Moderna stocks, MRNA

Moderna reduziert seine weltweite Belegschaft bis Ende 2025 um rund 10 %, da sich die Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen weiter abschwächt.

Das Unternehmen, das zum 31. Dezember 2024 rund 5.800 Vollzeitbeschäftigte in 18 Ländern beschäftigte, rechnet damit, bis zum Jahresende weniger als 5.000 Mitarbeiter zu beschäftigen.

Die Kürzungen erfolgen inmitten einer umfassenderen Umstrukturierungsbemühung, die darauf abzielt, die Betriebskosten mit den geringeren Impfstoffeinnahmen in Einklang zu bringen, die in diesem Jahr hinter den Erwartungen der Wall Street zurückgeblieben sind.

Das biopharmazeutische Unternehmen wird ein vollständiges Geschäftsupdate veröffentlichen, wenn es am Freitagmorgen seine Quartalsergebnisse veröffentlicht. Die Anleger achten genau auf Anzeichen einer Erholung der Covid-bedingten Einnahmen oder auf Details zum Ausbau der Pipeline.

Kostensenkungen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar bis 2027 angestrebt

Im Mai kündigte Moderna Pläne an, seine jährlichen Betriebskosten bis 2027 um rund 1,5 Milliarden US-Dollar zu senken. Dieser Schritt baut auf früheren Kostensenkungsmaßnahmen auf und umfasst Änderungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Fertigung und Lieferantenvereinbarungen.

Das Unternehmen reduziert seine Investitionen in die Erprobung von Atemwegsprodukten, verhandelt Lieferantenverträge neu und senkt die Produktionskosten, um die Abläufe zu rationalisieren.

Trotz dieser Kürzungen sagte der CEO von Moderna, Stephane Bancel, in einem Memo an die Mitarbeiter, dass sich das Unternehmen weiterhin für wissenschaftliche Innovation und langfristiges Wachstum einsetzt.

Er wies darauf hin, dass die Umstrukturierung entscheidend ist, um die finanzielle Disziplin aufrechtzuerhalten und Moderna so zu positionieren, dass es seine Produktpipeline in den nächsten drei Jahren erweitern kann, insbesondere da die Einnahmen in der Pandemie-Ära zurückgehen.

Verkäufe von Covid-Impfstoffen enttäuschen im 1. Quartal

Der Aktienkurs von Moderna ist in diesem Jahr bisher um mehr als 20% gefallen, was vor allem auf enttäuschende Impfstoffverkäufe im ersten Quartal zurückzuführen ist, die die Prognosen der Analysten verfehlten.

Der Umsatzrückgang spiegelt einen weltweiten Rückgang der Akzeptanz von Covid-19-Impfstoffen wider, ein Trend, der mehrere Pharmaunternehmen betrifft, da die Regierungen ihre Pandemie-Notfallprogramme zurückfahren und auf langfristige Gesundheitsstrategien umsteigen.

Die dritte Covid-Impfung von Moderna – eine Version der nächsten Generation – wurde im Mai von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassen und ist damit das dritte zugelassene Produkt.

Die Verkäufe des Impfstoffs waren jedoch nicht stark genug, um den Nachfragerückgang bei den Covid-bezogenen Angeboten auszugleichen.

Regulatorische Unsicherheit unter neuem US-Gesundheitsminister

Das Unternehmen steht auch in den Vereinigten Staaten unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vor politischen Herausforderungen, der Änderungen an den Impfrichtlinien eingeführt hat.

Diese regulatorischen Schritte könnten den Zugang zu Impfstoffen in den USA weiter erschweren und zusätzliche Hürden für Unternehmen wie Moderna darstellen, die stabile Vertriebskanäle suchen.

Bancel räumte zwar ein, dass der Stellenabbau eine schwierige, aber notwendige Entscheidung war, bekräftigte aber sein Vertrauen in die Zukunft von Moderna. Das Unternehmen sieht Potenzial für bis zu acht neue Produkte in den nächsten drei Jahren, eine Strategie, die dazu beitragen könnte, die Einnahmequellen über Covid-19 hinaus zu diversifizieren.

Die aktuelle Strategie von Moderna konzentriert sich auf die Neuausrichtung seiner Geschäftstätigkeit, um den Marktrealitäten gerecht zu werden, während das Unternehmen versucht, von einem pandemiebedingten Geschäftsmodell zu einem nachhaltigeren Produktmix in den Segmenten Atemwegserkrankungen und Infektionskrankheiten überzugehen.

Der Erfolg wird davon abhängen, ob die Innovation aufrechterhalten wird und gleichzeitig die Politik, der Wettbewerb und die sich entwickelnden Prioritäten im Gesundheitswesen berücksichtigt werden.

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