Image for Airbus to cut production

Der Aktienkurs von Airbus ist in den letzten Wochen eingebrochen, da die Anleger auf Donald Trumps Zölle und die potenziellen Probleme in der Lieferkette reagierten. Er ist von einem Höchststand von 177,20 € im März dieses Jahres auf derzeit 140 € gefallen. Dieser Artikel erklärt, warum die Aktie ein guter Profiteur des anhaltenden Handelskrieges ist.

China ist ein großer Markt für Airbus.

Der Hauptgrund, warum die Airbus-Aktie ein guter Kauf ist, ist ihre Präsenz auf dem chinesischen Markt.

China verfügt derzeit über mehr als 7.500 Flugzeuge, eine Zahl, die in den nächsten Jahren mit steigender Nachfrage weiter wachsen wird.

Donald Trumps Handelskriege haben Boeing geschadet, da die Zahl der Auslieferungen im Laufe der Jahre stark zurückgegangen ist. Daten zeigen, dass Boeings Marktanteil weiter gesunken ist und das Unternehmen seit 2017 keine größeren Aufträge mehr erhalten hat.

Chinesische Fluggesellschaften haben sich aufgrund der relativ freundlicheren Beziehungen zwischen den beiden Regionen auf Airbus konzentriert. Viele haben Boeing auch wegen der zahlreichen Probleme, insbesondere mit dem Flugzeugtyp 737 MAX, aufgegeben. China Southern stornierte 2023 100 Bestellungen, und mehrere andere Fluggesellschaften haben einige ihrer Bestellungen abgelehnt.

Daher wird Airbus seinenMarktanteil in China, einem riesigen Markt, der in den nächsten Jahren voraussichtlich wachsen wird, wahrscheinlich weiter ausbauen.

Airbus verzeichnet weltweit ebenfalls mehr Bestellungen, ein Trend, der sich fortsetzen könnte, da Boeing-Flugzeuge aufgrund der Trump-Zölle teurer werden. Airbus hat einen Auftragsbestand von etwa 8.658, während Boeing nur 5.595 hat.

Airbus’ wachsender Marktanteil bedeutet, dass das Unternehmen im Laufe der Zeit mehr Preissetzungsmacht haben wird, was seinen Marktanteil weiter steigern wird.

Gleichzeitig wird Airbus gut mit COMAC, dem schnell wachsenden chinesischen Flugzeughersteller, konkurrieren können.

Produktionsstätten in wichtigen Regionen

Ein weiterer Wettbewerbsvorteil von Airbus ist die stärkere Fertigungspräsenz in mehr Ländern als bei Boeing.

Airbus verfügt über Produktionsstandorte in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und China. Das bedeutet, dass sein Geschäft weniger von Trumps Zöllen betroffen sein wird als Boeing. Beispielsweise werden seine Lieferungen in die USA durch diese Zölle nicht beeinträchtigt.

Ähnlich verhält es sich mit den Lieferungen in andere Länder, die diese Zölle umgehen werden. Die meisten Produktionsstätten von Boeing befinden sich jedoch in den Vereinigten Staaten. Das bedeutet, dass die Rohstoffe für die Flugzeugproduktion mit Zöllen belegt werden, was die Geschäftskosten erhöht und die Gewinnmargen im Laufe der Zeit schmälert.

All diese Faktoren bedeuten, dass das Airbus-Geschäft florieren wird, sobald die erwarteten Probleme in der Lieferkette behoben sind.

Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass der Umsatz von Airbus von 22,8 Milliarden Euro im 4. Quartal 2023 auf 24,7 Milliarden Euro im 4. Quartal 2024 stieg. Im Gegensatz dazu verzeichnete Boeing im Jahr 2024 aufgrund des Flugverbots für die 737 Max nur ein begrenztes Wachstum.

Airbus erzielte ein EBIT von 2,424 Milliarden Euro, gegenüber 1,45 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg ebenfalls auf 2,43 Milliarden Euro. Dieses Wachstum bedeutet, dass das Unternehmen seine Dividenden und Aktienrückkäufe weiter steigern wird.

Airbus-Aktienkursanalyse

AIR-Chart von TradingView

Das Wochenchart zeigt, dass der Airbus-Aktienkurs in den letzten Monaten einen starken Aufwärtstrend verzeichnet hat. Er liegt weiterhin über der aufsteigenden Trendlinie, die die tiefsten Schwankungen seit September 2020 verbindet.

Die Aktie liegt weiterhin deutlich über dem 200-Wochen-Durchschnitt, ein Zeichen dafür, dass die Bullen derzeit die Kontrolle haben. Daher wird der Airbus-Aktienkurs in den kommenden Wochen wahrscheinlich weiter steigen, wobei die nächste wichtige Marke bei 169,56 € liegt.

Ein Rückgang unter die 200-Wochen-Linie und die aufsteigende Trendlinie würde jedoch die bärische Sichtweise des Doppel-Top-Chartmusters bestätigen und auf weitere Kursverluste hindeuten. Langfristig wird sich die Aktie aufgrund ihrer starken Fundamentaldaten jedoch wahrscheinlich wieder erholen.

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