
Klarna und StubHub haben ihre mit Spannung erwarteten Pläne für einen Börsengang auf Eis gelegt, nachdem eine neue Welle der Marktvolatilität, ausgelöst durch die weitreichende Zollerklärung von Präsident Donald Trump, die globalen Finanzmärkte erschütterte.
Laut einem CNBC-Bericht, der sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle beruft, verschieben die Unternehmen ihre Börsengänge aufgrund der zunehmenden Unsicherheit und haben keinen neuen Zeitplan für ihre Notierungen festgelegt.
Beide Unternehmen hatten in den vergangenen Wochen ihre IPO-Unterlagen bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht und bereiteten sich auf die Börsennotierung an der New York Stock Exchange vor.
Klarna, das schwedische Unternehmen für „Jetzt kaufen, später bezahlen“, hatte geplant, unter dem Börsenkürzel KLAR zu handeln, während die Online-Ticketplattform StubHub unter dem Kürzel STUB gelistet werden sollte.
Klarna verschiebt den lang erwarteten Börsengang im Wert von 15 Milliarden Dollar.
Klarna hatte sich darauf vorbereitet, seine Roadshow für den Börsengang bereits nächste Woche mit Investoren zu starten.
Das Unternehmen beschloss jedoch, die Verfahren inmitten des breiteren Markteinbruchs, der durch die Angst vor einem erneuten Handelskrieg ausgelöst wurde, einzustellen.
Dieser Schritt kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Klarna, das zum Symbol für die Höhen und Tiefen des Fintech-Sektors geworden ist.
Das Unternehmen wurde auf dem Höhepunkt der Investorenbegeisterung im Jahr 2021 mit 46 Milliarden Dollar bewertet, doch seine Bewertung stürzte nur ein Jahr später auf 6,7 Milliarden Dollar ab.
Trotz des dramatischen Rückgangs hat Klarna kürzlich die Rückkehr zur Profitabilität gemeldet.
Im Jahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 21 Millionen Dollar, verglichen mit einem Verlust von 244 Millionen Dollar im Vorjahr.
Der Umsatz stieg um fast 24 % auf 2,81 Milliarden Dollar. Klarna hat aggressiv in den US-Markt expandiert und Partnerschaften mit großen Einzelhändlern wie Walmart, Apple und DoorDash geschlossen.
Eine mit Klarnas Strategie vertraute Person sagte, das Unternehmen sei nicht verpflichtet, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens an die Börse zu gehen, wodurch die Möglichkeit eines verzögerten Börsengangs offen bleibt, sollten sich die Marktbedingungen stabilisieren.
IPO-Erfolg steht nach Schwierigkeiten bei CoreWeave in Frage
StubHub hat sich ebenfalls entschieden, seine Börsenpläne vorerst auf Eis zu legen.
Die Entscheidung des Unternehmens folgt dem holprigen Börsendebüt des KI-Infrastrukturunternehmens CoreWeave, das als erstes Venture-Capital-finanziertes Technologieunternehmen seit 2021 über 1 Milliarde US-Dollar bei einem US-Börsengang einnahm.
Trotz anfänglichen Optimismus senkte CoreWeave seinen IPO-Preis und erlitt in den ersten Handelstagen starke Verluste, was die Bedenken hinsichtlich der Marktnachfrage nach Tech-Börsengängen verstärkte.
Die Anlegerstimmung erlitt einen weiteren Dämpfer, nachdem China als Reaktion auf Trumps umfassende Maßnahmen Vergeltungszölle angekündigt hatte.
Der S&P 500 fiel am Freitag um 4,7 %, während der europäische Stoxx 600 um über 5 % nachgab. Der Ausverkauf unterstreicht die wachsende Besorgnis der Anleger über die Aussicht auf einen umfassenden Handelskrieg.
Die Aktien von Affirm, dem in den USA börsennotierten Konkurrenten von Klarna, sind in diesem Jahr bereits um über 45 % gefallen, was das schwierige Umfeld für Fintech-Unternehmen unterstreicht.
Die Verzögerung der Börsengänge von Klarna und StubHub ist ein Rückschlag für Risikokapitalgeber, die gehofft hatten, dass ein Aufschwung der Börsennotierungen unter der Trump-Regierung den angeschlagenen Tech-Exit-Markt wiederbeleben könnte.
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