Am 19. Oktober 1987 beendete der "Schwarze Montag" mit einem Absturz des Dow Jones um 21 % die Ära der feindlichen Übernahmen und vernichtete ganze Existenzen. Und während sich dieses Datum sich gerade zum 38sten Mal jährte, fand der aktuelle Börsenhöhenflug jäh sein Ende. Die großen US-Banken eröffneten die neue Earnings Season und präsentierten Rekordgewinne, doch JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte von "Kakerlaken" in den Bankbilanzen, nachdem Abschreibungen auf Kreditausfälle zunahmen. Und bekanntlich sind Kakerlaken keine Einzelgänger, so dass die Börsen in Angst vor einer weiteren Finanzkrise die stärksten Einbrüche seit Trumps Zollkriegseröffnungszug im April erlebten.
Bankaktien stürzten ab und mit ihnen der gesamte Finanzsektor. Déjà -vu. Ähnlich lief es auch im Frühjahr 2023, als mehrere US-Regionalbanken in die Pleite rutschten – die "kleine Finanzkrise" war geboren und bereitete Angst und Schrecken. Und auch aktuell sind es Regionalbanken, die unter steigenden Kreditausfällen leiden. Doch ein systemisches Risiko baut sich hier nicht auf, da die Großbanken solide dastehen und auch der Private Credit-Sektor wenig Anzeichen von Schwäche zeigt.
Aber wie heißt es so treffend? Achte nicht so sehr darauf, was die Leute sagen, sondern auf das, was sie tun…
