
Kryptowährungen sind nicht länger nur ein marginaler Finanzwert – sie sind jetzt eine strategische Überlegung für die größten Unternehmen der Welt.
Laut der CFO Signals-Umfrage von Deloitte für das 2. Quartal 2025 erwarten 99 % der Finanzchefs von Unternehmen, die einen Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar erzielen, dass Krypto Teil ihrer langfristigen Geschäftstätigkeit wird.
Dies signalisiert einen Wandel in der Art und Weise, wie Top-Führungskräfte im Finanzbereich digitale Assets betrachten, und geht über Spekulationen hinaus in Bereiche wie Treasury-Management, Zahlungsverkehr und Effizienz der Lieferkette.
Die Umfrage, die unter 200 CFOs durchgeführt wurde, zeigt ein vielschichtiges Bild des steigenden Interesses, das durch strukturelle und regulatorische Hürden gedämpft wird.
Dennoch ist die Integration digitaler Assets nicht mehr nur eine theoretische Diskussion – sie gestaltet die Finanzstrategien von Unternehmen aktiv neu.
Jeder vierte Large-Cap-CFO erwartet Krypto-Investitionen bis 2027
Bei Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 10 Milliarden US-Dollar erwarten 24 % der CFOs, dass ihre Finanzabteilungen innerhalb der nächsten zwei Jahre direkt in instabile Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether investieren werden.
Über alle befragten Unternehmen hinweg liegt die Zahl bei 15 %. Diese Erwartungen spiegeln das wachsende Vertrauen in die Anlageklasse trotz anhaltender Marktvolatilität wider.
Auch Stablecoins sind auf dem Vormarsch. Während insgesamt 15 % der CFOs von Milliarden-Dollar-Unternehmen angaben, dass sie erwarten, innerhalb von 24 Monaten Stablecoins für Zahlungen zu akzeptieren, steigt die Zahl bei den größten Unternehmen auf 24 %.
Diese Unternehmen nennen den Datenschutz der Kunden (45 %) sowie die Zahlungsgeschwindigkeit und Kosteneffizienz (39 %) als Hauptmotivatoren für die Einführung von Stablecoins in Zahlungssystemen.
Preisvolatilität und politische Unsicherheit sind nach wie vor die größten Sorgen
Trotz dieser institutionellen Dynamik bleibt das Risiko eine primäre Abschreckung. Die Preisvolatilität wurde von 43 % der Befragten als größte Sorge genannt, insbesondere in Bezug auf instabile Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC bei 118.641 $) und Ether (ETH bei 3.812 $).
Die Komplexität der Rechnungslegung wurde von 42 % der CFOs als Herausforderung bezeichnet, insbesondere nach den aktuellen US-GAAP-Standards, die Krypto-Assets nicht als Zahlungsmitteläquivalente behandeln.
Unterdessen war die regulatorische Unsicherheit – insbesondere in den Vereinigten Staaten – ein Knackpunkt für 40 % der Finanzchefs.
Anhaltende Veränderungen in der US-Kryptopolitik verzögern weiterhin eine aggressivere Einführung, auch wenn andere Regionen klarere Rahmenbedingungen einführen.
Anwendungsfälle gehen über das Finanzwesen hinaus, sondern auch in Lieferketten und Abläufe
Während das Engagement in Staatsanleihen und Zahlungen die kurzfristigen Einführungspläne dominieren, sind langfristige Visionen breiter angelegt.
Mehr als die Hälfte der befragten CFOs sieht in der Krypto- und Blockchain-Technologie eine Rolle in Bereichen wie Supply Chain Management und Asset Tracking.
Das transparente, unveränderliche Hauptbuch der Blockchain wird als wertvolles Werkzeug für die Zahlungsverifizierung und Betriebsprüfungen angesehen.
Darüber hinaus wird Krypto zu einem regelmäßigen Thema in den Vorstandsetagen. Siebenunddreißig Prozent der CFOs haben mit ihren Vorständen über digitale Assets gesprochen, 41 % mit Chief Investment Officers und 34 % mit Banken oder Kreditgebern.
Nur 2 % gaben an, dass es überhaupt keine Gespräche über Kryptowährungen gab, was auf eine weitverbreitete Anerkennung der potenziellen Auswirkungen auf das Geschäft hindeutet.
Institutionelles Engagement weitet sich auf Solana und XRP aus
Eine separate Umfrage, die im März 2025 von Coinbase und EY-Parthenon durchgeführt wurde, spiegelte diese Trends wider. Von den befragten institutionellen Anlegern gaben 83 % an, dass sie planen, ihr Krypto-Engagement in diesem Jahr zu erhöhen.
Während Bitcoin und Ether weiterhin die Allokation dominieren, haben sich andere Vermögenswerte wie Solana (SOL bei 177,90 $) und XRP (XRP bei 3,11 $) als beliebte Zweitwetten herauskristallisiert.
Bemerkenswert ist, dass eine Mehrheit der institutionellen Befragten angab, dass sie planen, im Jahr 2025 mindestens 5 % ihrer Portfolios in digitale Vermögenswerte zu investieren.
Dies unterstreicht eine breitere Diversifizierungsstrategie, die nun auch auf die operative Ebene durchsickert, insbesondere bei umsatzstarken Unternehmen.
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