als einer der interessantesten Wachstumswerte im Bereich Counter-Drone-Systeme.
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Unser Geheimfavorit im zweiten Halbjahr
Abseits der großen Titel haben wir eine US-amerikanische Nano-Cap-Aktie identifiziert, deren Unterbewertung außergewöhnlich ist. Das schon kurzfristige Aufwärtspotenzial erscheint riesig, das Risiko nach unten begrenzt. Die Rede ist von Sonoma Pharmaceuticals
Das an der Nasdaq handelnde Unternehmen entwickelt und produziert patentierte Produkte auf Basis seiner hauseigenen Microcyn-Technologie mit stabilisierter hypochloriger Säure (HOCl). Tatsächlich wird HOCI gerade zum Renner, insbesondere im Beauty-Segment.
Die Fakten in der Kurzfassung:
- Winzige Marktkapitalisierung von unter 6 Millionen US$
- Cash deckt gesamten Börsenwert
- Stark wachsender Umsatz von annualisiert bereits über 22 Millionen US$
- Kürzlich abgeschlossene Kapitalerhöhung zu 1,35 US$ sichert Liquidität
- Kurz vor Profitabilität: EBITDA-Verlust um 66% auf nur noch 0,2 Millionen US$ gesunken
- Starker Management-Ausblick
- Mögliche Neubewertung könnte Aktienkurs vervielfachen
- Charttechnisches Ausbruchsszenario
Klar ist: Wer bei Sonoma Pharmaceuticals nur auf den Aktienkurs blickt, könnte die vielleicht spannendste Entwicklung der vergangenen Quartale übersehen. Denn während das Unternehmen noch immer mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 6 Millionen US-Dollar bewertet wird, verändert sich das operative Bild des kalifornischen Healthcare-Nischenplayers zunehmend zum Positiven.
Der Markt könnte kurz davorstehen, diese Diskrepanz zu erkennen.
Kaum zu glauben: Cash deckt fast den gesamten Börsenwert
Es kommt nur äußerst selten vor, dass ein wachsendes Unternehmen an der Börse nahezu zum Wert seiner liquiden Mittel gehandelt wird. Genau das ist bei Sonoma derzeit der Fall.
Die jüngst abgeschlossene Kapitalerhöhung zu 1,35 US-Dollar je Aktie hat die Liquidität zusätzlich gestärkt und verschafft dem Management ausreichend Spielraum, den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Das Risiko einer kurzfristigen Finanzierungslücke ist damit deutlich gesunken.
Sollte das operative Geschäft wie zuletzt weiter zulegen, könnte diese außergewöhnlich niedrige Bewertung schnell zum Gesprächsthema am Markt werden.
Das Wachstum zieht plötzlich kräftig an
Noch spannender wird der Blick auf die Geschäftsentwicklung.
Im vergangenen Geschäftsjahr, das erst im März endete, legte der Umsatz um starke 37% auf 19,5 Millionen US-Dollar zu. Das Schlussquartal fiel sogar noch dynamischer aus: Hier beschleunigte sich das Wachstum auf beeindruckende 48%.
Annualisiert kommt Sonoma inzwischen auf einen Jahresumsatz von mehr als 22 Millionen US-Dollar – und das bei einem Börsenwert, der nur einem Bruchteil davon entspricht.
Für Value-orientierte Wachstumsinvestoren ist genau diese Konstellation häufig besonders interessant.
Der entscheidende Wendepunkt rückt näher
Noch wichtiger als das Umsatzwachstum ist jedoch die Profitabilität.
Denn genau hier scheint Sonoma inzwischen den operativen Hebel gefunden zu haben. Der EBITDA-Verlust konnte im vierten Quartal um 66% auf nur noch 0,2 Millionen US-Dollar reduziert werden.
Mit jedem weiteren Quartal steigender Erlöse wächst damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen schon bald den operativen Break-even erreicht.
Gerade bei kleinen Nano Caps kann dieser Schritt eine völlig neue Bewertung und damit einen Kursvervielfacher auslösen. Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Quartalszahlen im August.
Management sendet ein deutliches Signal
Auch die Unternehmensführung blickt optimistisch nach vorne. So hieß es von CEO Amy Trombly zuletzt:
Wir sind überzeugt, dass die zunehmende Verbreitung von hypochloriger Säure in den Bereichen Gesundheitswesen, Konsumgüter und Wellness weiterhin bedeutende Chancen für Sonoma eröffnet. Unser Fokus liegt darauf, diese Chancen in nachhaltiges Wachstum und eine verbesserte Rentabilität umzusetzen.
Die Nachfrage nach den auf stabilisierter hypochloriger Säure (HOCl) basierenden Produkten entwickelt sich in mehreren Anwendungsbereichen positiv. Ob Wundversorgung, Dermatologie, Augenpflege oder Tiermedizin – Sonoma scheint in attraktiven Nischenmärkten zunehmend Fuß zu fassen.
Kommt die operative Dynamik auch in den kommenden Quartalen zum Tragen, dürfte sich die Aufmerksamkeit institutioneller und privater Investoren weiter erhöhen.
Jetzt könnte auch der Chart mitspielen
Fundamental verbessert sich die Ausgangslage – und aus charttechnischer Sicht baut sich gleichzeitig eine interessante Konstellation auf.
Nach einer längeren Bodenbildung nähert sich die Aktie wichtigen Widerstandsmarken. Gelingt hier ein nachhaltiger Ausbruch, könnten technische Anschlusskäufe folgen.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Aufgrund des geringen Börsenwerts und des überschaubaren Streubesitzes reichen bei Sonoma oft schon vergleichsweise kleine Kapitalzuflüsse aus, um den Kurs massiv zu bewegen.
Turnaround-Szenario, starkes Wachstum, ein Break-even in Sichtweite, eine gesicherte Finanzierung und eine Bewertung, die kaum höher ausfällt als die vorhandenen liquiden Mittel – selten kommen bei einer Aktie gleich mehrere Kurstreiber dieser Güte gleichzeitig zusammen.
Natürlich bleibt Sonoma Pharmaceuticals ein spekulatives Investment. Das Unternehmen muss den eingeschlagenen Weg nun mit weiteren starken Quartalen bestätigen. Genau darin liegt aber auch die Chance: Sollte der operative Turnaround gelingen und der Markt die fundamentalen Fortschritte honorieren, erscheinen eine deutliche Neubewertung der Aktie und Kurse um ein Vielfaches über den jetzigen schon bald durchaus möglich.
Unsere Börsenprofis hatten sich seinerzeit bereits zu Kursen unter 1,00 US$ mit Sonoma-Aktien eingedeckt. Mittlerweile scheint der große Ausbruch immer näher zu rücken. Schafft das Unternehmen den Sprung in die Profitabilität, wonach es derzeit aussieht, wären eine deutlich zweistellige Millionenbewertung Sonomas und damit Kurse von über 2,00 US$ nur logisch.
Interessierte Spekulanten sollten vor den Quartalszahlen im August Position bezogen haben.
Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Sonoma Pharmaceuticals in signifikantem Umfang. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.
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