
Die staatliche französische Investitionsbank Bpifrance hat einen Investitionsplan in Höhe von 25 Millionen Euro (27 Millionen US-Dollar) in digitale Vermögenswerte angekündigt, mit dem Ziel, das heimische Blockchain-Ökosystem zu stärken.
Die Initiative markiert eine bedeutende strategische Neuausrichtung der Bank. Sie ermöglicht es ihr, vielversprechende Blockchain-Unternehmen durch direkte Investitionen in Kryptowährungen und Token zu unterstützen, anstatt Start-ups nur über traditionelle Eigenkapitalbeteiligungen zu finanzieren.
Die Mittel werden in Projekte der Frühphase gelenkt, um Innovationen im wachsenden Web3-Sektor Frankreichs zu fördern.
Dieser Schritt positioniert Bpifrance auch als eine der ersten staatlich unterstützten Institutionen in Europa, die auf diesem Niveau in den Bereich digitaler Vermögenswerte einsteigt.
Die Strategie zielt darauf ab, eine seit langem bestehende Lücke in der kryptofokussierten Finanzierung durch europäische öffentliche Investitionsbanken zu schließen.
Frankreich unterstützt Blockchain mit 25 Millionen Euro.
Die 25 Millionen Euro von Bpifrance kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Europäische Union mit der Umsetzung ihrer Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) beginnt.
Der Rahmen, der die Harmonisierung der Krypto-Regulierung in der gesamten EU zum Ziel hat, führt Regeln für Stablecoins, Börsen und Wallet-Anbieter ein.
Frankreich hat die Regulierung frühzeitig und proaktiv angenommen und sie als Sprungbrett genutzt, um führende Web3-Unternehmen anzuziehen.
Seit 2022 haben Binance, Crypto.com und Circle europäische Hubs in Paris eingerichtet, angelockt von einer Kombination aus regulatorischer Klarheit und staatlichen Initiativen zur Förderung der Blockchain-Adoption.
Bpifrance war bereits durch Eigenkapitalbeteiligungen an Start-ups, darunter das Krypto-Verwahrungsunternehmen Ledger, in das Ökosystem involviert.
Dieser neue Vorstoß markiert jedoch den ersten Schritt in Richtung direkter Investitionen in digitale Vermögenswerte – wie z. B. Token – und ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf Infrastrukturebene enger mit Blockchain-Protokollen zu befassen.
Staatsfonds investieren in Kryptowährungen
Die Ankündigung von Bpifrance folgt einem breiteren Trend unter Staatsfonds und staatlichen Banken, die vorsichtig in den Bereich digitaler Vermögenswerte einsteigen.
Während Golfstaaten wie die VAE Interesse an tokenisierten Vermögenswerten und Blockchain-Infrastruktur bekundet haben, haben nur wenige direkt Kapital in Token investiert.
Als eine der ersten staatlich unterstützten Institutionen, die direkt in Krypto-Assets investiert, positioniert sich Bpifrance an der Spitze der Wettbewerber.
Die Bank plant, diese Mittel nicht nur zur Skalierung französischer Projekte zu verwenden, sondern auch ihr eigenes Verständnis dezentraler Systeme zu verbessern, was in Zukunft für Innovationen im öffentlichen Sektor wertvoll sein könnte.
Der 25 Millionen Euro umfassende Fonds wird in Phasen eingesetzt, wobei Bpifrance Projekte auf der Grundlage ihres technischen Potenzials, ihres Beitrags zum französischen Web3-Ökosystem und ihrer Einhaltung des MiCA-Rahmens auswählt.
Die Strategie umfasst sowohl direkte Token-Käufe als auch Staking-Modelle, wodurch die Bank Proof-of-Stake-Netzwerke unterstützen kann, die mit Nachhaltigkeitszielen übereinstimmen.
Frühphasen-Krypto-Projekte profitieren
Die französische Krypto-Startup-Szene hat ein starkes Wachstum erlebt, aber Projekte in der Frühphase haben oft Schwierigkeiten, Zugang zu Liquidität zu erhalten.
Die Initiative von Bpifrance zielt auf diese Finanzierungslücke ab und bietet Ressourcen für die Protokollentwicklung, die Infrastruktur intelligenter Verträge und dezentrale Anwendungen, die in Frankreich entwickelt werden.
Im Gegensatz zur traditionellen Venture-Finanzierung bietet dieses Direktinvestitionsmodell Startups mehr Flexibilität beim Aufbau tokenbasierter Ökonomien.
Es ermöglicht Bpifrance auch, über die reine Kapitalbereitstellung hinaus Unterstützung zu leisten – beispielsweise durch technisches Mentoring und regulatorische Hilfestellung – über seine Innovations- und Blockchain-Beschleunigungsnetzwerke.
Dieser Ansatz steht im Einklang mit Frankreichs umfassenderer Industriestrategie, die technologische Souveränität in Schlüsselsektoren zu fördern.
Die französische Regierung hat bereits Maßnahmen zur Unterstützung von KI und Quantencomputing durch öffentliche Mittel ergriffen, und die Initiative für digitale Vermögenswerte von Bpifrance erweitert diese Liste um Blockchain.
Frankreich strebt die EU-Führungsposition im Bereich Blockchain an.
Diese Zusage in Höhe von 25 Millionen Euro erfolgt, während Frankreich weiterhin eine Führungsrolle im europäischen Krypto-Sektor anstrebt.
Im Jahr 2023 fanden in Paris die größten Blockchain-Veranstaltungen der Region statt, und die regulatorischen Sandboxes wurden erweitert, um mehr dezentrale Finanz- und Web3-Initiativen aufzunehmen.
Mit der MiCA-Verordnung, die die Grundlage für stabile und konsistente Regeln schafft, verschafft Bpifrance’s Plan, direkt in digitale Vermögenswerte zu investieren, Frankreich einen Vorsprung beim Testen dieser Regeln mit realem Kapital und realen Protokollen.
Dies könnte nicht nur Start-ups, sondern auch politischen Entscheidungsträgern, die ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Anlegerschutz anstreben, wertvolle Erkenntnisse liefern.
Dieser Schritt setzt auch andere EU-Länder unter Druck, nachzuziehen und ähnliche öffentliche Investitionsstrategien in Erwägung zu ziehen.
Da sich die Infrastruktur für digitale Vermögenswerte rasant weiterentwickelt, könnte die frühzeitige Einbindung öffentlicher Institutionen entscheidend sein, um nationale Prioritäten zu setzen und globale Blockchain-Talente anzuziehen.
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